Im Rahmen unserer aktuellen Predigtreihe “Mein Held der Kirchengeschichte” habe ich am vergangenen Sonntag über den Kirchenvater “Basilius den Großen” gepredigt. Vielen wird der gute Mann nichts sagen – deswegen sei als sanfter Einstieg der Wikipedia-Artikel über ihn empfohlen. Der ist gar nicht mal so schlecht.

In den Tagen und Wochen vor der Predigt habe ich mich nochmal intensiv mit dem “Setting” beschäftigt. Sprich: Wie sah eigentlich die Weltgeschichte im 4. Jahrhundert aus und vor allem: Wie war das noch mal mit den ganzen theologischen Auseinandersetzungen und Konzilen, den Debatten um die Wesensgleichheit, Wesensähnlichkeit und der Subordination?

Und sicher: So vieles wäre über Basilius zu sagen. Keine Frage. Dieser Kirchenvater hat ein bewegtes und bewegendes Leben im 4. Jahrhundert geführt.

Und doch musste ich dann – wie alle anderen Prediger der Predigtreihe zuvor auch – ein Zitat auswählen, das Basilius in irgendeiner Weise charakterisiert. Und so habe ich folgendes Zitat aus dessen (Haupt-)Werk “De spiritu sanctu” ausgewählt:

„Ich bezeuge jedem, der Gott anruft, aber den Sohn ablehnt, dass sein Glaube vergeblich ist.“

Krasses Zitat, oder nicht?

Was wäre, wenn der nette Herr Basilius heute Bischof wäre oder werden wollte? Wäre das mit solch einer Aussage denkbar?

Es wäre zumindest eine knappe Wahl, die ihn heute zum Bischof machen würde. Wenn überhaupt.

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