Lass uns mal so tun, als würden diese beiden Sätze stimmen. „Jesus starb nicht stellvertretend für unsere Sünden. Jesus ist an Ostern nicht leibhaftig auferstanden.“
Was wäre dann? Wir wären allesamt verloren und könnten den christlichen Glauben (der dann ein solcher gar nicht wäre) an den Nagel hängen.
Warum? Darauf gehe ich in dieser Folge ein.
Und keine Sorge: Am Ende gebe ich dir einige Gedanken mit, die es ziemlich unmöglich machen, die leibliche Auferstehung von Jesus zu leugnen!
Der angesprochene Artikel auf meinem Blog zu „Jesus im ersten Teil der Bibel:
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Longevity ist ein großer Trend derzeit. Transhumanismus ist ein großer Forschungsbereich. Hinter beidem steht der uralte Wunsch des Menschen, unsterblich zu sein – oder zumindest den Tod so weit es nur geht hinauszuzögern.
Wie ist das aus christlicher Perspektive zu beurteilen? Ist das womöglich der Ersatz für das „ewige Leben“? Welchen Gefahren setzt sich der Mensch aus und worauf sollten wir unser Vertrauen setzen?
Um all diese Fragen (und noch so manches mehr) geht es in dieser Folge.
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Ich gebe zu, dass der Titel schon ein bisschen reißerisch ist. Aber diese Frage ist mir in den sozialen Medien immer wieder begegnet. Auslöser ist das Geschehen im Nahen Osten und den Krieg rund um Israel und Iran.
Aber ganz ehrlich: So gut mancher Content auch ist, gibt es leider einige Äußerungen, die mir ziemlich auf die Nerven gehen, weil sie recht unqualifiziert sind.
Mach nicht mit bei der Panikmache! Wie? Das erläutere ich dir anhand des Bibelverses 2. Timotheus 1,7: „Gott hat uns nicht gegeben einen Geist der Feigheit, sondern der Kraft, der Liebe und der Selbstbeherrschung.“
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Warte! Bevor du jetzt sagst: „Ich bin kein Tagebuchschreiber“ – lies weiter! Denn es geht um mehr. Viel mehr! Es geht um dich. Um deinen Glauben. Um deine Bibellektüre. Um das Wort Gottes. Um die verändernde Kraft des Wortes Gottes. Um Studien, die genau das belegen und um 30 Tipps, wovon ich Tipp Nr. 28 besonders genial finde.
Gut. Danke, dass du weiterhin am Start bist.
„Blühende Worte. Dein Bibellese-Journal“ von Jeannette Mokosch beinhaltet so viel Hilfreiches und Inspirierendes:
Viele Seiten, um während deines Bibelstudiums dir Notizen zu machen
30 Tipps (oder eher Gedanken), die dich hineinnehmen in die große weite Welt des Bibellesens
Lesepläne, mit denen du in einem Jahr die gesamte Bibel oder den ersten bzw. den zweiten Teil der Bibel durchliest
motivierende, inspirierende und herausfordernde Fragen im Journal-Teil
last but not least: eine wunderschöne Ästhetik – allein dadurch wirst du das Buch nicht so schnell aus der Hand legen
Ich selbst bin kein „Journaling-Typ“ in der Hinsicht, dass ich in ein extra Buch Gedanken und Fragen aufschreibe, die mir beim Bibellesen kommen. Ich bin eher der Typ „Bitte mehr Schreibrand!“. Denn meine Notizen kommen direkt in die Bibel rein.
Für jeden was dabei
Aber ganz egal, welchem Team du dich zugehörig fühlst: „Blühende Worte. Dein Bibellese-Journal“ hat für jeden etwas.
Ich habe es oben schon kurz erwähnt: In einem ersten Teil schreibt Jeannette Mokosch 30 Tipps zum Bibellesen, die großartig sind. Das reicht von ganz praktischen Hinweisen zum Farbsystem, mit dem du deine Bibel markierst bis hin zu grundsätzlichen Überlegungen, welche Bibelübersetzung die richtige für dich ist. Diese Tipps sind nicht nur ein paar Schlagworte, sondern ein bis zwei Seiten umfassende Gedanken. Kurz, ja – und doch gehaltvoll!
Es geht um den richtigen Ort, die richtige Zeit und wie du dich auf dein tägliches Lesen in der Bibel richtig gut vorbereiten kannst.
Darüber hinaus gibt dir Jeannette Mokosch einige „Nuggets“ mit auf den Weg, die sie aus diversen Studien rund um das Bibellesen gefunden hat (und die sind wirklich großartig!).
Aus eigener Erfahrung als Gemeindepfarrer weiß ich, dass das Lesen der Bibel schon lange nicht mehr selbstverständlich in christlichen Gemeinden ist, dass es aber in den letzten Jahren auch einige verheißungsvolle Aufbrüche in diesem Bereich gab und gibt, was mich hoffnungsvoll stimmt.
Und mit diesem Wort „hoffnungsvoll“ würde ich „Blühende Worte. Dein Bibellese-Journal“ beschreiben. Jeannette Mokosch schafft es, ihre so große Leidenschaft für die Bibel in Worte zu fassen und diese so zu wählen, dass sie mich begeistern und inspirieren. Ich bin mir sicher: Wenn du alleine diese 30 Tipps gelesen hast, wirst du mehr Freude am Bibellesen haben und mehr Verlangen danach, wirklich täglich in Gottes Wort zu lesen.
Und um dir jetzt so richtig einen „Floh ins Ohr zu setzen“: Tipp Nr. 28 ist einfach nur genial!
Ich kann „Blühende Worte. Dein Bibellese-Journal“ nur empfehlen. Und das Gute: Ob du nun ein Newbie im Bibellesen bist oder schon seit vielen Jahren mit der Bibel unterwegs bist: Das Buch wird dich inspirieren und ermutigen zugleich. Jeannette Mokosch schreibt so mega ehrlich und offen, dass es nicht schwer fällt, sich mit hinein nehmen zu lassen in ihre Faszination für die Bibel.
Must Read
Alleine wenn du ein paar Inspirationen und Gedanken der Ermutigung gebrauchen kannst, warum das Lesen der Bibel dein Leben wirklich positiv verändert, ist „Blühende Worte. Dein Bibellese-Journal“ genau das Richtige für dich.
Unabhängig davon empfehle ich dir, auf ihrer Website www.jeannettemokosch.com zu stöbern und ihr auf Instagram zu folgen, denn dort bekommst du noch mehr Input für dein ganz persönliches Lesen und Leben mit der Bibel.
Jeannette Mokosch: Blühende Worte. Dein Bibellese-Journal
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In diesem Podcast bekommst du Anregungen und Inspiration wie „einfach glauben“ mitten im 21. Jahrhundert, mitten im Alltag, mitten in deinem Leben geht.
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Heute bin ich auf Instagram auf zwei Beiträge aufmerksam geworden. Beides Mal – das unterstelle ich den jeweiligen Protagonisten einfach mal im Guten – wollten Menschen (Pfarrer) andere Menschen „in die Kirche bringen“. Das eine Mal waren es Yoga-Begeisterte und das andere Mal Harry Potter-Fans.
Also wurde die Kirche kurzerhand zu einem Fitness-Tempel umfunktioniert, jede Menge Matten ausgelegt und Menschen konnten ihre Yoga-Übungen unter Anleitung in einem gottesdienstähnlichen Setting, denn immerhin gab es ein Votum, Gebet und sogar eine kurze Predigt, verrichten.
Die Harry Potter-Fans wurden schon mit Nebelschwaden und gleißendem Farblicht in der Kirche willkommen geheißen und jede Menge (scheinbare?) Parallelen zwischen dem christlichen Glauben und Harry Potter wurden in den Raum gestellt.
Noch mal: Ich unterstelle den Verantwortlichen dieser Inszenierungen gute Absichten. Und natürlich fanden diejenigen, die sich davon ansprechen ließen und diese Art von Kirchenveranstaltung besuchten, das Ganze richtig gut (sonst wären sie a) nicht zur Veranstaltung gekommen und b) im Video nicht zu Wort gekommen).
Doch: Wozu das alles?
Um Menschen „in die Kirche zu bringen“. Aber was genau bedeutet das? Sollen Menschen einfach einen neuen Zugang zum Kirchengebäude bekommen? Sollen Schwellen niedrig und Berührungsängste abgebaut werden? Sollen Menschen einfach für Übersinnliches interessiert werden? Sollen Menschen Jesus Christus begegnen?
Was – um alles in der Welt – ist also Ziel des Ganzen?
Folgender Kommentar fand sich unter dem Artikel zum Yoga-Gottesdienst:
Versetzen wir uns doch mal hinein in die ersten Christen. Sie sind – spätestens in der zweiten Generation – umgeben von Verfolgung in einer Gesellschaft, die ungöttlich ist. Heidnische (Mysterien-)Kulte spielen eine große Rolle, die Menschen opfern ihren Göttern alles Mögliche (und Unmögliche), sind auf der Suche nach einem spirituellen Erlebnis und übernatürlichen Event. Heute nennen wir es: Yoga und Harry Potter.
Damals waren es der Mithras-Kult (zu dem es die wildesten Spekulationen gibt, inwiefern manche Christen Teil dieses Kultes waren), der Isis- und Osiriskult oder schlicht und einfach die Anbetung des Gottes „Pan“. Ich hab‘ dir hier mal ein Foto, das ich gemacht habe, als ich letztes Jahr in Israel war. Ganz im Norden des Landes findet sich eine Opferstätte dieses Gottes Pan, wo die wildesten und perversesten Opferpraktiken vollzogen wurden. Der Ort heißt heute Banjas – zu biblischen Zeiten Cäsarea Philippi. Von dem Loch im Felsen nahm man übrigens an, dass es der Eingang zur Unterwelt gewesen sei.
Um es auf den Punkt zu bringen: Christen haben sich seit jeher dadurch ausgezeichnet, dass sie eine konterkulturelle Lebensweise praktizierten. Das bedeutet, dass sie nicht einfach nur „gegen etwas waren“ – das wäre kontrakulturell. Nein – vielmehr waren Christen immer konterkulturell, stell es dir wie beim Fußball vor: Wer einen Angriff abwehrt und zum Gegenangriff ansetzt, spielt einen „Konter“. Es geht also nicht nur darum, dagegen zu halten, sondern selbst wiederum „nach vorne zu gehen“, proaktiv zu sein, einen Punkt (ein Tor) machen zu wollen.
Genau das zeichnet Christen aus: Sie leben in einer Kultur, in einer Gesellschaft, die in vielen Teilen dem widerspricht, wie Gott sich das Leben der Menschen vorgestellt hat. Deswegen sagt Gott durch Paulus:
Und seid nicht gleichförmig dieser Welt, sondern werdet verwandelt durch die Erneuerung des Sinnes, dass ihr prüft, was der Wille Gottes ist: das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene. Römer 12,2 (Elberfelder Übersetzung)
Was wäre besser?
Jesus im Zentrum, so wie es Chris Schuller in seinem Kommentar auf Instagram geschrieben hat. Ich werde nicht müde, genau das immer und immer wieder zu betonen: Als Christen (und erst recht als Theologen/Pastoren/Pfarrer) ist es nicht unsere Aufgabe, die Kirchen zu füllen, sondern Menschen zu Nachfolgern von Jesus zu machen. So wie er es selbst gesagt hat: „Macht zu Jüngern alle Völker…“ (Matthäus 28,19). Das ist der Auftrag.
Dieser Auftrag wird dort erfüllt, wo wir uns darauf verlassen, dass eine biblische Verkündigung vollkommen ausreicht, um Menschen für Jesus zu gewinnen. Dazu gehört der Aufruf zur Umkehr und Buße genauso wie die Verheißung, dass der, der von neuem geboren wird durch den Heiligen Geist, ewiges Leben empfangen hat und nichts mehr dafür tun muss. Jede Sehnsucht, jeder Durst nach Leben, jedes ungestillte Bedürfnis kommt zur Vollendung, wenn wir ein Kind Gottes werden (was wir nicht durch unsere Natur sind, denn durch diese sind wir Geschöpfe, aber nicht Kinder Gottes). Wie? Recht einfach:
So viele ihn [die Rede ist von Jesus] aber aufnahmen, denen gab er die Vollmacht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben.Johannes 1,12
Als Kirche haben wir einen USP (Unique Selling Point): Das Evangelium von Jesus Christus. Die gute Nachricht, dass er für die Sünde eines jeden Menschen stellvertretend am Kreuz auf Golgatha gestorben ist (Römer 3,23-25), um den Schuldbrief zu tilgen, der den Menschen so schwer belastet (Kolosser 2,14), und uns neues, ewiges Leben zu schenken (Johannes 4,13-14).
Das ist unsere Botschadft.
Das macht Kirche aus.
Und vor allem: Das müssen Menschen hören, um für Zeit und Ewigkeit gerettet zu werden und ein Leben zu führen, wie es sich ihr Schöpfer vorgestellt hat.
Es hat noch nie „funktioniert“ und es wird auch nie funktionieren, dass über solche Aktionen Menschen nachhaltig zum Glauben an Jesus kommen.
Natürlich: die (säkularen) Medien finden es cool, manche Menschen finden es cool und der Algorithmus auf Instagram springt im Dreieck. Und jetzt? Ist das der Auftrag von Kirche, dass Menschen und Medien uns „cool finden“? Jesus hat seinen Nachfolgern etwas ganz anderes verheißen.
Sensibilität gegenüber verfolgten Christen
Ich frage mich bei solchen Yoga- und Harry Potter-Aktionen (wie gesagt: Ich möchte die besten Absichten unterstellen!) immer, wie das wohl auf verfolgte Christen wirkt. Also nehmen wir nur mal die Glaubensgeschwister im Iran und in Somalia. In beiden Ländern kann es dich das Leben kosten, wenn du dich als Christ „outest“.
Sie leben ein „konterkulturelles Leben“ par excellence und sehen, wie Christen im Westen sich an die Gesellschaft und Kultur anbiedern, um Menschen zu bespaßen im Namen der Kirche, wo sie selbst um ihr Leben fürchten müssen und Entsetzliches schon erlebt haben, „nur“ weil sie in der Bibel lesen und Jesus nachfolgen.
Sollten unsere verfolgten Glaubensgeschwister davon mitbekommen, bin ich mir ziemlich sicher, dass ihre Reaktion die ist, dass sie für uns hier im Westen beten. Und das zurecht!
Noch mehr inspirierenden Content bekommst du in meinem Podcast „Einfach glauben“. In einer immer komplexer werdenden Welt, helfe ich dir genau dabei: einfach glauben!
In diesem Podcast bekommst du Anregungen und Inspiration wie „einfach glauben“ mitten im 21. Jahrhundert, mitten im Alltag, mitten in deinem Leben geht.
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Seit Monaten stehen Christen unter Beschuss: Fragwürdige „Dokumentationen“ im Fernsehen oder auf YouTube über so genannte „Christfluencer“ und über christliche Gemeinden machen die Runde.
Aber auch im persönlichen Leben stellen viele Christen fest: Der Druck wird größer.
Warum ist das so? Und warum ist das eigentlich „ganz normal“?
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„Ich habe einen Schatz gefunden“ singt die Band Silbermond in ihrem Hit „Das Beste“. Ob sie die „Elberfelder Bibel. Die große Studien- und Kommentarausgabe“ meinten? Man weiß es nicht. Aber ich weiß es: Diese Bibel ist ein wahrer Schatz!
Im englischsprachigen Raum ist die „ESV Study Bible“ DIE Studienbibel schlechthin. Die hier besprochene Ausgabe der Elberfelder Bibel ist die deutsche Übersetzung davon bzw. die überarbeitet deutsche Fassung, da nicht alles 100% übernommen wurde, wie es in den Bemerkungen der deutschen Herausgeber zu lesen ist:
Über die Erklärungen hinaus enthält diese Studien- und Kommentarausgabe eine Vielzahl von anderen weiterführenden Texten, wobei wegen fehlender Relevanz oder juristischer Probleme im deutschen Sprachraum nicht alle Artikel der Originalausgabe übernommen wurden.
Aber alles der Reihe nach.
Zugrunde liegt der Text der Elberfelder Bibelübersetzung (Textstand TS 33), welcher an sich schon eine an den Ursprachen der Bibel (Hebräisch, Aramäisch, Griechisch) sehr nahe Übersetzung ist. Es mag zunächst ein wenig belanglos klingen, aber je mehr man in dieser Bibelausgabe liest, desto wichtiger wird dieser Aspekt: Der Text ist richtig gut und schön gesetzt. Typografie, Abstände und Ausrichtung sind so gut, dass das Lesen an sich schon Freude macht – gut: Das sollte beim Wort Gottes immer der Fall sein.
Aber (leider) kenne ich Bibelausgaben, in denen der Text nicht gut gesetzt ist, was das Lesen erschwert. Wie schön, dass dieses Hindernis in der „Elberfelder Bibel. Die große Studien- und Kommentarausgabe“ nicht gegeben ist.
Doch kommen wir nun zum Eigentlichen – zum oben schon angesprochenen Schatz. Eigentlich müsste ich „Schatzkiste“ sagen, denn in dieser finden sich ganz viele wertvolle Dinge. So auch in der „Elberfelder Bibel. Die große Studien- und Kommentarausgabe“.
Erklärungen/Kommentare
Ich nenne diesen Bereich einfach mal den „Kommentarbereich“. Was ich damit meine? Auf (fast) jeder Seite der „Elberfelder Bibel. Die große Studien- und Kommentarausgabe“ findest du ihn: Einen Bereich unten auf der Seite, in dem sich jede Menge Erklärungen und Kommentare zu einzelnen Versen oder Abschnitten im biblischen Text befinden.
Diese Kommentare und Erklärungen sind unterschiedlicher Art. Mal erklären sie einen großen biblischen Zusammenhang, mal zeigen sie unterschiedliche theologische Positionen zu einer nicht ganz einfachen Bibelstelle auf und mal sind es einfach sachliche Erklärungen bspw. zu Größen oder (Maß-)Einheiten, die ja allesamt aus einer Zeit stammen, die uns heute nicht mehr ganz so geläufig ist.
Wie groß dieser Kommentarbereich ist? Ganz unterschiedlich. Das hängt davon ab, was die Herausgeber als „kommentar-“ oder „erklärungswürdig“ hielten. Interessant dazu ist ein Hinweis in den einleitenden Seite der „Elberfelder Bibel. Die große Studien- und Kommentarausgabe“:
Die große Studien- und Kommentarausgabe der ELBERFELDER BIBEL enthält zwei Textsorten. Zunächst einmal die Texte der Bibel, also die Worte von Gott an uns. Sie stehen auf jeder Seite in einem vergleichsweise größeren Druckbild. Und ferner die Erklärungen, die lediglich menschliche Worte sind. Sie stehen kleiner gedruckt im unteren Teil der Seiten. Die unterschiedlichen Schriftgrößen sollen den Lesern bewusst machen, dass die Worte der Bibel selbst unendlich wertvoller sind als die Worte der Erklärungen.
Großartiges Zusatzmaterial
Zusätzlich zu den Erklärungen und Kommentaren gibt es großartiges Zusatzmaterial.
Das sind zum einen thematische Artikel am Ende der Bibel. Ich kann hier nur einen kleinen Auszug wiedergeben von dem, was sich dort findet. Überschrieben ist dieser ca. 200 (!) Seiten umfassende Bereich mit „Weiterführende Artikel zu Theologie, Ethik und der Bibel.
Dort finden sich zu folgenden Themen/Überschriften lesenswerte und hilfreiche Artikel: Gottes Heilsplan, Die Lehre der Bibel: Ein Überblick (darin geht es um Themen wie das Wesen Gottes, die Dreieinigkeit Gottes, die Person Christ, der Heilige Geist, das Werk Christi u.a.), Die Ethik der Bibel: Ein Überblick (Themen sind u.a.: Der Beginn des Lebens und die Abtreibung, Bioethik, Das Ende des Lebens, Ehe und Sexualethik, Krieg, Wahrheit und Lüge u.a.), Die Bibel verstehen, Die Bibel lesen, Der biblische Kanon, Die Zuverlässigkeit der Bibelhandschriften, Die Bibel und die Weltreligionen, Die Heilsgeschichte im Alten Testament und viele andere.
Weiteres großartiges Zusatzmaterial sind Karten und Zeichnungen, Abbildungen und Tabellen. So findet sich bspw. auf der Seite von Römer 8 im Kommentarbereich eine Tabelle, in der kurz und übersichtlich dargestellt wird, wo in Römer 8 von welcher Person der Dreieinigkeit (Vater, Sohn, Heiliger Geist) die Rede ist – mega hilfreich.
Ebenso helfen gerade im ersten Teil der Bibel, in dem so viele Namen, Orte und Länder vorkommen, zahlreiche Karten und Kartenausschnitte, sich zurechtzufinden.
Besonders schön: Dieses Karten- und Bildmaterial ist farbig.
Inzwischen finden sich solche Einführungen in manchen Bibelausgaben und meiner Meinung nach ist das auch unerlässlich. Wann wurde das vorliegende Buch geschrieben? Von wem wurde es geschrieben? Wer waren die Adressaten? Welche Themen werden in diesem Buch behandelt? Wo gibt es Stolpersteine und nicht ganz einfache Stellen – sowohl im Text als auch in der Entstehung?
Diesen so genannten „Einleitungsfragen“ gehen die Herausgeber der „Elberfelder Bibel. Die große Studien- und Kommentarausgabe“ nach und schreiben zu Beginn eines jeden biblischen Buches einige (wenige) Seiten genau darüber. Und wieder ist es so hilfreich, dass diese Übersichten zu den biblischen Büchern sich nicht in irgendeinem Anhang befinden, sondern direkt auf den Seiten vor dem jeweiligen biblischen Buch.
Das Beste „Feature“ zum Schluss
Naja, die Headline ist ein bisschen reißerisch. Es ist eher die Gesamtschau auf diese Bibelausgabe, die mich so fasziniert, denn: All diese oben genannten Schätze findest du im „Fließtext“. Du musst nicht ständig hin- und herblättern oder ein Inhaltsverzeichnis bemühen.
So finden sich die Erklärungen bzw. Kommentare wie oben schon geschrieben direkt im unteren Teil der Seite. Aber auch alle weiterführenden Materialien wie Übersichten, Tabellen und Karten finden sich direkt im „Kommentarbereich“. Das ist besonders dann von ganz großem Nutzen, wenn du bspw. davon liest, dass Jesus sich in das Gebiet von Galiläa zurückzieht und du unten auf der Seite einen Kartenausschnitt mit dem See Genezareth und einigen Orten hast. Du findest dich sofort darin zurecht und bekommst jede Menge Zusatzinformationen, welche eigentlich nur eine Sache zum Ziel haben: Dass du beim Lesen den biblischen Text noch besser verstehst.
Theologische Ausrichtung
Wenn sich in einer Bibel so viele Erklärungen, Kommentare und Artikel finden, stellt sich die Frage: Welcher theologischer Ausrichtung sind diese zusätzlichen Texte?
Dazu zitiere ich zunächst die Herausgeber selbst:
Die große Studien- und Kommentarausgabe der ELBERFELDER BIBEL vertritt die klassisch-konservative Theologie in der Tradition der protestantischen Reformation. (Ausschließlich in diesem Sinn wird auch der Begriff „evangelikal“ verwendet.) Die Erklärungen wurden in der Überzeugung geschrieben, dass die Bibel vollkommen wahr ist. Bei Textstellen, in denen es angeblich Irrtümer oder Widersprüche gibt, werden mögliche Lösungen angeboten. Manchmal werden in den Erklärungen auch Auslegungen erwähnt, die nicht mir der klassischen evangelikalen Lehrmeinung übereinstimmen, um darzulegen, wie wund warum solche Ansichten im Widerspruch zur Bibel stehen. Im Rahmen der reformatorischen Theologie im Allgemeinen orientieren sich die Verfasser zuweilen an deren reformierter Ausprägung, die in den USA, der Schweiz und den Niederlanden verbreiteter ist als in Deutschland.Elberfelder Bibel. Die große Studien- und Kommentarausgabe, S.VIII
Damit ist die theologische Ausrichtung der „Elberfelder Bibel. Die große Studien- und Kommentarausgabe“ gut beschrieben, wobei ich vor allem den letzten Satz sehr, sehr hilfreich finde. Meiner Wahrnehmung nach gibt es zwischen „klassisch konservativer“ bzw. „klassisch evangelikaler“ Schriftauslegung im deutschsprachigen Raum durchaus einige Unterschiede zu einer klassisch reformierten (nicht reformatorischen!) Schriftauslegung, was sich auch schon in der kirchlichen Landschaft im deutschsprachigen Raum zeigt, wenn man bspw. streng reformierte Theologen aus (Frei-)Kirchen mit „klassisch evangelikalen“ Theologen bzw. deren Auslegungen biblischer Texte vergleicht.
Wer ist Zielgruppe?
Die gute Nachricht: Du musst nicht Theologie studiert haben, um die „Elberfelder Bibel. Die große Studien- und Kommentarausgabe“ zu lesen – denn du studierst Theologie, wenn du sie liest: Das Lesen dieser Bibel mit ihren Erklärungen, Kommentaren und dem weiteren Zusatzmaterial ist im besten Sinn ein „theologisches Studieren“. Deswegen empfehle ich jedem, der tiefer einstiegen möchte in biblische Texte, in die Kultur und den Kontext biblischer Texte aber auch in theologische Fragen und Auseinandersetzungen (unserer Zeit) die Anschaffung dieser Bibelausgabe. Unbedingt! Ich selbst bin – wie man wahrscheinlich unschwer erkennen kann – absolut begeistert von dieser Ausgabe des Wortes Gottes.
Einziger Wermutstropfen: Die „Elberfelder Bibel. Die große Studien- und Kommentarausgabe“ ist nicht gerade günstig. Die Standardausgabe kostet 130 EUR, die Ausgabe mit Ledereinband und Goldschnitt 180 EUR. Das ist nicht wenig Geld, ja. Gleichzeitig muss jedoch auch deutlich gesagt werden: Die „Elberfelder Bibel. Die große Studien- und Kommentarausgabe“ enthält ja nicht „nur“ den biblischen Text, sondern mit all dem (in Auszügen oben aufgeführten) Zusatzmaterial, eine kleine theologische Bibliothek.
Oder anders ausgedrückt: Das ein oder andere Lexikon sowie der ein oder andere Kommentar zu „Zeit und Umwelt der Bibel“ ist in dieser Ausgabe enthalten, wodurch der Preis in meinen Augen gerechtfertigt ist – bei allem Verständnis dafür, dass es an und für sich nicht wenig Geld ist.
Aber ich bin mir sicher: Wer die „Elberfelder Bibel. Die große Studien- und Kommentarausgabe“ sein eigen nennt, wird mir zustimmen, eine wahre Schatzkiste in den Händen zu halten.
„Elberfelder Bibel. Die große Studien- und Kommentarausgabe“
Noch mehr inspirierenden Content bekommst du in meinem Podcast „Einfach glauben“. In einer immer komplexer werdenden Welt, helfe ich dir genau dabei: einfach glauben!
In diesem Podcast bekommst du Anregungen und Inspiration wie „einfach glauben“ mitten im 21. Jahrhundert, mitten im Alltag, mitten in deinem Leben geht.
Meinen Podcast „Einfach glauben“ findest du auf allen gängigen Podcast-Plattformen. Anklicken, anhören, abonnieren.
Sorgen sind echt eklig. Am liebsten hätten wir sie nicht – und doch machen wir uns ziemlich viele. Aber was hilft wirklich gegen Sorgen? Wie werde ich sie los? Geht das überhaupt?
Darauf gehe ich in dieser Podcastfolge ein.
Ebenso gebe ich dir zu Beginn der Folge ein paar Gedanken rund um den Iran mit. Was dort momentan geschieht, ist wirklich sehr, sehr besonders. Vor allem, wenn man es aus biblischer und geistlicher Perspektive betrachtet. Denn wusstest du, dass der Iran in der Bibel an vielen Stellen vorkommt?
Du willst deine Fragen loswerden, die dann eventuell Gegenstand einer Podcast-Folge werden? Du willst Feedback loswerden oder persönlich etwas loswerden bzw. eine Frage stellen?