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Richter. Fragwürdige Helden und der wahre Held

Es gibt Abschnitte und ganze Bücher in der Bibel, da stellt man sich die Frage:

Warum um alles in der Welt steht das in der Bibel?!Tim Keller: Richter, S.10

Solch ein Buch ist auch das Buch Richter aus dem ersten Teil der Bibel.

In Kinderbibeln und manch animierten Filmen kommen die Richter Simson und Gideon mit ihren Heldentaten noch ganz gut davon. Aber allerspätestens, wenn man die letzten Kapitel des Richterbuches liest, reibt man sich verwundert die Augen.

Und dann kommt Tim Keller ins Spiel. Einer der begnadetsten und einflussreichsten Theologen der letzten Jahrzehnte. Ein scharfsinniger Denker, leidenschaftlicher Prediger, menschenliebender Pastor – und einfach: ein Brain!

Mehr als ein historisches Dokument

Um es kurz und ehrlich zu sagen: Seine Auslegung bzw. sein Kommentar zum Richterbuch hat mir die Augen geöffnet und mich so vieles verstehen lassen, was ich bisher eher als theologisch schwierig und schwer zu verstehen ansah – was er übrigens im Buch selbst auch immer und immer wieder betont: Manche Stellen und Begebenheiten im Richterbuch sind regelrecht verstörend.

Das Buch Richter zeigt uns, dass die Bibel kein Buch der „Werte“, keine Sammlung von inspirierenden Geschichten ist. Warum? Weil es in der Bibel (im Gegensatz zu den Büchern anderer Religionen) nicht um einen Moralkodex geht, den wir umsetzen sollen. Ihr Thema ist der barmherzige und langmütige Gott, der fortwährend in und durch uns wirkt – trotz unseres ständigen Widerstands gegen seine Ziele. Letztlich gibt es nur einen Helden in diesem Buch, und das ist Gott.Tim Keller: Richter, S.10

Das ist die Quintessenz aus dem Richterbuch, wie Tim Keller sie sieht. Wie gut, dass er das gleich zu Beginn des Buches postuliert, da es ungemein hilft, die kommenden Seiten noch besser zu verstehen.

Keller geht in seinem Richter-Kommentar zwar am biblischen Text entlang, aber entwirft Kapitel, deren Überschriften schon alles sagen. Alleine das erste Kapitel würde sich lohnen, mehrmals hintereinander zu lesen, um die Tiefe dessen, was Keller in Richter 1,1 bis 2,5 findet noch besser zu verinnerlichen. Von „halbherziger Nachfolge“ ist die Rede – und wenn man die angegebenen Stellen, auf die er sich bezieht, unter dieser Überschrift liest, scheint es fast so, als ob sich ganz neue Dimensionen des Bibelverständnisses eröffnen. Und das Gute: Das geht im gesamten Buch so weiter.

Tim Keller schafft es auf großartige Weise, das Richterbuch nicht einfach nur als ein historisches Dokument von teilweise grausamen Geschichten darzustellen, in denen Gott scheinbar nur am Rande vorkommt, sondern es ist und bleibt genauso lebendiges Wort Gottes wie der Römerbrief oder die Weihnachtsgeschichte aus dem Lukasevangelium. Ich habe es selten erlebt, dass aus einem scheinbar „schwierigen Buch“ so viel lebendiges Gotteswort „herausgezogen“ wird.

Sechs Wahrheiten für unser Leben

In der Einleitung schreibt Keller:

Welche zentralen Aussagen – oder anders gesagt: welche Wahrheiten über Gott – möchte der Verfasser uns für unser Leben vermitteln? Tim Keller: Richter, S.10

Diese Frage beantwortet Keller mit sechs Wahrheiten, deren „Headline“ (er führt sie noch weiter aus) ich hier zumindest nennen möchte, da sie sehr schön veranschaulichen, wie glaubensrelevant das Richterbuch dadurch wird.

  1. Gott bietet seine Gnade unaufhörlich solchen Menschen an, die sie weder verdienen noch nach ihr suchen – und die sie nicht einmal wertschätzen, nachdem sie durch sie gerettet wurden.
  2. Gott will über jeden Bereich unseres Lebens Herr sein, nicht nur über einen Teil.
  3. Es besteht eine Spannung zwischen Gand und Gesetz, zwischen Bedingung und Bedinugngslosigkeit.
  4. Wir benötigen kontinuierliche geistliche Erneuerung, solange wir hier auf der Erde leben, und wir müssen wissen, was wir tun können, damit sie in unserem Leben geschieht.
  5. Wir brauchen einen wahren Retter – darauf weisen alle menschlichen Retter sowohl durch ihre Schwächen als auch durch ihre Stärken hin.
  6. Gott hat die Fäden in der Hand – ob es in der konkreten Situation danach aussieht oder nicht.

Über diese sechs Wahrheiten hinaus sind es immer wieder allgemein wahre Aussagen, die Keller trifft. Ja – diese könnten losgelöst auch in anderen Büchern oder auf Websites, in theologischen Artikeln oder Podcasts erscheinen, aber im Kontext gelesen, sind sie besonders kraftvoll. Beispielsweise macht sich Keller am Beispiel von Simson so seine Gedanken über das Wesen von Sünde und schreibt dazu unter anderem:

Was Gott als Sünde ansieht, ist Sünde – ganz gleich, wie wir selbst darüber denken, was die Experten dazu sagen oder was in unserer Gesellschaft gerade Konsens ist.Tim Keller: Richter, S.149

Etwas, das wir in unserer heutigen Zeit unbedingt hören müssen!

Relevant für das 21. Jahrhundert

Apropos Gesellschaft. Eine weitere „Wahrheit“, die Keller im Richter-Buch findet, zeigt, wie sehr dieses Buch – wenn wir es richtig lesen – uns heute, im 21. Jahrhundert meint und hinterfragt:

Wir alle haben – unbewusst oder sogar bewusst – zugelassen, dass unsere Kultur uns formt und versklavt (in dieser Hinsicht hat uns das Richterbuch immer wieder hinterfragt), statt uns dem HERRN hinzugeben, dessen Namen wir wie die Israeliten anrufen.Tim Keller: Richter, S.223

Richtig gut finde ich den Anhang zum Thema „Heiliger Krieg“. Denn das ist in der Tat eine Anfrage oder Vorwurf an den christlichen Glauben, wie Gott das nicht nur zulassen, sondern sogar unterstützen und fordern könne, dass so etwas wie ein „heiliger Krieg“ geschieht, als die Israeliten das Land Kanaan einnahmen.

Auch hier kann ich nur dankbar staunen, wie gut Keller es auf den Punkt bringt und (mindestens) drei Punkte anführt, weshalb man bei der Landnahme Israels nicht von einem heiligen Krieg sprechen kann. Alleine dieser Anhang ist jedes Geld wert, da er – typisch Keller – weit über den eigentlichen Sachverhalt hinaus dem Leser sehr, sehr wertvolle Gedanken mitgibt.

Nur ein Beispiel, was alleine schon die Perspektive auf das „sperrige“ Richter-Buch ändert:

Wenn wir von den Menschen jener Zeit lesen, müssen wir uns demütig daran erinnern, dass unser eigenes Wesen und Herz nicht grundlegend besser ist als ihres. Ihre Schwächen waren vielleicht anders und sie hatten manchmal weitreichendere Folgen – doch sie kamen aus dem gleichen rebellischen Herzen, das auch wir haben.Tim Keller: Richter, S.244

Und wie so oft bei Tim Keller gilt: Du musst nicht Theologie studiert haben, um ihn zu verstehen. Er beherrscht wirklich die selten gewordene und einzigartige Fähigkeit, seinen grandiosen Intellekt Lesern wie mir anzupassen, dass ich auch verstehen kann, was er schreibt.

Für mich ist dieses Buch das Beste, das ich bisher zum Richter-Buch gelesen habe.

Tim Keller: Richter. Fragwürdige Helden und der wahre Held

ISBN: 9783986651213

Seiten: 252

Preis: 18,90 Euro

Verlag: Verbum Medien (www.verbum-medien.de/products/richter-kommentar-die-bibel-erklart)


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#75 Wie wird 2026 ein gutes Jahr?

 Drei Gedanken, die dir helfen

Keine Sorge: Hier geht’s nicht um gute Vorsätze, sondern um viel mehr!

Drei Gedanken, die dir hoffentlich helfen, dass 2026 ein richtig gutes Jahr wird. Denn ich gehe einmal davon aus, dass du das auch möchtest – genauso wie ich.

  1. Mach es dir zur Gewohnheit, täglich Gottes Gegenwart zu suchen (der dritte Teil davon wird dich herausfordern)
  2. Sei Teil der Lösung UND des Problems
  3. Vertraue auf Gott, dass er etwas wirklich Neues schafft

Die Predigt von Andi Sommer:
www.youtube.com/watch?v=YH8lx7zkifk

Mehr Infos zur Israelreise:
www.mideast.tours/reisen/israelreise-kirchgemeinde-wutachtal/

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Israels Zerreißprobe

„Drei Bücher zum Preis von einem“ könnte der Verkaufsslogan dieses Buches lauten – und das meine ich total positiv. Denn mit „Israels Zerreißprobe“ bekommst du wirklich drei Bücher in einem.

Alle drei „Bücher“ – oder besser gesagt: Israel-Perspektiven – sind ineinander verwoben, was das Buch zu einem einzigartigen Gold Nugget an Literatur macht. Rein layouttechnisch hilfreich ist die jeweilige grafische Darstellung, so dass du auf einen Blick genau weißt, um was es sich handelt, was sich auch aus dem Inhalt sehr schnell erschließt.

Wenn ich diese drei „Israel-Perspektiven“ oder eben „Bücher“ zusammenfassen müsste, würde ich sie wie folgt benennen:

  1. Erlebnisse in und mit Israel von Brigitte Chaya Nussbächer
  2. Die wichtigsten gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen in und um Israel der jüngsten Zeit
  3. Eine Geschichte Israels

Okay, das klingt jetzt alles sehr, sehr statisch, ich weiß. Das Buch ist ganz anders:

Lebendig.

Ergreifend.

Augenöffnend.

Tragisch.

Begeisternd.

Israel ganz persönlich

Alles beginnt im Jahr 2018 mit der ersten Israelreise von Brigitte Nussbächer und ihrem Mann Harald Bottesch. Was sie nicht ahnten: Für immer sollte diese Reise ihr Leben verändern. (Und by the way: Ich kann das so gut verstehen, wo ich im April 2025 das erste Mal in Israel war.)

Unzählige Kontakte und Begegnungen, Freundschaften und Ereignisse, die sich im Heiligen Land abspielten werden erzählt und je länger ich das Buch lese, desto weniger kann ich es aus der Hand legen.

Brigitte Nussbächer erzählt so ehrlich, authentisch, so leidenschaftlich und emotional (aber nie peinlich oder voyeuristisch) von fröhlichen Begegnungen und verschiedenen Feiern (das jüdische Leben ist ja gefühlt eine große Feier, die aus vielen kleinen Feiern besteht) aber auch von den tragischen Ereignissen vom 7. Oktober 2023, dem „Schwarzen Shabbat“. Hier stockte mir ehrlich gesagt manchmal der Atem – und ich habe viel, ja sehr viel gelesen, gehört und gesehen (teilweise auch von unveröffentlichten Aufnahmen, die ich eigentlich gar nicht hätte sehen wollen).

Aber wenn du die Menschen vor Augen gemalt bekommst, ihre Familienangehörigen, ihre Hoffnungen und Träume – und dann lesen musst, was die Hamas aber auch „Zivilisten“ aus dem Gazastreifen ihnen angetan haben – dann fehlen dir einfach die Worte. Es ist so ergreifend, so nah, so ehrlich, so ungeschönt – und so bitter und tragisch. Es geht zu Herzen.

Gleichzeitig erfährst du aber auch von den vielen, vielen Kontakten und Netzwerken, die Brigitte Chaya Nussbächer und ihr Mann Harald knüpfen und ein Hilfs- und Gebetsnetzwerk gründen: „Arc to Israel“ – „Bogen nach Israel“. www.arc-to-israel.org

Ich empfehle dir ohnehin, www.arc-to-israel.org ausgiebig zu durchforsten. Hier findest du nicht nur aktuelle Berichte, sondern auch jede Menge Fotos – teilweise auch die, die im Buch leider nur klein abgedruckt sind.

Eine Stimme für Israel

Dieser Untertitel findet sich auf der Rückseite des Covers und ich finde, dass er die zweite „Israel-Perspektive“ des Buches wunderbar trifft. Denn hier greift Brigitte Chaya Nussbächer die aktuellen Geschehnisse (kurz bevor und) seit dem 7. Oktober 2023 auf. Und zwar nicht so, wie wir es in den Medien (vor allem im Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk) geschildert bekommen, sondern wie es der Realität und vor allem der Wahrheit entspricht. Alleine deswegen würde ich das Buch jedem empfehlen, der daran interessiert ist, zu erfahren, was in Israel wirklich geschehen ist und wie es den Menschen im Land jetzt geht:

Was hat sich am 7. Oktober 2023 wirklich abgespielt im Grenzgebiet zum Gazastreifen?

Welche Gräueltaten hat die Hamas verübt?

Wie ist die Reaktion Israels und der IDF (Israel Defense Forces; Israelische Verteidigungskräfte) einzuschätzen?

Wie sind die Vorwürfe des Genozids einzuordnen?

Wieso wird Israel vor dem „Internationalen Gerichtshof“ angeklagt?

Wie kann es sein, dass wenige Wochen nach dem Attentat auf Israel, die UN von Israel selbst den Waffenstillstand fordert?

Wie ist die Rolle Deutschlands in alledem einzuschätzen?

Fragen über Fragen, auf die Brigitte Chaya Nussbächer in dieser zweiten „Israel-Perspektive“ eingeht, was ich besonders wertvoll und wichtig finde, da die (öffentlich-rechtliche) Berichterstattung oftmals katastrophal und alles andere als der Wirklichkeit entsprechend war.

Eine großartige Geschichte

So will ich einfach mal die dritte „Israel-Perspektive“ benennen, denn hier geht es um die große Geschichte Israels – aus biblischen Zeiten bis heute. Mit Staatengründung 1948, den folgenden Angriffen der umliegenden Länder sowie die weiteren großen Ereignisse wie 6-Tage-Krieg oder dem Jom-Kippur-Krieg.

Was hier deutlich wird, ist die unglaublich anmutende Dimension, dass ein solch keines Land (von der Fläche Hessens) in der Weltgeschichte eine solch große Rolle spielte und immer noch spielt.

Wer dahinter nicht die Souveränität und Größe Gottes erkennen kann – dem hilft hoffentlich „Israels Zerreißprobe“, um dem eine neue Chance zu geben. Natürlich ist diese Israel-Perspektive kein Geschichtswerk, keine Chronologie im klassischen Sinne, aber der Leser erhält sehr, sehr wichtige und hilfreiche Einblicke in die großen Ereignisse der Geschichte Israels.

1+1+1 = mehr als drei

Was mich so fasziniert an „Israels Zerreißprobe“: Brigitte Chaya Nussbächer schafft es, diese drei verschiedenen Israel-Perspektiven nicht einfach nur irgendwie aneinander zu reihen, sondern webt sie so in das Gesamtkunstwerk ein, dass sie sich gegenseitig noch mehr Kraft und Tiefe verleihen.

Das Buch ist also weit, weit mehr als einfach nur die Summe aus drei verschiedenen Blickwinkeln. Es ist eine Panorama- und Tiefen-Aufnahme zugleich. Ein Weitwinkelbild genauso wie eine Detailfotografie. Gepaart mit den ganz persönlichen Erlebnissen von Brigitte Chaya Nussbächer sowie ihrer Familie(ngeschichte) und auch: der Änderung ihres Namens, denn „Chaya“ hieß sie nicht seit Geburt.

Überzeugt bin ich davon, dass dieses Buch ein großartiger Einstieg und Vertiefung zugleich für jeden ist, der sich mit Israel in „Geschichte und Gegenwart“ beschäftigen möchte. Denn beides kommt zum Ausdruck. Natürlich durchzogen von einer leidenschaftlichen und glühenden Liebe der Autorin für das Land und vor allem für die Menschen in Israel – denn deren Schicksale werden so lebensnah und ehrlich gezeichnet, dass man manchmal den Eindruck hat, vor Ort mit dabei zu sein.

Immer wieder beschreibt Nussbächer, wie die Menschen in Israel sie um eines baten: „Erzählt unsere Geschichte! Erzählt die Wirklichkeit!“ Darunter leidet Israel und das jüdische Volk mehr denn je, denn die Fake News werden immer lauter und getarnter wie offensichtlicher Antisemitismus bricht sich in Deutschland mehr und mehr Bahn.

Nussbächer tut genau das, was die Menschen in Israel sie immer und immer wieder baten: „Erzähl unsere Geschichte!“

Am 28. Januar 2026 findet in Holzgerlingen die Buchpremiere statt – mit großartigem Begleitprogramm:

Brigitte Chaya Nussbächer: Israels Zerreißprobe. Die Schicksalsjahre um den 7. Oktober 2023

Verlag: Hänssler (www.scm-shop.de/israels-zerreissprobe.htm)

ISBN: 9783775163163

Seiten: 272

Preis: 23 Euro


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Das Kind in der Krippe war kein Palästinenser

Echt jetzt? Dreht der jetzt vollkommen durch? Muss dieses Israel-Juden-Gaza-Palästina-Thema sogar Weihnachten eine Rolle spielen? Rutscht der Brunner nicht jetzt irgendwie so ein bisschen weg und bekommt Schlagseite, verliert das Zentrum aus den Augen und verrennt sich in Themen, die eigentlich gar nichts mit Weihnachten zu tun haben?

Ertappt! Ich kann deine Gedanken lesen! Gibst du mir dennoch ein paar Minuten? Dann lies diesen Artikel bis zum Ende.

Danke! Das ist fair von dir!

Meine Weihnachtsbotschaft in diesem Jahr ist sehr, sehr schlicht – und ich halte mich einfach an den Engel aus der Weihnachstgeschichte:

Habt keine Angst! Ich bringe euch eine gute Botschaft, die das ganze Volk in große Freude versetzen wird: Der Retter – ja, Christus, der Herr – ist heute für euch in Bethlehem, der Stadt Davids, geboren worden!“ (Lukas 2,10-11)

Wir feiern an Weihnachten nicht die Geburt eines niedlichen Babys, sondern die Menschwerdung des ewigen und einzig wahren Gottes in Jesus Christus. Er kommt in diese Welt, weil du und ich ihn so dringend benötigen: als Retter und Heiland. Denn: “Alle Menschen haben gesündigt und das Leben in der Herrlichkeit Gottes verloren!” (Römer 3,23)

Weihnachten ist der Beginn einer großartigen Rettungsaktion, die mit Jesu Sterben am Kreuz und seiner Auferstehung ihre Vollendung findet. Ohne das Kreuz bleibt die Krippe reiner Kitsch. Ohne das Kreuz würden wir wirklich nur die Geburt eines niedlichen Babys feiern. Aber in diesem Baby erblickt das Licht der Welt das Licht der Welt. In diesem Baby ist der Retter und Heiland geboren. Unsere Sehnsucht nach Leben in dieser von Sünde und Schuld gezeichneten Welt findet ihre Erfüllung in Jesus Christus.

Wer ihm vertraut, hat Leben im Überfluss, Licht in den dunklen Momenten des Lebens, Orientierung in einer oftmals so wirren Welt und ein Zuhause in der Ewigkeit. Darüber kann ich nur staunen und aus dankbarem Herzen Jesus anbeten:

Jesus ist gebor’n. Das Kind in der Krippe ist der Retter dieser Welt. Ihm gebührt das Lob. Vor unser’m König fallen wir auf unsre Knie.Outbreakband

…und wann kommt endlich mal der Bezug zur Überschrift? Jetzt. Keine Sorge. Ist nicht vergessen.

Mir ist nur eines wichtig: Was an Weihnachten geschieht, geht dich und mich persönlich etwas an. Es geht um nichts weniger als um deine und meine Rettung und darum, wo wir die Ewigkeit verbringen werden. Das hat alles etwas mit Weihnachten zu tun.

Umso erschreckender ist es, was Menschen aus Weihnachten machen – genauer gesagt: Was Menschen aus Jesus machen.

Ob du es glaubst oder nicht: Es gibt in den Untiefen des Internets unglaublich verstörende, vollkommen sinnbefreite und mit der Wahrheit nicht im Geringsten etwas gemein habende Videos über Jesus und Weihnachten.

Da wird Jesus im „Palästinenser-Tuch“ (Kufiya) gezeigt (by the way: Ich versteh’s bis heute und in diesen Zeiten erst recht nicht, wie Christen dieses Stück Stoff tragen können).

Es wird skandiert: „Jesus was a Palestinian, free, free Palestine!“ („Jesus war ein Palästinenser – Freiheit für Palästina!“

Und der Bürgermeister von Bethlehem (ja genau, dem Geburtsort Jesu) hat nichts Besseres zu tun, als Weihnachten politisch zu missbrauchen (Quelle).

Um es klarzustellen: Zur Lebzeit Jesu gab es die römische Provinz Palästina noch gar nicht. Diese geht zurück auf Kaiser Hadrian, der erst im Jahr 76 n. Chr. das Licht der Welt erblickte. Wer aus Jesus einen Palästinenser macht, tut dies entweder aus Unwissenheit (da kann man Abhilfe schaffen) oder – und ich bin überzeugt, dass dies in über 99% der Fall ist – aus ideologischen Gründen.

Warum aber ist das so wichtig?

Ganz einfach: Wir laufen dieser Tage Gefahr, dass Antijudaismus und Antisemitismus in Deutschland noch lauter werden, als es ohnehin schon der Fall ist.

Jüdische Studenten wird der Zutritt zu Universitäten verwehrt.

In Deutschland lebende Juden verhüllen in der Öffentlichkeit ihre jüdische Identität.

In Geschäften finden sich Aushänge, die Juden verbieten, dort zu kaufen.

Das alles hatten wir schon einmal!

„Wehret den Anfängen!“ ist wirklich gut gemeint – aber sind wir nicht schon längst über die Anfänge hinaus?

Ich empfehle dir an dieser Stelle zwei Videos von Tom David Frey.

Eines davon ist ein Gespräch, das er mit mir geführt hat. Darin sprechen wir unter anderem darüber, weshalb es so wichtig ist, dass Christen die jüdischen Wurzeln ihres Glaubens nicht nur nicht vergessen, sondern wirklich kennen.

Unabhängig davon steht auch im zweiten Teil der Bibel:

Das Heil kommt von den Juden.Die Bibel - Johannes 4,22

Ja ich weiß, das ist ein wenig aus dem Kontext gerissen, zumal die Frau, mit der Jesus sich hier unterhält, eine Samaritanerin war und es in dem damaligen Konflikt zwischen Juden und Samaritanern (zurückgehend auf die Teilung Israels in das Südreich und Nordreich im Jahr 926 v. Chr.) natürlich besonders „brisant“ war, die Herkunft des göttlichen Heils aus dem Judentum zu benennen.

Das zweite Video trägt den Titel „War Jesus Palästinenser“? Hier geht Tom David Frey dieser unsinnigen Annahme, dass Jesus Palästinenser gewesen sei, noch tiefer auf den Grund und schaut nicht weg, was die Geschichte der (evangelischen) Kirche in Deutschland betrifft – auch und gerade im Blick auf Juden in Deutschland.


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#74 2025: Menschen, Kirche, Emotionen

mein Rückblick auf ein verrücktes Jahr

Was war das für ein Jahr? Ich würde sagen: verrückt! Im Positiven – aber mit den ein oder anderen Challenges.

Ich blick zurück auf das, was Kirche & Gesellschaft bewegt hat in diesem Jahr.
Ich stelle dir Personen vor, die mich dieses Jahr nachhaltig beeindruckt und inspiriert haben – und das auch bei dir tun können.
Und ich werde am Ende unter dem Stichwort „Emotionen“ dir einige persönliche Eindrücke und Erlebnisse aus diesem Jahr mitgeben bzw. beleuchten.
Willkommen bei meiner bisher längsten Folge – aber wahrscheinlich auch einer der tiefgehendsten.

Hier geht’s zur Israel-Reise 2026:
www.mideast.tours/reisen/israelreise-kirchgemeinde-wutachtal/

Unser „Weg nach Bremen“:
www.david-brunner.de/es-geht-nach-bremen/

Website von Tom David Frey:
www.tomdavidfrey.de

Das Jaffa-Restaurant auf Instagram:
www.instagram.com/jaffa_freiburg/

Artikel in der BILD-Zeitung über Bilal Aloge
www.bild.de

Der Artikel zu Charlie Kirk:
www.david-brunner.de/charlie-kirk-oder-wer-ohne-suende-ist-der-werfe-den-ersten-stein/

Wie domradio.de über die Erwachsenentaufen in der Osternacht berichtet:
www.domradio.de/artikel/mehr-junge-erwachsene-lassen-sich-frankreich-taufen

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#73 Demut – eine geistliche Wunderwaffe

…auch wenn „Demut“ ein Image-Problem hat

Ist doch so, oder nicht? Wenn du an „Demut“ denkst machst du wahrscheinlich keine Luftsprünge und denkst: „Yes, mehr davon!“ Podacsts, Postkarten und Predigttitel wie „So blüht dein Leben auf“ oder „Entfache die Kraft des Glaubens“ haben da viel bessere Karten!

Aber glaub mir: Demut ist eine – wahrscheinlich sogar DIE – geistliche Wunderwaffe.

Warum? Hör rein! Lass uns eine Image-Kampagne für „Demut“ starten!

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Es geht nach Bremen

Seit Sommer letzten Jahres stand für meine Frau und mich fest, dass unser Dienst in der Evangelischen Kirchengemeinde Wutachtal (www.wutachblick.de) zum Sommer 2026 enden wird. Im Dezember letzten Jahres hatte ich es dem Ältestenkreis meiner Gemeinde und im März dieses Jahres der Gemeinde gesagt.

In den vielen Wochen und Monaten fanden einige Gespräche statt. Es gab Anfragen aus Landeskirchen, Freikirchen und christlichen Werken. Wir haben vieles geprüft und gebetet, viel gesprochen und uns coachen lassen, erfahrene Leiter und geistliche Verantwortungsträger mit in unseren Entscheidungsprozess eingebunden und nicht zuletzt natürlich unser wunderbares Gebetsteam, das aus fünf Freunden (viel besser als die in den Kinderbüchern) besteht, die wir schon seit Jahrzehnten (ja, so alt sind wir) kennen.

Es war ein intensiver, sehr intensiver Prozess, das kann ich dir versichern.

Moin

Jetzt steht es fest: Zum Sommer 2026 werde ich Senior Pastor der Matthäus-Gemeinde in Bremen (www.matthaeus.net). Genauer gesagt der dann fusionierten Gemeinden St. Matthäus und St. Johannes Sodenmatt im Bremer Stadtteil Huchting (vorbehaltlich der Zustimmung des Kirchentages kommende Woche).

Die letzte Zeit war sehr intensiv, ja – aber in dieser Zeit haben wir auch jede Menge Wunder erlebt – kleine wie große, aber allesamt Bestätigungen für den Weg, den wir nun gehen werden.

Wir merkten schnell: Ja, die Matthäus-Gemeinde (und Bremen) kann der Ort sein, an dem Gott uns haben möchte. Weitere Gespräche mit Verantwortlichen und diversen Gremien der Gemeinde folgten. Diese Gespräche waren immer geprägt von viel Vertrauen, Wertschätzung, Lachen, Offenheit und Reflektieren.

Ebenso hatte ich ein Gespräch bei der Kirchenleitung der Bremischen Evangelischen Kirche (www.kirche-bremen.de). Denn es ist doch klar, dass die Bremische Kirchenleitung wissen will, wen sie sich da aus dem Badnerland in ihre Kirche holt. Für alle, die nicht im landeskirchlichen Kontext zuhause sind: Ein Wechsel zwischen verschiedenen Landeskirchen ist generell möglich aber nicht an der Tagesordnung. In den allermeisten Fällen wechseln Pfarrer ihre Stellen innerhalb der gleichen Landeskirche – eben in der Landeskirche, zu der sie gehören.

Ich habe bisher nur gute Erfahrungen mit der Bremischen Kirchenleitung gemacht und will meinen Teil super gerne dazu beitragen, dass das auch in Zukunft der Fall sein wird.

Am 18. November wurde ich von der „Gemeindevertretung“ der Matthäus-Gemeinde gewählt, zwei Tage später (am 20. November) bestätigte der Konvent der St. Johannes Sodenmatt-Gemeinde die Wahl.

Wir freuen uns riesig! Ich liebe Bremen sowieso (wenn du mit einer Bremerin verheiratet bist, geht das gar nicht anders) und die Matthäus-Gemeinde kenne ich schon lange. Ich bin tief beeindruckt und begeistert von dem, was über Jahrzehnte in dieser Gemeinde entstand.

Ebenso begeistert mich ihre Leidenschaft für Jesus und die Menschen in Bremen. Gespräche mit Senior Pastor Andreas Schröder und vor allem mit Executive Pastor Philipp König haben mich tiefer blicken lassen in die Leitungs- und Gemeindekultur – und beides hat mich voll und ganz überzeugt.

Vorfreude, Abschied und Abenteuer

Wir freuen uns wirklich riesig auf das, was Gott in Bremen vorhat. Nun also auch mit uns ab Sommer 2026.

Liebe Gemeindeleute der Matthäus- und Sodenmatt-Gemeinde: Wir freuen uns sehr, euch kennenzulernen!

Gleichzeitig ist es ein großes Wagnis, Abenteuer und Herausforderung als Familie mit zwei Kids im Teenageralter, diesen Schritt zu gehen. Wir sind dankbar und darauf angewiesen, dass Menschen für uns beten.

Jetzt gilt es, in meiner Gemeinde im Wutachtal einen guten Abschied zu gestalten. Damit meine ich nicht die Verabschiedung, sondern die Vorbereitung, dass es „nach mir“ noch besser weitergeht als mit mir. Und dazu gehört, die Dinge vorzubereiten. Gleichzeitig gilt es aber natürlich auch, das Ankommen in Bremen gut zu gestalten. Das bedeutet, die nächsten Monate werden intensiv – deswegen war von vornherein klar: Zwischen diesen beiden Phasen wird es ein Sabbatical geben. Wie genau das aussehen wird, muss sich noch zeigen. Aber ich glaube, dass es für Pastoren nie gut ist, einfach von einer Gemeinde in die nächste zu „springen“.

„Wirst du jetzt Werder Bremen-Fan?“ haben mich schon manche gefragt, da ich ja bekennender KSC-Fan bin. Ich sag mal so: Ich bin es jetzt schon, weil der Herzensverein meiner Frau (Werder Bremen) und mein Herzensverein (der KSC) in zwei verschiedenen Ligen spielt. Und solange das auch weiterhin der Fall sein wird, sehe ich da kein Problem, für beide Vereine zu sympathisieren – wie ich es eben jetzt auch schon mache. 🤩


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#72 Landeskirche – das crazy!

7 Dinge, die ich an der Landeskirche liebe

Jetzt mal Hand auf’s Herz: Die Landeskirche ist besser als ihr Ruf, oder?

Ich nenne dir 7 Dinge, die ich an der Landeskirche liebe. Bist du ready?

  1. Mitten in der Gesellschaft
  2. Lebendige Geschichte
  3. Gewachsene Strukturen
  4. Gleichwertigkeit von Mann und Frau
  5. Vielfalt der Menschen
  6. Gute Theologie
  7. Missionarische Chancen

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