“Lebe gefährlich”. Spannender Titel. Und dann noch leidenschaftlich.

Kurz vor dem letzten Urlaub war ich in der Buchhandlung und mir fiel dieses Buch in die Hand. Ich wusste erst gar nicht, dass es schon wieder ein neues Buch von Mark Batterson gibt. Ich las den Klappentext und dachte: “Oha. Das Buch könnte etwas sein.” Et voilà: Es ist etwas. Und wie!

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Worum geht’s in diesem Buch? Um es kurz zu sagen:
Dem Heiligen Geist nachjagen, den Heiligen Geist zu Wort kommen lassen und erkennen, wie sehr das Leben dadurch zum Abenteuer wird. Das mag schon fast ein wenig abgedroschen klingen, ja.

Aber wie Batterson das in dem Buch entfaltet ist einfühlsam, nachvollziehbar und erstrebenswert. Letzten Endes geht es darum, ein unkonventionelles Leben zu führen und dem Heiligen Geist nachzujagen.

“Doch viele von uns geben sich mit geistlicher Mittelmäßigkeit zufrieden, anstatt nach geistlicher Reife zu streben. Jesus spricht diese tief sitzende Abenteuerlust in uns an und fordert uns heraus, unseren Käfig zu verlassen. Doch das bedeutet, dass wir genau das aufgeben, was uns in der Welt Sicherheit und Identität gibt.” (S. 14)

Ehrlich: Als ich dieses Buch gelesen habe, dachte ich bei mir: “Oh ja. Ich bin es satt. Ich habe keine Lust mehr, mich von den menschlichen Un-Möglichkeiten beeinflussen zu lassen. Ich möchte dieses abenteuerlustige Leben mit dem Heiligen Geist erfahren.”

Aber wie geht das? Batterson wäre kein Amerikaner, wenn er nicht eine Lösung und Patentrezept dafür hätte. Ok. Ganz so schlimm ist es nicht – im Gegenteil: Konkrete Handlungsanweisungen sind sogar rar gesät, vielmehr geht es Batterson um unsere Haltung, unsere Persönlichkeit und damit verbunden sicherlich auch unsere Biografie.

Aus dem Käfig ausbrechen

Und um das zu veranschaulichen, beschreibt Batterson in seinem Buch sechs Käfige, in denen wir gefangen sind bzw. gefangen sein können.

  1. Der Käfig der Verantwortlichkeit
  2. Der Käfig der Routine
  3. Der Käfig der Annahmen
  4. Der Käfig der Schuld
  5. Der Käfig des Versagens
  6. Der Käfig der Angst

Klingt schon wieder sehr käfig- oder schubladenmäßig. Mag sein. Aber zumindest ich habe beim Lesen festgestellt, dass da sehr viel Wahres dran ist und dass unser Leben manchmal einem Hüpfen gleicht: Ein Hüpfen vom einen Käfig in den anderen und zwischendrin erleben wir ein wenig die Faszination des Abenteuers, dem Heiligen Geist nachzujagen. Allerdings sollte es eher andersrum sein: mehr in Freiheit und Abenteuer leben als im Käfig. Und ich kann dir versichern: Du liest das Buch und wirst merken, in welchem Käfig (oder mehreren?) du steckst.

Gemeinsamkeiten von Zoo und Kirche

Batterson beschreibt gleich zu Beginn faszinierende Erlebnisse auf den Galapagosinseln: Die ungezähmte Natur, die wilden Tiere, voll anmutiger Schönheit und Kühnheit. Und er schreibt auf S. 11 weiter:

“Ein Zoo kann mich nicht mehr begeistern. Ein Tier in einem Käfig zu beobachten, ist langweilig. Es ist zu sicher, zu zahm, zu berechenbar. Als wir durch das Affenhaus liefen und ich einen 200 Kilogramm schweren Gorilla in seinem Käfig hinter dem schützenden Plexiglas betrachtete, kam mir der Gedanke:

Ob die Kirchen wohl den Menschen das antun, was die Zoos mit den Tieren machen?

Das hat mich umgehauen. Schon gleich zu Beginn: “Ob die Kirchen wohl den Menschen das antun, was die Zoos mit den Tieren machen?”

Liebe Gemeindeleiter: Bitte lasst nicht zu, dass eure Gemeinde, eure Kirche das mit den Menschen tut. Sperrt sie nicht ein. Lasst sie das wilde und ungezähmte Leben mit dem Heiligen Geist leben. Und wenn euch dieses Buch dazu eine Hilfe sein sollte: Bitteschön – ich bekomme keine Provision.

…aber bestellen kannst du es dennoch gleich hier:

www.scm-shop.de/lebe-gefaehrlich-159086.html

Homepage der Gemeinde, deren Pastor Mark Batterson ist:

www.theaterchurch.com

2 Kommentare

  1. Hey Dave!
    Wollte ich schon länger mal schreiben, komm aber erst jetzt dazu: Hab mir das Buch gekauft und eine feine Pfingstpredigt vor 200 Leuten mitten unter freiem Himmel hier im Kloster ist draus gewachsen – mit sehr viel positiver und dankbarer Rückmeldung. Hat reingehauen und einen Nerv getroffen! Besten Dank also!

    Herzliche Grüße und sei gesegnet

    Basti

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