Die Frage stellen sich nicht nur Erwachsene – auch Kinder stellen sich diese Frage. Letzt war ich mit meinen Kids im Auto unterwegs und wir sprachen über eine Person, die sehr, sehr schwer erkrankt ist – und dass es ein Wunder braucht, dass diese Frau geheilt wird.

Meine Tochter (6) war natürlich gleich voll dabei und meinte, dass Gott alles kann. Womit sie ja nicht unrecht hat.

Mein Sohnemann (8) war dann ein wenig zögerlicher und meinte: “Ja, aber er hat sie ja nicht geheilt!”

…und ich dachte nur: Stimmt. Noch nicht.

Wir kamen dann aber darauf zu sprechen, warum Gott manchmal heilt und warum manchmal nicht. Natürlich gibt es keine zufriedenstellende Antwort auf diese Frage und mir sind auch alle möglichen Denkspielchen bekannt, ob Gott nicht kann, aber will, ob er nicht will, aber kann oder ob er nicht kann und nicht will – jaja. Alles schön und gut – bringt nur nix.

Mir kam ein anderer Gedanke.

Zum einen haben wir Menschen auch nicht ansatzweise das Recht, dass wir Gott vorschreiben könnten, dass, wann und wie er zu heilen hätte. Viel wichtiger war mir aber der zweite Teil meines Gedanken: Es ist doch wunderbar, dass ich als Christ überhaupt die Option in Betracht ziehen kann, dass Gott heilt, dass er eingreift.

Natürlich habe ich auch nicht auf alles eine Antwort (Menschen, die das von sich behaupten oder sich so geben, sind mir äußerst suspekt) und manchmal hätte ich gerne die ein oder andere Antwort parat. Klar. Ja. Wäre super.

Aber für den Moment bin ich dankbar. Dankbar dafür, dass ich als Christ an einen Gott glauben kann, bei dem ich überhaupt die Option in Betracht ziehen darf,

  • dass er mich liebt.
  • dass er interessiert ist an meinem Leben.
  • dass er nicht aufhört, mich zu segnen.
  • dass er in mein Leben eingreifen kann.
  • dass er mit meinem Leben etwas vorhat.
  • dass es es durch und durch gut mit mir meint.

Ohne Witz: Ich finde, das ist schon ‘ne ganze Menge, für die ich dankbar bin – auch wenn ich das ein oder andere Mal wirklich gerne mehr Antworten als Fragen hätte.

Und nein: Das soll kein billiges Vertrösten sein. Überhaupt nicht. Aber ich bin einfach dankbar, an einen Gott glauben zu können, der als ewig existierender Schöpfer des Universums an meinen Leben und mir selbst interessiert ist. Das ist einfach sehr, sehr cool!

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