Tag 5

    Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus! In seinem großen Erbarmen hat er uns neues Leben geschenkt. Wir sind neu geboren, weil Jesus Christus von den Toten auferstanden ist, und jetzt erfüllt uns eine lebendige Hoffnung.

    1. Petrus 1,3

    Wie lebendig ist deine Hoffnung? Die Frage darf man ja mal stellen, oder nicht? Naja. Ich mach’s einfach. Denn oftmals habe ich bei Christen den Eindruck, dass man ihre Hoffnung ziemlich lange suchen muss, da sie nicht besonders lebendig daherkommt. Da ist der Alltag, die Sorgen, der Job, die Familie, die Gemeinde und alles, was sich halt so “Leben” nennt – nur unsere Hoffnung ist nicht so ganz lebendig. Eigentlich schade. Denn stell dir mal vor, deine Hoffnung wäre lebendig. Das heißt: sie bestimmt dein Denken und Handeln, sie beflügelt dich im Alltag und sie lässt dich nicht an Dingen verzweifeln. Sie lässt dich im Mitmenschen das Beste suchen und rechnet immer damit, dass Gott konkret im Hier und Jetzt in dein Leben eingreift. Sie nimmt dich in den Arm und sagt dir zu: “Das hier ist nicht alles, mein Kind. Du bist zu etwas viel Größerem geboren. Und denke immer daran: das hier ist nicht dein Zuhause – denn das ist die Ewigkeit mit deinem himmlischen Vater.”

    Wie sehr wünsche ich mir (und ich wünsche es auch dir), dass mein Alltag so von Hoffnung erfüllt wäre – von einer lebendigen Hoffnung. Nur leider – du ahnst es schon – ist es weder bei dir noch bei mir der Fall. Sorry, wenn ich dich hiermit vereinnahme. Aber wie wäre es, wenn du dir heute mal bewusst ein bisschen Zeit nimmst und überlegst: Wie kann die Hoffnung in meinem Leben noch lebendiger werden? Das kann eine feste Zeit sein, in der du in der Stille Gott begegnest und auftankst. Das können lauter Post Its in der Wohnung sein, mit denen du dich an Hoffnung erinnerst – aber sprich es bitte mit den Menschen ab, die ebenfalls in deiner Wohnung leben. Sonst gibt’s Ärger. Das kann aber auch der Hintergrund auf deinem Smartphone sein, de dich daran erinnert – schließlich hast du das Smartphone jeden Tag ganz oft in der Hand. Oder aber du stellst dir einen wiederkehrenden Reminder (neudeutsch “Erinnerungen”) in deinem Smartphone, der dich an deine Hoffnung erinnert. Was auch immer es ist: Probier das aus und frag den Heiligen Geist, was dir gut tut und hilft, die Hoffnung lebendig zu halten. Gib die Hoffnung nicht auf – Gott tut es auch nicht!
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