Liebe – trotz allem

Liebe ist ja so ein Wort, bei dem uns Menschen alles mögliche einfällt. Ich bin im Moment sehr beeindruckt und überwältigt davon, wie Gott uns Menschen liebt – und das, obwohl er schon längst wusste, wie wir Menschen uns verhalten würden, was wir mit dem Leben anfangen würden und mit seiner Liebe.

In den USA ist in den vergangenen Wochen in den Medien eine große Auseinandersetzung über die Organisation “Planned Parenthood” entstanden. Es geht darum, dass diese Organisation Körperteile von abgetriebenen Kindern zu Forschungszwecken anbietet, verkauft und in meinen Augen sehr skrupellos über die Methode berichtet, wie diese Körperteile intakt “gewonnen” werden. Details erspare ich dir. Falls du dich weiter dafür interessierst, empfehle ich Dir folgende Links:

Artikel auf welt.de: “USA: Abtreibungsfirma bietet Embryogewebe zum Kauf an”

Video auf youtube.com: Verdecktes Interview bei “Planned Parenthood”

Interview mit David Daleiden (dem Mann hinter den verdeckten Interviews/Videos)

Ich kann das beim besten Willen nicht verstehen, wie Menschen so lieblos sein können und so mit Babys umgehen. Wie sehr muss erst Gott Schmerz darüber empfinden, wie Menschen mit seiner Liebe umgehen? Das übersteigt mein Denken bei weitem. Ich kann es einfach nicht fassen, wie Gott uns Menschen liebt, wo er doch genau weiß (und schon längst wusste), welchen Weg wir Menschen gehen werden.

Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hergab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden sondern das ewige Leben haben. (Die Bibel, Johannes 3,16)

Und schauen wir in die Geschichte mit ihren Kriegen, Kreuzzügen und anderen unmenschlichen Szenarien – da bleibt mir die Spucke weg, dass Gott uns Menschen liebt – und seine Liebe uns Menschen seit jeher galt, obwohl er schon wusste, wie wir Menschen uns entscheiden würden.

Wäre ich Gott und hätte das alles schon gewusst, dann….. naja. Lassen wir das.

Liebe – hier und jetzt

Als Gottes Mitarbeiter bitten wir euch: Lasst die Gnade, die Gott euch geschenkt hat, in eurem Leben nicht ohne Auswirkung bleiben. Denn Gott hat gesagt: “Ich will dein Gebet erhören. Es wird eine Zeit der Gnade für dich geben, einen Tag, an dem du meine Hilfe erfährst!” Genau diese Zeit ist jetzt da, der Tag der Rettung ist nun gekommen. (Die Bibel, 2. Korinther 6, 1+2)

Das Schöne: Gott ist ein Gott der tröstet – aber er vertröstet nicht. Seine Liebe, seine Gnade, seine Güte gilt Dir jetzt. Heute. In diesem Moment. “Genau diese Zeit ist jetzt da, der Tag der Rettung ist nun gekommen.”

Heute.

Jetzt.

Nun.

Diese Worte verwendet niemand, der vertröstet, der auf Morgen alles aufschiebt, der nicht im Hier und Jetzt lebt und handelt.

Martin Luther soll einmal gesagt haben:

Gott ist ein glühender Backofen voller Liebe, der von der Erde bis an den Himmel reicht.

Ich habe mir vorgenommen, jeden Tag eher Gottes Liebe als unsere menschlichen Unmöglichkeiten zu suchen und zu entdecken. Ich will mich nicht einlullen lassen von diesem ewig nervigen, motzenden und nörgelnden Unterton unserer Gesellschaft. Vielmehr will ich diesen glühenden Backofen, der von hier bis an den Himmel reicht, jeden Tag sehen. Und ganz ehrlich: Man muss schon blind sein, um solch einen Backofen zu übersehen.

Liebe – auch morgen

Aber eine Hoffnung bleibt mir noch, an ihr halte ich fest: Die Güte des Herrn hat kein Ende, sein Erbarmen hört niemals auf, es ist jeden Morgen neu! Groß ist deine Treue, o Herr! Darum sage ich: Herr, ich brauche nur dich! Auf dich will ich hoffen. Denn der Herr ist gut zu dem, der ihm vertraut und ihn von ganzem Herzen sucht. Darum ist es das Beste, geduldig zu sein und auf die Hilfe des Herrn zu warten. (Die Bibel, Klagelieder 3, 21-26)

Was muss Gott für eine Geduld mit uns Menschen haben. Jeden Morgen ist seine Güte und Liebe für uns da. Neu. Unverbraucht. Abrufbar. Jeden Morgen. J.E.D.E.N. M.O.R.G.E.N.

Unbeschreiblich gut. Wie die Sonne aufgeht nach einer erholsamen, schweren, schlaflosen, wohltuenden, fürchterlichen oder erquickenden Nacht. Was auch gewesen ist: Die Sonne geht auf. Und was auch gewesen ist: Gottes Liebe wird da sein. Heute. Und morgen.

Viel zu selten mache ich mir das bewusst und dennoch glaube ich, dass genau das der “doppelte Boden” meines Lebens ist: Zu wissen, dass Gottes Liebe jeden Tag für mich neu verfügbar ist. Dass er mich trägt. Liebt. Vergibt. Heilt. Zurechtweist. Ermutigt. Stärkt. Stützt. Inspiriert.

Und dass er am Kreuz von Golgatha sagt: “Ich meine das ernst. Ich mache keine Witze. Das ist kein Larifari-Romantik-Geblubber von Liebe, sondern wahr. Echt. Real. Unverwechselbar.”

Das lässt mich irgendwie staunend zurück und ich wünschte mir, dass es wahr wird bei noch so vielen Menschen: “So sehr liebt Gott diese Welt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hingab. So werden alle, die an ihn glauben, die ihm vertrauen, deren Lebensgrund und -mittelpunkt Jesus allein ist, gerettet – und eben nicht verloren gehen. Weder hier noch in der Ewigkeit.”

Ist das nicht eine faszinierende, sich verschwenderisch schenkende Liebe? Gibt es eine größere Liebe?

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