In der letzten Zeit bin ich nun mehrmals auf die Geschichte gestoßen, wie das Volk Israel unter Josua den Jordan überquerte und in das verheißene Land kam – mit nassen Füßen.

Besonders aufmerksam wurde ich auf Josua 3,12-17:

Sobald ihre Füße den Jordan berühren, wird das Wasser sich flussaufwärts stauen und wie ein Wall stehen bleiben. Wenn das geschehen ist, brauche ich zwölf Männer von euch. Wählt aus jedem Stamm einen aus! Das Volk brach seine Zelte ab und war bereit, den Fluss zu überqueren. Vor ihnen gingen die Priester mit der Bundeslade. Der Jordan war wie jedes Jahr zur Erntezeit über die Ufer getreten. Als nun die Träger der Bundeslade das Wasser berührten, staute es sich. Es stand wie ein Wall sehr weit flussaufwärts in der Nähe des Ortes Adam, der bei Zaretan liegt. Das Wasser unterhalb des Walles lief zum Toten Meer hin ab. So konnte das Volk durch das Flussbett gehen. Vor ihnen lag die Stadt Jericho. Die Priester mit der Bundeslade des Herrn standen auf festem Grund mitten im Jordan, und die Israeliten zogen trockenen Fußes an ihnen vorüber ans andere Ufer. (‭Josua‬ ‭3‬:‭12-17‬ HFA)

Hätte dass Volk gewartet, bis der Jordan ein trockenes Flussbett gewesen wäre, würden sie wohl heute noch dort stehen und warten.

Die Überquerung des Jordans und damit verbunden eine neue Ära in der Geschichte des Volkes Israel war nur möglich, weil die Träger der Bundeslade sich nicht zu schade waren, nasse Füße zu bekommen. Und noch eines: sie hatten einen wagemutigen Glauben.

Gott etwas zutrauen

Sie trauten Gott etwas zu, der dies selbst Josua vorab offenbarte:

“Wenn ihr an das Wasser des Jordans herankommt, so bleibt im Jordan stehen.” (Josua 3,8b)

Wage etwas in deinem Leben und in deinem Glauben, denn Gott geht dir voran! Nirgends hat Jesus uns versprochen, dass ein Leben mit ihm risikolos und einfach wäre. Nirgends.

Was er aber versprochen hat ist, dass er mit uns durch so manchen Jordan geht und unsere Füße zwar nass werden lässt, wir aber nicht untergehen werden.
Eines wird mir immer deutlicher in unserer Zeit: Wir benötigen dringend Christen, die einen wagemutigen Glauben haben.

Menschen, die Gott mehr zutrauen als ihrem eigenen Verstand und ihren eigenen Fähigkeiten.

Menschen, die bedingungslos dem folgen, was der Heilige Geist ihnen sagt und die den Heiligen Geist nicht in ihre Denk- und Glaubensmuster einsperren und meinen, ihr eigenes Konstrukt wäre das, was der Heilige Geist von ihnen wolle.

Wagemutiger Glaube

In unzähligen Geschichten und Ereignissen der Bibel erkenne ich immer wieder ein ähnliches Schema: Gott belohnt wagemutigen Glauben und vielleicht ist das alte Sprichwort “Wer nicht wagt, der nicht gewinnt” ja gar nicht mal so unbiblisch.

Und jetzt mal ganz im Ernst: Wenn nicht in der Osterzeit, wann dann sollte in uns mehr und mehr die Erkenntnis reifen, dass ein wagemutiger Glaube nicht ins Leere läuft, sondern sein Gegenüber in dem Gott hat, der seinen Sohn von den Toten auferweckt hat!?

Denn das ist es, was diese Welt braucht: wagemutigen Glauben, der bereit ist, Risiken einzugehen, der die Nebnwirkungen nicht scheut, und der nicht den Arzt und Apotheker, sondern den Heiligen Geist um Ratschlag bittet.

Ich wünsche mir für mich persönlich, öfters den Mut zu haben, nasse Füße zu bekommen. Du auch?

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