Tag 16

    Der Menschensohn ist nämlich gekommen, um Verlorene zu suchen und zu retten.

    Lukas 19,10
    Mitten im Alltag

    Das war die Mission Jesu: Menschen suchen, die verloren sind, um sie zu retten. Ich weiß, dass wir nicht Jesus sind – du nicht, ich nicht. Dennoch habe ich heute mal wieder eine kleine Challenge für dich. Aber ich hole ein wenig aus.

    Wenn du diesen Adventskalender liest, gehörst du zu den privilegierten Menschen auf diesem Planeten, weil du Strom hast, Internet, lesen kannst – und vermutlich auch ein Dach über dem Kopf und genug im Kühlschrank. Ist das alles dein Verdienst? Teilweise vielleicht. Vor allem aber ist es eines: Gottes Gnade, weil er dich gesucht und gefunden hat.

    Du bist heute, wo und wer du bist, weil nicht nur Gottes Gunst und Gnade über deinem Leben ist, sondern auch, weil es Menschen gab (und gibt), die in dich investiert haben: Familie, Freunde, Bekannte, Lehrer, Vorgesetzte und Menschen, die vielleicht nur kurz in dein Leben traten, um dich ein Stück Lebensweg zu begleiten. Du warst und bist nie alleine.

    Wie wäre es, wenn du dir für die restlichen Tage bis Weihnachten vornimmst, eine Person zu suchen, “die verloren ist”. Das kannst du geistlich verstehen, also jemand, der Jesus noch nicht kennt. Oder du kannst es gesellschaftlich verstehen: Eine Person, die am Rande steht, die “durch’s Netz gefallen ist”, die einfach viel Pech im Leben hatte oder die kaum jemanden an ihrer Seite hat.

    An Weihnachten werden wir nicht nur unsere – hoffentlich – einzigartigen Gottesdienste mit Mr. Joy haben und den Wimmelgottesdienste für Familien (www.weihnachten-im-wutachtal.de). Ich werde an Heiligabend am Vormittag in das örtliche Pflegeheim gehen und dort einen Weihnachtsgottesdienst feiern. Und ich verrate dir ein kleines Geheimnis: mir ist gerade dieser Gottesdienst sehr, sehr kostbar und liegt mir unglaublich am Herzen. Deswegen habe ich tolle Musiker mit dabei, die ihn mitgestalten und wir werden jedem Bewohner und jeder Bewohnerin (und dem Personal dort natürlich auch) ein kleines Geschenk mitbringen. Mich bewegt es nämlich zutiefst, dass es gerade “die Alten”, die Senioren, die Gebrechlichen sind, die Weihnachten i im Pflegeheim verbringen – und manche von ihnen bekommen nicht einmal Besuch. Das tut mir weh. Und ich möchte wenigstens ein bisschen mit meinem Team zusammen den Menschen dort das “Licht von Weihnachten” – Jesus selbst – strahlen lassen in der Hoffnung, dass gerade sie sich von Jesus suchen und finden lassen.

    Du musst ja nicht gleich einen Gottesdienst organisieren – aber gibt es in deinem Umfeld Menschen, die “verloren” sind? Eine Person? Mach ihr doch zu Weihnachten eine Freude und lass sie wissen, dass Gott sie liebt und Jesus für genau diese Person in diese Welt kam.

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    Bloggen ist mehr als nur Schreiben. Bloggen ist kreatives Denken, out of the box, nicht immer politisch korrekt – aber dafür von Herzen. Ehemann // Familienvater // Pfarrer // Autor // Visionär // Whisky // Grillen // Apple // KSC //