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Der Grabstein einer Gemeinde

Stell dir vor, dein Blick schweift über den Friedhof. Die Grabsteine erzählen dir etwas über die Menschen, die dort beerdigt worden sind. Über ihr Leben, ihren Glauben, ihre Familie. Dann fällt dein Blick auf einen ganz besonderen Grabstein.

Davon erzählt Pastor Carey Nieuwhof in seinem Buch „Leading Change Without Losing It„.

Eines Tages hielt er auf dem Friedhof eine Beerdigung, als ein Grabstein seinen Blick auf sich zog. Er näherte sich dem Grabstein und las zunächst den Vers, der auf diesem Grabstein stand:

Geht in die ganze Welt und verkündet der ganzen Schöpfung das Evangelium!Markus 16,15

Erstaunt über diesen Vers schaut Nieuwhof genauer hin und will wissen: Wer ist dieser Mensch, der hier begraben liegt? Kenne ich ihn vielleicht? Welche Geschichte spiegelt sein Leben wider bei einem solch aussagestarken Vers?

Aber Nieuwhof traut seinen Augen kaum. Es ist nicht der Grabstein einer einzelnen Person. Es ist der Grabstein einer Gemeinde. In der Tat: hier liegt eine Gemeinde begraben?!

Nieuwhof berichtet in seinem Buch weiter, dass er diese Gemeinde kannte. Sie hatte eine gute Zeit – ehe sie den Wandel der Zeit verschlief und sich Veränderung versperrte. Das Gemeindezentrum wurde abgerissen und schließlich dieser Grabstein der Gemeinde errichtet.

Veränderungsresistenz führt in den Tod

Als ich diese Geschichte las, war ich einerseits fasziniert, da ich noch nie von einem „Gemeinde-Grabstein“ hörte. Auf der anderen Seite war ich traurig. Da hat eine Gemeine den Geist aufgegeben und hat sich beerdigt oder besser gesagt: beerdigen lassen. Wie krass ist das denn?

Und: Könnte es vielleicht sein, dass mehr Gemeinden sich auf diesem Weg befinden, als wir das vielleicht denken?

Der absolute Grabsteinindikator für mich ist eine Aussage, die ich immer wieder mal bei Kirchens höre: „Das haben wir schon immer so gemacht!“ Eine Variante davon ist: „Das war schon immer so.“

Eine solche Veränderungsresistenz führt ganz sicher in den Tod einer Gemeinde. Zumindest in den geistlichen Tod, wobei die äußere Hülle wie Gebäude, Angebote und Verwaltung aufrecht erhalten werden können. Wir können echt jede Menge Lärm machen – aber inhaltlich nicht viel bieten.

Manchmal ist es sogar notwendig, einen Dienst oder einen Bereich innerhalb der Gemeinde aufzugeben und „sterben zu lassen“, um Raum, Kraft und Zeit freizusetzen für etwas Neues – dazu findest Du hier 5 Anzeichen, wann es soweit ist.

Und leider verpassen Gemeinden oft den Moment, an denen es gut wäre, einen richtigen Schlusspunkt bei einem Angebot oder einer Gruppe zu setzen – ehe man etwas aufrechterhält, was eigentlich gar nicht mehr lebt.

Ein schleichender Prozess

Keine Gemeinde stirbt von Heute auf Morgen sondern ich glaube, es ist ein schleichender Prozess. Um diesem Prozess entgegenzuwirken ist meiner Meinung nach nicht die Frage entscheidend, was wir als Gemeinde tun oder wie wir es tun – sondern warum.

Im „Wie“ und im „Was“ können wir uns ganz schnell verlieren. Und meistens kommen uns ausgerechnet auf diese Fragen auch einige Antworten wie neue Angebote, neue Medien nutzen, zielgruppenorientierte Angebote, gabenorientierte Mitarbeit und so weiter.

Alles gut. Alles schön. Alles nett.

Aber das ist nicht der Knackpunkt. Der ist die Frage: Warum tun wir, was wir tun?

Darauf eine Antworte zu finden ist absolut entscheidend und vitalisierend für die Gemeinde, die dann hoffentlich keinen Grabstein benötigt!

Falls du einen Tipp benötigst, was eine gute Antwort wäre auf die Frage „Warum tun wir, was wir tun?“, öffne einfach den Spoiler.

Warum tun wir, was wir tun?
Da ging Jesus auf seine Jünger zu und sprach: „Ich habe von Gott alle Macht im Himmel und auf der Erde erhalten.

Deshalb geht hinaus in die ganze Welt und ruft alle Menschen dazu auf, meine Jünger zu werden! Tauft sie auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes! Lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch aufgetragen habe.

Ihr dürft sicher sein: Ich bin immer bei euch, bis das Ende dieser Welt gekommen ist!“ (Die Bibel, Matthäus 28,18-20)


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Unbrauchbar?

Dieses Buch zu beschreiben, ist nicht einfach. Das Thema ist zweifelsohne topaktuell – gleichzeitig auf dem christlichen Buchmarkt wiederum nicht neu.

„Unbrauchbar“ – so fühlen sich manche Menschen, wenn sie auf sich selbst schauen und entdecken wollen, wie Gott sie gebrauchen kann. Viele Lügen und Selbsttäuschungen tischen wir uns auf und alles endet irgendwie im Desaster.

Dieses Buch, besser gesagt sein Autor Steven Furtick, will dem entgegensteuern. So beschreibt es auch der Untertitel: „Warum Gott Verlierer braucht, um große Dinge zu tun.“

Biblische Vorbilder

Furtick betrachtet unterschiedliche Personen aus der Bibel, vor allem aber Jakob, um deutlich zu machen: Du musst nicht nach menschlichem Ermessen perfekt sein, damit Gott mit Dir etwas erreichen kann.

Spannend fand ich gar nicht mal nur seine Ausführungen zu Jakob, sondern der Gedanke „Das dritte Wort“. Dies rührt von der Berufungsgeschichte des Mose her, als Gott sich ihm vorstellt mit der Selbstbeschreibung „Ich bin“. Wie würden wir diese Aussage über uns selbst vervollständigen? „Ich bin….“ – klug, dumm, sportlich, lethargisch, liebevoll, ausgelaugt, begeisternd, …. oder was auch immer. Auf einigen Seiten entfaltet Furtick diesen Gedanken, der für mich einer der stärksten im gesamten Buch ist. Warum? Weil wir sehr schnell in die Falle tappen, negativ über uns selbst zu denken und Aussagen über uns selbst zu treffen.

Aber was wäre, wenn wir die Selbstbeschreibung „Ich bin…“ aus göttlicher Perspektive weiter ausführen? Das ist ein echter „Gamechanger“.

Leicht und locker lesbar

Furtick will mit seinem Buch der Leserin und dem Leser Mut machen. Keine Frage – das gelingt ihm auch an vielen Stellen, weil er leicht und locker schreibt und beschreibt, wie ein Leben aussieht, das manch einer als „unbrauchbar“ beschreiben würde.

Nicht umsonst verwendet er diese Beschreibung auch auf sich selbst und seine Biografie. Insofern – alles richtig gemacht.

Aber die Stärke wird irgendwie auch zur Schwäche. Ich empfinde das Buch an einigen Stellen als sehr langatmig, weil Furtick ausschweift und seine leichte und lockere Art dazu führt, dass er sich in manchen Beispielen und Kurzgeschichten verliert.

Zwar schafft er es immer, zum eigentlichen Thema zurück zu kommen, aber es macht das Buch manchmal etwas langatmig. Aber: Ansichtssache! Manch einer mag es geradezu, wenn der Autor hier und dort abschweift und eine Anekdote nach der anderen erzählt.

Alles in allem ist es ein gutes Buch – keine Frage. Furtick lädt ausführlich dazu ein, dass wir unser Leben nicht nach rein menschlichen Maßstäben messen. Vielmehr sollen wir den göttlichen Blick auf unser Leben zulassen und unser Herz durchdringen lassen. Dann – und wohl erst dann – werden wir feststellen: Niemand ist unbrauchbar!

Dieses Buch liefert diese Message und das ist gut so!

Infos:
272 Seiten
16,00 EUR
ISBN: 978-3-96140-030-0
Brendow-Verlag
Mehr Infos über Steven Furtick:

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Gesund und heil durch das Abendmahl

Abendmahl. Ein großes Thema innerhalb der Kirche und ihrer Geschichte. Viel wurde darüber geschrieben – aber nur wenig verstanden. Viel wurde darüber philosophiert, und doch wird es viel zu selten gefeiert.

Prince gliedert sein Buch in drei Kapitel.

Erstes Kapitel: Das Abendmahl – Gottes Kanal göttlicher Gesundheit

Zweites Kapitel: Wie man die Bedeutung des Leibes des Herrn erkennt

Drittes Kapitel: Scheue dich nicht, das Abendmahl zu feiern

Im Folgenden widme ich jedem Kapitel einen kurzen Abschnitt.

Abendmahl – ein provokantes Verständnis

Ich behaupte nicht, dass Joseph Prince nun alles erkannt hat, geschweige denn, dass ich ihm in allem zustimme – im Gegenteil. Was ich aber glaube ist, dass er einen Finger in eine Wunde legt, die geschlagen wurde, weil das Abendmahl durch die westliche Theologie entweder rationalisiert oder mystifiziert wurde, so dass es an seiner eigentlichen Kraft mehr und mehr verloren hat.

Wenn wir erkennen, dass das Abendmahl Gottes Kanal der Gesundheit und Heil-Seins für sein Volk ist, und wir die Gemeinde lehren, was der Leib des Herrn bedeutet, wenn sie an seinen Tisch kommt, dann wird das Volk Gottes gesund und stark sein und lange leben.Joseph Prince: Gesund und heil durch das Abendmahl, S.23

Solch eine Aussage provoziert natürlich ungemein und ich würde auch nicht Prince‘ Aussage zustimmen, die er als ersten Satz seines Buches trifft:

Göttliche Gesundheit ist der größte Segen, den wir neben unserer Errettung vor der Hölle oder ewiger Zerstörung empfangen können.Joseph Prince: Gesund und heil durch das Abendmahl, S.11

Sicher – man müsste genauer hinschauen, was er unter „göttlicher Gesundheit“ meint, also ob er ein ganzheitliches Gesundsein von Körper, Seele und Geist ähnlich dem „Schalom Gottes“ im Alten Testament meint. Wenn ich sein Buch jedoch weiterlese, dann ist diese „göttliche Gesundheit“ oft sehr schnell auf eine körperliche Gesundheit minimiert.

Abendmahl – ein faszinierendes Verständnis

Und doch trifft Prince Aussagen und kommt zu theologischen Erkenntnissen, die ich herausfordernd und ermutigend zugleich finde und vor allem: für die Praxis einer jeden christlichen Gemeinschaft äußerst relevant.

Als Jesus unsere Strafe am Kreuz auf sich nahm, brachte uns das nicht nur Vergebung, sondern auch Heilung. Die meisten Menschen beantworten die Frage, ob sie sich ihrer Vergebung sicher sind, mit Ja. Sie wissen, dass Gott ihnen aufgrund des Kreuzes bereits vergeben hat. Aber wenn sie gefragt werden, ob sie sich ihrer Heilung sicher sind, verneinen sie. Ich möchte, dass du weißt, dass Jesus am Kreuz unsere Sünden und unsere Krankheiten trug. Und deshalb ist Heilung genauso wie Vergebung keine Verheißung. Es ist das mit Blut erkaufte Recht jedes Christen.Joseph Prince: Gesund und heil durch das Abendmahl, S.38+39

Das muss sich erst mal setzen. Klar. Prince argumentiert einerseits durch das Gottesknechtslied in Jesaja 52+53 und andererseits durch die Analogie und christologische Deutung des Passah-Geschehens im 2. Buch Mose. Beides hat für mich theologisch gesehen nicht nur Substanz, sondern auch Plausibilität.

Natürlich ist das Buch keine theologische Abhandlung. Es ist eine Beschreibung dessen, was dort geschieht, aus der Feder eines Menschen mit bestimmter theologischer Meinung. So wie jeder Theologe sie hat.

Abendmahl – ein ermutigendes Verständnis

In diesem letzten Kapitel liegt eine große Stärke des Buches. Leider ist durch eine falsche Auslegung einer bekannten Stelle des Neuen Testamentes zum Abendmahl viel Irrlehre verbreitet und viele Christen verunsichert worden. Gemeint ist folgende Stelle:

Wer also unwürdig von dem Brot isst oder von dem Kelch des Herrn trinkt, der wird schuldig sein am Leib und Blut des Herrn. Der Mensch prüfe aber sich selbst, und so esse er von diesem Brot und trinke von diesem Kelch. Denn wer isst und trinkt und nicht bedenkt, welcher Leib es ist, der isst und trinkt sich selber zum Gericht. Die Bibel, 1. Korinther 11, 27-29

Prince geht in diesem letzten Kapitel darauf ein und betrachtet, was es heißt, „unwürdig“ das Abendmahl zu feiern. Es bedeutet eben nicht, dass Christen unwürdig sind, wenn sie in ihrem Leben eine Sünde entdecken und diese sie ausschließen würde, am Abendmahl teilzunehmen. Ganz ehrlich: Keiner dürfte jemals wieder Abendmahl feiern, wenn wir „unwürdig“ so verstehen. Leider wird dies aber oft noch gelehrt und treibt viele Christen in unnötige Gewissensnöte.

Zurecht weist Prince daraufhin, dass das griechische Wort für „unwürdig“ ein Adverb und kein Adjektiv ist. Es beschreibt also nicht unser Wesen, sondern unsere Art, das Abendmahl zu feiern.

Indem sie das Abendmahl als bloßes Ritual behandelten, entgingen ihnen die Segnungen. Sie erkannten die Bedeutung des Brotes nicht. Sie wussten nicht, warum sie es aßen. Das bedeutet es, das Abendmahl auf unwürdige Weise zu feiern.Joseph Prince: Gesund und heil durch das Abendmahl, S.56

Prince geht im Weiteren auch darauf ein, was „Gericht“ bedeutet, gibt ein paar wirklich gute praktische Gedanken zum Feiern des Abendmahls weiter und schließt das Buch mit Berichten von Heilungen im Zusammenhang mit dem Abendmahl.

Mehr Infos über Joseph Prince
Infos:
89 Seiten
5,00 EUR
ISBN: 978-3-943597-85-1
www.gracetoday.de
Auch lesenswert:
In diesem Artikel habe ich über den Podcast von Joseph Prince geschrieben: www.david-brunner.de/meine-top-5-podcasts/

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Das Prinzip der Entwicklung

Führung und Leitung bedeuten Entwicklung.

Maxwell endet dieses dritte Kapitel mit einer „guten Nachricht“:

Wenn sie eine Führungspersönlichkeit sein wollen, lautet die gute Nachricht, dass Sie das schaffen können.John C. Maxwell

Aber wie?

Ja, diese Frage stelle ich mir auch immer wieder. Was Maxwell wohl schlicht und einfach antworten würde: „Nicht über Nacht!“ Die schnelle Lösung gibt es hier nicht. Die Entwicklung von Führungs- und Leitungsgabe braucht Zeit. Aber ist das nicht auch wirklich die gute Nachricht? Niemand wird als fertiger Super-Leiter geboren. Aber jeder, der in Leitungs- und Führungsverantwortung steht, hat die Möglichkeit, sich zu entwickeln.

Ich finde das unglaublich beruhigend. Wenn ich auf meine Jahre als Pfarrer zurückschaue, dann entdecke ich bei mir selbst diese Entwicklung. Manche Entscheidungen und Entscheidungswege würde ich heute anders gehen als früher. Manches nicht, aber doch so vieles. Wenn ich Maxwells Buch lese, entdecke ich aber auch dass mein Weg erst begonnen hat. Es gibt noch so unglaublich viel in Sachen Leiterschaft und Führungsverantwortung zu lernen.

Und das alles „nicht über Nacht“. Ich glaube, das ist das A und O. Ich bin selbst jemand, dessen größte Stärke nicht unbedingt die Geduld ist. Allerdings habe ich das in Sachen Führung und Leitung auch schon so oft gemerkt: Besser werde ich nicht über Nacht, es ist ein Weg, ein Prozess, ein Stolpern, Fallen, Aufstehen und ein weitermachen.

Von Theodore Roosevelt lernen

Maxwell schreibt in diesem Kapitel nicht theoretisch, sondern bringt viele praktische Beispiele anhand des Vorbilds von Ex-US-Präsident Theodore Roosevelt. Nebenbei bemerkt: ein faszinierender Mann.

Der Tod hat Roosevelt überraschend getroffen. Selbst auf seinem Sterbebett fand man unter seinem Kopfkissen ein Buch. Bis zum Ende blieb er ein Lernender. Auch als er als Ex-Präsident Teil einer Forschungsgruppe war, blieb er ein Lernender – mit 55 Jahren!

Ich glaube, dass für Gemeindeleiter und Pastoren die Herausforderung darin besteht, ein aktiv Lernender zu bleiben – nicht nur in der Theorie. Ich kann mir oftmals vorsagen „Ich bin ein Lernender“ – aber wenn ich nicht lerne, dann hagelt’s halt die schlechten Noten – das ist wie in der Schule.

Also müssen wir als leitende Pastoren uns Zeit nehmen, um zu lernen. Warum? Weil wir dadurch bessere Leiterinnen und Leiter werden. Wie du das machst, ist dir überlassen. Such dir deine Routine, die dir gut tut.

Podcasts, Blogs, Bücher oder Coachings. Das alles kann dir helfen – aber nur dann, wenn du es auch in Anspruch nimmst!

Triff zwei Entscheidungen

Die erste Entscheidung ist genau die: Willst du lernen oder nicht? Triffst du die Entscheidung, nicht lernen zu wollen, dann kannst du jetzt auch aufhören zu lesen. Triffst du die Entscheidung, deine Führungs- und Leitungskompetenz zu verbessern, dann such dir eine Routine, die dir helfen kann:

  • Jeden Morgen ein paar Seiten in einem guten Leadership-Buch lesen.
  • Auf Fahrten, die länger als 30 Minuten gehen, einen Leadership-Podcast anhören. Selbst wenn eine Folge länger als 30 Minuten gehen sollte – du bekommst in 30 Minuten schon jede Menge guten Input. Ein paar Empfehlungen zu guten Podcasts, bekommst du hier.
  • Den regelmäßigen (das kann auch 14tägig, monatlich oder pro Quartal) Austausch und das konkrete Gespräch mit einem Menschen suchen, der die in Sachen Führung und Leitung voraus ist und dich inspiriert.
  • Das Buch „Die 21 wichtigsten Führungsprinzipien“ von John C. Maxwell oder „Die Kunst des Führens“ von Bill Hybels durcharbeiten. Der Vorteil: Beide Bücher bestehen aus kurzen, knackigen, jeweils für sich verständlichen und inspirierenden Kapiteln.

Die zweite Entscheidung hat etwas mit der Geschichte von Theodore Roosevelt zu tun. Lies also ruhig mal das dritte Kapitel in Maxwells Buch. Er erzählt von Roosevelt – und dass Hindernisse für ihn schlichtweg zum Überwinden da waren.

Triff diese Entscheidung auch! Lass dich nicht entmutigen! Lass dir nicht deine Vision rauben! Lass dich nicht von deiner göttlichen Berufung abbringen! Hindernisse – wenn es Hindernisse und keine berechtigten Einwände, Kritiken oder göttliche Hinweise sind – sind dafür da, überwunden zu werden!

Und halte daran fest, ein Leben lang Lernender zu bleiben. Denn – so schreibt es Maxwell:

Egal auf welchem Niveau Sie einsteigen – Sie können sich noch steigern.John C. Maxwell

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Alle Beiträge aus der Reihe „Die 21 wichtigsten Führungsprinzipien“:

Anbetungszentrum Wutachtal

Im Wutachtal (das ist ein kleiner, wunderschöner und liebenswerter Landstrich an der Schweizer Grenze) ist etwas am Entstehen, was mich aus tiefstem Herzen begeistert: Das Anbetungszentrum Wutachtal.

Wie alles begann…

Alles begann damit, dass wir uns als Gemeindeleitung (Älteste und Hauptamtliche) intensiv darüber Gedanken gemacht haben, wohin die Reise gehen soll mit uns als Gemeinde und was Gott wohl vorhat mit unserer evangelischen Kirchengemeinde Wutachtal.

Den ganzen Prozess hier zu schildern, würde den Rahmen sprengen, aber ich würde dir einfach gerne unsere Strategie „Vision 2020“ ans Herz legen zu lesen. Dort findest du in kurzer und präziser Form zusammengefasst, was uns als Gemeindeleitung veranlasst hat, einige größere und kleinere Veränderungen anzugehen.

Nachlesen kannst du das hier:

www.wutachblick.de/2017/09/21/vision-2020-gott-erfahren-begeistert-leben/

Ein mutiger Schritt

Nun also gehen wir für 2018 den mutigen Schritt und wollen in der evangelischen Kirche in Stühlingen ein Anbetungszentrum entstehen lassen. Manches davon ist schon längst da, manches ist in Planung und Gedanken – manches davon weiß bisher nur Gott alleine.

Mein tiefer Wunsch ist es, dass Menschen in diesem Anbetungszentrum einen Platz finden – und Gott begegnen. Ganz nah an sein Herz kommen – und eigentlich gar nicht mehr weg wollen.

Ich glaube, hoffe und vertraue darauf, dass dieses Anbetungszentrum ein Ort sein wird, an dem Gott sich offenbart, an dem Gott handelt und von dem Menschen – wenn sie dann doch wieder gehen – verändert in ihren Alltag zurück gehen.

Gespannt bin wie ein kleines Kind vor Weihnachten, welche Geschenke Gott für uns versteckt hat und uns auspacken lässt.

Ich bin gespannt darauf, wie dieses Anbetungszentrum das Wutachtal und vor allem: die Menschen im Wutachtal verändern wird.

Wenn die Heiligkeit und Herrlichkeit Gottes sich zeigt, geschehen Wunder. Dafür braucht Gott keinen festen Platz, keine statischen vier Wände oder ähnliches. Aber das Anbetungszentrum ist für uns Menschen eine wunderbare Hilfe, um diesen heiligen, gnädigen, liebenden und ehrfurchtsgebietenden Gott zu suchen, zu finden und seinen Herzschlag zu hören.

Nah an Gottes Herz

So haben wir in einem Schlagwort bzw. einem Satz benannt, was wir mit diesem Anbetungszentrum erreichen wollen: Dass Menschen nah am Herzen Gottes sind.

Wie das konkret aussehen kann, haben wir im Rahmen einer Klausurtagung ebenfalls ausformuliert:

NAH AN GOTTES HERZ

In Einheit Ihn ehren,

Ihm gemeinschaftlich begegnen,

von Ihm hören,

Stärkung empfangen,

Wunder erleben,

mit Freude beschenkt, denn:

Gott verändert dein Leben!

Und jetzt?

Jetzt sind wir gespannt. Sehr gespannt. Sehr, sehr, sehr gespannt, was Gott tun wird!

Ich glaube, dass wir es gar nicht genug wertschätzen und überschätzen können, was es bedeutet, Gott anzubeten. Für jeden einzelnen Menschen ist es Sinn und Ziel zugleich, seinen Schöpfer anzubeten. Natürlich weil ihm alleine diese Ehre gebührt. Aber auch, weil durch Anbetung Gottes Herrlichkeit sich in dieser allzu irdischen, menschlichen und oft viel zu anti-göttlichen Realität zeigt und Wunder bewirkt.

Wir wünschen uns das als Gemeinde. Ich wünsche mir das aus tiefstem Herzen, dass es Gott ist, der unsere Gesellschaft, unsere Herzen, mich verändert. Und dazu dieses Anbetungszentrum wie eine Art „geistliches Bollwerk“ – das hat schon was Großes.

Die eigentliche Realität

Im Neuen Testament schreibt der Apostel Paulus an die Gemeinde in Ephesus einen Brief, den er damit beendet, den Gläubigen zu verdeutlichen, was die eigentliche Realität ist. Er schreibt:

Denn wir kämpfen nicht gegen Menschen, sondern gegen Mächte und Gewalten des Bösen, die über diese gottlose Welt herrschen und im Unsichtbaren ihr unheilvolles Wesen treiben.Epheser 6,12

Für jemanden, der mit der geistlichen Welt nicht so viel anfangen kann, mag das alles ein wenig verrückt klingen. Klar. Keine Frage. Und auch für mich ist nicht alles so „klar und einfach zu verstehen“. Aber ich bin der festen Überzeugung, dass es mehr gibt als das, was wir sehen. Dass es einen Gott gibt, der mich liebt, der dich liebt und der jeden einzelnen Menschen liebt. Und wenn es diesen Gott gibt, dann muss er sich ja irgendwo aufhalten. Und wenn es diesen Gott gibt, dann glaube ich auch, dass es jemanden gibt, der sich ihm in den Weg stellt, wie die Bibel es immer wieder an vielen Stellen berichtet – der Teufel, der alte Verlierer.

Ich glaube aber auch, dass dieser Vers aus dem Epehserbrief eine gute Hilfe ist, zu sehen, in welchen Kontext alles menschliche und kirchliche Leben sich abspielt – und wie schön es doch ist zu wissen, dass wer an Jesus glaubt, auf der Siegerseite steht.

Das alles nun Realität werden zu lassen und das Übernatürliche auf das Natürliche treffen zu lassen – das wollen wir mit dem Anbetungszentrum Wutachtal.

Natürlich kannst du noch jede Menge mehr über das Anbetungszentrum erfahren – nämlich unter diesem Link: www.wutachblick.de/anbetungszentrum

Diagnose: Tot!

Lüge – tot – geht’s noch, Gott?

Zugegeben: Es gibt Geschichten in der Bibel, die fordern uns echt heraus. Oder besser gesagt: Da sträuben sich uns die Nackenhaare, wenn wir sie lesen. Eine davon ist die Geschichte eines Ehepaares, die lügen – und daraufhin tot umfallen. Die beiden heißen Hananias und Saphira, verkaufen einen Acker, behalten ein Teil des Geldes für sich, geben den Rest ihrer Gemeinde mit der Behauptung, das sei alles, was sie bekommen hätten für den Acker. Die Folge der Lüge: sie sind beide tot.

Nachlesen kannst du die Geschichte in Apostelgeschichte 5, 1-11.

Apostelgeschichte 5,1-11 lesen
1 Ein Mann aber mit Namen Hananias samt seiner Frau Saphira verkaufte einen Acker, 2 doch er hielt mit Wissen seiner Frau etwas von dem Geld zurück und brachte nur einen Teil und legte ihn den Aposteln zu Füßen.
3 Petrus aber sprach: Hananias, warum hat der Satan dein Herz erfüllt, dass du den Heiligen Geist belogen und etwas vom Geld für den Acker zurückbehalten hast? 4 Hättest du den Acker nicht behalten können, als du ihn hattest? Und konntest du nicht auch, als er verkauft war, noch tun, was du wolltest? Warum hast du dir dies in deinem Herzen vorgenommen? Du hast nicht Menschen, sondern Gott belogen.
5 Als Hananias diese Worte hörte, fiel er zu Boden und gab den Geist auf. Und es kam eine große Furcht über alle, die dies hörten. 6 Da standen die jungen Männer auf und deckten ihn zu und trugen ihn hinaus und begruben ihn.
7 Es begab sich nach einer Weile, etwa nach drei Stunden, da kam seine Frau herein und wusste nicht, was geschehen war. 8 Aber Petrus sprach zu ihr: Sag mir, habt ihr den Acker für diesen Preis verkauft? Sie sprach: Ja, für diesen Preis.
9 Petrus aber sprach zu ihr: Warum seid ihr euch denn einig geworden, den Geist des Herrn zu versuchen? Siehe, die Füße derer, die deinen Mann begraben haben, sind vor der Tür und werden auch dich hinaustragen. 10 Und sogleich fiel sie zu Boden, ihm vor die Füße, und gab den Geist auf. Da kamen die jungen Männer und fanden sie tot, trugen sie hinaus und begruben sie neben ihrem Mann.
11 Und es kam eine große Furcht über die ganze Gemeinde und über alle, die das hörten.

1Schlüssel zum Verständnis

Um zu verstehen, dass es hier um viel, viel mehr als nur um „Lügen“ geht, müssen wir wissen, wie die Gemeinde damals „tickte“.

Ein Schlüssel zum Verständnis des Ganzen war für mich der Kommentar von N.T. Wright zu dieser Stelle.

Die urchristliche Gemeinde trat nämlich an die Stelle des Tempels. Alle Wesensmerkmale der ersten Gemeinde wie bspw. Gebet, Gemeinschaft, gegenseitige Versorgung und Hingabe waren auch Merkmale des Tempels. Paulus schreibt den Korinthern später dann dies in ihr Herz bzw. fragt sie, ob sie das denn vergessen hätten.

Die Gemeinde als Summe ihrer einzelnen Jesus-Nachfolger tritt an die Stelle des Tempels.

2Der Tempel ist Gott heilig

…und nicht nur das. Er ist nach jüdischem Verständnis der Ort, an dem Gott wohnt – nämlich im Allerheiligsten des Tempels. Deswegen ist der Tempel für Gott heilig. Immer wieder gibt es im ersten Teil der Bibel Geschichten über Menschen, die sich am Tempel Gottes „vergingen“ – indem sie bspw. die damals geltenden Opfer- und Ritualvorschriften missachteten.

Das Ganze macht es natürlich nicht leichter zu verstehen. Aber mal im Ernst: Wir nehmen immer gerne die Schokoladenseite Gottes für uns in Anspruch, die ja auch wahr ist: Er liebt uns und vergibt uns. Er ist gnädig, hat mit unserem Leben etwas vor. Er heilt und er ist treu.

Gottes Wesen ist aber auch: heilig! Und dieses Heilige entzieht sich unserer menschlichen Vorstellungskraft, weil wir nicht im Entferntesten ermessen können, wie heilig Gott ist. Dazu gehört aber auch, dass er keinen Makel duldet, wenn seine Heiligkeit oder das, was ihm heilig ist, beschmutzt wird – beispielsweise der Tempel oder seit Ostern: die Gemeinde!

Hananias und Saphira haben beide gelogen. Ich finde es äußerst wichtig, mal genau hinzuschauen, warum sie gelogen haben.

3Der Grund der Lüge

Petrus ist geistlich auf der Höhe und erkennt sofort, dass die Lügen des Menschen nicht einfach nur so entstehen. Sie haben einen Ursprung. Sie haben einen Grund. Genauer gesagt: sie haben einen Vater. Den Vater alle Lügen nämlich – den Teufel, den Satan.

Jesus hat über ihn einmal gesagt: „Er ist ein Mörder von Anfang an und steht nicht in der Wahrheit; denn die Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er Lügen redet, so spricht er aus dem Eigenen; denn er ist ein Lügner und der Vater der Lüge.“ (Johannes 8,44)

Wer lügt, tut das nicht einfach so, sondern weil der Teufel selbst ihn zum Lügen verführt und getrieben hat. Klingt krass – ist aber eigentlich gar nicht verwunderlich. Wir sind den ganzen Tag umgeben von Eindrücken und Einflüssen, von Menschen, Ereignissen und Reizen. Von Dingen, die uns gut tun und von Dingen, die uns nicht gut tun. Wir sind von unseren Emotionen genauso umgeben und durchdrungen wie wir es von der Luft zum Atmen sind.

Unser Herz wird durch das erfüllt, das die Möglichkeit hat, von außen in unser Innerstes vorzudringen.

Sei dir dessen also bewusst. Und Petrus selbst schreibt es dann später in einem Brief und drückt es folgendermaßen aus.

1. Petrus 5,8
„Seid nüchtern und wacht; denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlinge.“ (1. Petrus 5,8)

Paulus und Hananias sind verschlungen worden, weil sie nicht aufgepasst haben. Über die genauen Motive steht nichts im Text. Wie konnte es also dazu kommen, dass sie verschlungen wurden, dass der Teufel so viel Macht über sie hatte, dass sie logen und sich am Heiligtum Gottes, seiner Gemeinde, versündigten? Wir wissen es nicht – aber ich möchte dir einen „Teufelskreis“ (im wahrsten Sinne) vorstellen, der Möglichkeiten enthält, in denen wir heute in der Gefahr stehen, auf die Lügen des Teufels hereinzufallen.

4Momente, die gefährlich sind

Eines vorweg: Der „Kampf zwischen Gut und Böse“ ist kein Kampf auf Augenhöhe.

Im Neuen Testament steht eine Kernwahrheit über diesen Kampf zwischen Jesus und dem Teufel, die wir allen Überlegungen immer im Gepäck haben müssen, weil es sonst ziemlich schräg wird:

1. Johannes 3,8
„Denn dazu ist der Sohn Gottes erschienen, dass er die Werke des Teufels zerstöre!“

Und dennoch gilt eben auch das, was in 1. Petrus 5,8 steht. Welche dieser Momente sind für dich gefährlich? Oder sie waren schon gefährlich und du weißt, das ist deine Baustelle?


Bitterkeit
Aus welchen Quellen nährst du dich? Schnell kann es passieren, dass du enttäuscht bist von Freunden, von der Familie, von Kollegen – und von der Gemeinde. Leider geschieht unter Christen genau das Gleiche wie überall sonst auch: Wir beginnen, „hintenrum“ zu reden, zu meckern, zu lästern – und werden bitter. Irgendwie so was muss es auch bei Hannas und Saphira gewesen sein, wenn du dir mal Apostelgeschichte 5,9 durchliest. So oder so: Bitterkeit ist bitter. Dennie nährt dich nicht. Sie vergiftet dich und der Teufel hat leichtes Spiel, seine Lügen zu platzieren nach dem Motto: „Sollte Gott wirklich gesagt haben…?“

kein Vertrauen
Das Leben ist manchmal nicht leicht. Definitiv nicht! Und gerade in solchen Momenten fällt es uns schwer zu glauben, dass Gottes gut mit mir meint; dass er mich liebt; dass er mit meinem Leben etwas vorhat. Sei vorsichtig. Denn gerade in solchen Momenten schleicht der Teufel umher nach dem Motto: „Siehst du. Ich hab’s dir doch schon immer gesagt. Auf Gott ist kein Verlass. Auf ihn kannst du nicht vertrauen!“
Zweifel
Die etwas rationalere Variante ist die des Zweifels: Kann das alles wahr sein? Kann das stimmen, was in der Bibel steht? Woher will ich wissen, dass das keine 2000 Jahre alte und lange Lügengeschichte ist? Zweifel sind per se nicht schlimm – wenn sie dich dazu bringen, den Dingen auf den Grund zu gehen. Dann tu das! Such das Gespräch mit jemandem, dem du vertraust und benenne deine Zweifel – aber mach das nicht mit dir alleine aus.
Hochmut
In eine ganze andere Richtung geht ein weiterer gefährlicher Moment. Der Hochmut! Der kommt ja bekanntlich vor dem Fall. Hochmut ist der Moment, in dem wir so auf uns selbst fixiert sind, dass wir weder für Gott noch für den Nächsten einen Blick haben. Hochmut ist die Fixierung auf uns selbst, die der Teufel Evan im Paradies und Jesus in der Wüste verlangte. Wann hast du das letzte Mal in einer Sache nachgegeben, dich selbst und deine Motive hinterfragt? Sollte das länger als eine Woche her sein, wäre es nicht verwunderlich, wenn der Hochmut um die Ecke schaut.
Sofa statt Spielfeld
Du bist aufgerufen, dein Leben in der Identität als Kind Gottes zu leben – und das heißt: In dieser Welt einen Unterschied zu machen, weil du Kind Gottes bist. Sowohl in deiner Gemeinde als auch an dem Platz, an den Gott dich gestellt hat in Familie, Beruf, Verein und Nachbarschaft. Das geht aber nur, wende diese Identität auch ergreifst und nicht auf dem Sofa rumhängst. Denn auf dem Sofa gewinnst du nichts – nur eines: Kalorien! Und du wirst geistlich eingelullt werden, so dass der Teufel leichtes Spiel hat, seine Lügen zu platzieren: „Sollte Gott gesagt haben, dass du wirklich einen Unterschied in dieser Welt machst?“ Vorsicht vor dem Sofa – und ab aufs Spielfeld!
alleine glauben
Selbst wenn du zu einer Gemeinde gehörst, besteht die Gefahr, dass du deinen Glauben alleine lebst. Das ist immer fatal – deswegen gibt es im ersten Teil der Bibel ein wunderbares Sprichwort: „Einer mag überwältigt werden, aber zwei können widerstehen, und eine dreifache Schnur reißt nicht leicht entzwei.“ (Prediger 4,12) Alleine stehst du immer in der Gefahr, dass die Lügen des Teufels weite Kreise ziehen. Deswegen such dir Menschen, die dich inspirieren, die in dein Leben, in dich investieren und dich prägen – einzelne Menschen oder eine Kleingruppe.

Solche Momente werden nicht erst, sondern haben schon Auswirkungen auf deinen Glauben, auf dein geistliches Leben und erzeugen einen Prozess des geistlichen Sterbens.

Unser natürlicher Reflex auf solche „gefährlichen Momente“ und diesen Prozess ist leider der, dass wir etwas tun oder „machen“ wollen. Aber das wird nicht helfen. Sondern nur eines:

5Nur eines hilft!

Die Ironie des Ganzen: Der Name „Hananias“ heißt übersetzt: „Gott ist gnädig (gewesen)!“

Hätte der Kerl seinen Namen mal gelebt.

Gnade können wir uns nicht verdienen. Sie ist das ultimative Geschenk Gottes an uns, das sich Tag für Tag erneuert.

Gnade ist die zweite Chance – dauerhaft.

Sie ist die ausgestreckte Hand Gottes für unser Leben!

Gnade ist Gottes Wesen. Im ersten wie im zweiten Teil der Bibel gibt es unzählige Geschichte, die zeigen: Gott ist gnädig.

Weil seine Gnade so mächtig und entwaffnend ist und all unsere Bestrebungen mit einem Lächeln auf die Seite schiebt, ist ein viel zitierter Vers aus dem zweiten Teil der Bibel so kraftvoll, in dem Gott sagt:

2. Korinther 12,9
„Lass dir an meiner Gnade genügen, denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig!“

Ja und jetzt? Wie ist diese Gnade verfügbar? Einfach so?

Soll ich dir ehrlich was sagen? JA! Lass uns den Glauben an Jesus nicht komplizierter machen, als wir es in 2.000 Jahren schon geschafft haben.

Wir werden ja regelrecht dazu aufgefordert, diese Gnade uns immer wieder abzuholen:

Hebräer 4,16
„Darum lasst uns hinzutreten mit Zuversicht zu dem Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden zu der Zeit, wenn wir Hilfe nötig haben.“

Hol dir diese Gnade ab! Im Gebet, Lobpreis oder im Lesen der Bibel. Egal wie. Egal wo. Sie ist verfügbar – wir dürfen und können und sollen sie jederzeit nehmen. das ist Evangelium pur.

Und weil diese göttliche Gnade viel, viel größer ist als unser menschliches Vorstellungsvermögen und jederzeit abrufbar ist, kannst du eines tun: Du kannst „All in“ gehen.

6All in

Beim Poker gibt es den Begriff des „All in“. Das heißt: Du setzt alles ein, was du hast.

„All in“ heißt: Alles geben – nichts zurückhalten.

„All in“ – genau das haben Hananias und Saphira nicht getan. Sie haben etwas zurück behalten und sind nicht „all in“ gegangen.

Zwei vielleicht etwas provokante Fragen am Schluss:

  1. In welchem Lebensbereich gehst du nicht „All in“ und hältst etwas vor Gott zurück?
  2. Wodurch schadest du deiner Gemeinde, die für Gott heilig ist?

Beide Fragen habe ich mir auch gestellt. Ich weiß, sie haben es in sich. Aber das hat dieser Text aus Apostelgeschichte eben auch. Diese Buch der Bibel ist so voll mit ganz besonderen Ereignissen und Geschichten. Immer wider wird erzählt, wie „Zeichen und Wunder“ durch die Apostel geschahen.

Ich glaube, diese Sehnsucht haben viele Christen heute immer noch. Und ich glaube, dass ein Ernstnehmen dessen, was wir durch die Geschichte von Hananias und Saphira lernen, Voraussetzung dafür ist, auch heute Zeichen und Wunder in diesem apostolischen Maß zu erleben. Gott ist der gleiche – gestern, heute und morgen.

Seine Heiligkeit gilt damals wie heute. Seine Macht, Zeichen und Wunder geschehen zu lassen, gilt damals wie heute.


Dieser Beitrag ist die Zusammenfassung eines Teils meiner Predigt vom 22. April 2018. Diese kannst du dir als Podcast oder auf der Homepage unserer Gemeinde anhören.

www.wutachblick.de // iTunes // podcast.de

 


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Adam, Eva und die Evolution

Bibel oder Evolution? Wem kann ich glauben, wenn es um die Entstehung der Welt geht?

Schöpfung. Urknall. Evolution. Kreationismus. 7 Tage. Zeitabschnitte. Millionen Jahre. 6000 Jahre.

Ja was denn nun? Wem kann ich glauben? Wem soll ich glauben? Was sollte ich auf keinen Fall glauben?

Es gibt wohl kaum ein anderes Thema, welches ein Gegenüber von „Glaube und Wissenschaft“ konstruiert wie die Frage nach der Entstehung der Welt.

Timothy Keller ist ein begnadeter und feinsinniger Denker. Nicht umsonst wird er als „C.S. Lewis des 21. Jahrhunderts“ bezeichnet.

Gedankenanstöße

Keller liefert mit diesem Buch kein Patentrezept, was Christen glauben sollen und was nicht. Das kann er auf Grund der Knappheit auch nicht. Das Buch umfasst gut 40 Seiten und regt vielmehr zum Weiterdenken an.

Im Prinzip hebt Keller die Diskussion und die Frage nach dem – für ihn vermeintlichen – Gegensatz zwischen Schöpfungsglauben und modernistischem Weltbild auf eine Metaebene. Er beschreibt knapp beide Sichtweisen, geht aber vor allem auf grundlegende Fragen bzw. Schwierigkeiten ein:

  • die Autorität der Bibel
  • die mangelnde Trennschärfe zwischen Biologie und Philosophie
  • die Frage, ob Adam und Eva geschichtliche Gestalten waren
  • das Problem des Bösen und der Gewalt

Evolution vs. Evolution

Keller trifft eine brillante und grundlegende Unterscheidung. Oftmals wird der Evolutionstheorie und der Evolution an sich eine philosophische und erkenntnistheoretische Funktion beigemessen, die jedoch die eigentliche Substanz der Evolution bei weitem übersteigt.

Deswegen unterscheidet Keller die rein biologische Evolution von einer Evolutionstherorie, welche einen Beitrag zur Frage nach der Entstehung der Welt und dem Sinn und Zweck menschlichen Daseins leisten will – was sie aber gar nicht kann. Interessant ist, wie Keller dann versucht, die biologische Evolution in ein schöpferisches Verständnis der Entstehung der Welt zu implementieren.

Auch wenn man ihm nicht in allen Aussagen und Schlussfolgerungen folgen mag, so hebt er die Diskussion von einer oftmals polemisch geführten Auseinandersetzung auf eine sachliche Ebene, die nur gut tun kann.

Clevere Fragen

Können Adam und Eva historische Personen sein, auch wenn man die Evolution im biologischen Sinne annimmt? Welches Verständnis der Heiligen Schrift ist vonnöten, um den Autoren der biblischen Zeugnisse und ihren Anliegen gerecht zu werden? „Wenn Gott diese Welt durch die Evolution geschaffen hat, können wir Genesis 1 nicht wörtlich verstehen. Warum sollen wir dann andere Teile der Bibel wörtlich nehmen?“ (Seite 16)

Das snd nur wenige Frage, die Keller implizit und explizit in „Adam, Eva und die Evolution“ stellt. Diese Fragen regen an zum Weiterdenken. Diese Fragen regen aber auch an, eigene Positionen zu hinterfragen und gründlich(er) zu durchdenken. Diese Fragen regen ebenso an, um im Diskurs um die Entstehung der Welt nicht in eine konfrontative sondern in eine gewinnende Haltung zu kommen.

Fazit

Dieses kleine Buch bietet mehr Denk- und Sprengstoff, als es große Werke mit hunderten von Seiten tun. Keller schafft es einmal mehr mit seinen genialen Gedankengängen und seiner faszinierenden Weisheit und Cleverness Denkwege zu begehen, die weiter bringen. Er verfällt nicht in klassische „Entweder-Oder-Muster“ sondern baut Brücken zwischen Positionen, die lange Zeit als unvereinbar nebeneinander stehen. Ohne mit ihm in allen Aussagen und Schlussfolgerungen übereinzustimmen, habe ich dieses Buch mit großem Gewinn gelesen. Vor allem deswegen, weil es mich angeregt hat, meine eigene Theorie und Theologie zu hinterfragen, tiefer zu bohren und zu forschen, wie wir die Bibel gut und verantwortungsvoll verstehen können.

Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, dem dieses Thema unter den Nägeln brennt. Besonders empfehle ich es Pastorinnen und Pastoren, da diese immer wieder mit diesen Fragen konfrontiert werden. In „Adam, Eva und die Evolution“ finden sich keine schlichten und platten Antworten, aber in Kürze jede Menge „Futter“, das fruchtbare (Streit-)Gespräche um diesen Themenkomplex nährt.

Infos:
48 Seiten
4,99 EUR
ISBN: 978-3-7655-4330-2
Brunnen-Verlag


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K5-Leitertraining – Gott übertrifft alle Erwartungen!

Unglaublich.

Großartig.

Unbeschreiblich.

So könnte man etwas bezeichnen, was ich mir vor wenigen Monaten noch nicht einmal hätte träumen lassen.

Man kann aber auch ein Wort dafür verwenden, wie es jemand extra dafür mal in die Runde warf (Danke, Lena!):

Erwartungssprengend!

Erwarte mehr von Gott!

Letzten Herbst bin ich auf das K5-Leitertraining aufmerksam geworden. Es hat mich sofort begeistert und inspiriert. Nach weiterer Beschäftigung damit habe ich gemerkt: Das ist genau das, was wir in der Gemeinde benötigen. Also habe ich den Ältesten davon erzählt – und die fanden es genauso gut.

Gut. Dann mal eine Anmeldeseite auf unserer Homepage entwickelt, eine kurze Info-Veranstaltung in der Gemeinde abgehalten, Flyer bestellt und Zusatzflyer bedruckt, in Newslettern informiert und in den sozialen Netzwerken geteilt: „Wir bieten das K5-Leitertraining in unserer Gemeinde an!“

Kein Zufall

Das Geniale: Es passt wunderbar in unseren momentanen Veränderungsprozess in der Gemeinde. Wir haben im Frühjahr 2017 einen Prozess angestoßen, den wir „Vision 2020“ nennen. Schau ihn dir mal an und lies ein paar Zeilen dazu unter folgendem Link:

www.wutachblick.de/2017/09/21/vision-2020-gott-erfahren-begeistert-leben/

Gott ist einfach so gut! Denn das K5-Leitertraining fügt sich nahtlos in diese Strategie ein. Genauer gesagt in das Ziel für das Jahr 2020. Was wir im Ältestenkreis nach viel Beten, Ringen, Diskutieren, Planen, Auf-Gott-Hören, Feedback-Bekommen und Externe-Drüberschauenlassen entwickelt haben für das Jahr 2020 bekommt durch das K5-Leitertraining die konkrete Umsetzungsmöglichkeit. Das kann einfach kein Zufall sein!

So weit, so gut. Doch. Wie viele werden sich anmelden?

Hier kommen wir zum – was meine Person betrifft – unrühmlichen Teil. Ich habe anfangs für mich so gedacht: „Also wenn sich 30 anmelden, wäre das gut – insgeheim rechne ich mal mit 50 Personen.“

Machen wir es kurz: Es haben sich 91 Personen angemeldet, davon sind 88 aus unserer Gemeinde und drei aus dem näheren Umfeld.

Und dann ging’s los

Und dan ging es am Samstag, 14. April los. Wir haben den K5-Schulungstag vom November „nachgeholt“ und einen total genialen Tag in unserer Gemeinde erlebt. Wir haben fünf auf ihre je unterschiedliche Weise total inspirierende Vorträge angesehen. Wir haben gemeinsam Gott angebetet, die Gemeinschaft genossen, über die Gemeinde nachgedacht und ein tolles Catering gehabt (kein Wunder; unser Catering-Team ist professioneller als so manche professionellen Teams).

Kurzum: Ich bin Gott unglaublich dankbar für diesen Tag, den wir erlebt haben. Und ich weiß eines: Das war erst der Anfang! Das war der Anfang des K5-Leitertrainings in unserer Gemeinde. Das war der Anfang eines Abenteuers. Das war der Anfang einer neuen Ära in unserer Gemeinde – wer weiß.

DANKE!

Ich bin immer wieder begeistert und fasziniert, wenn sich Menschen in das Reich Gottes investieren – und das nicht nur für sich, ihre Gemeinde, ihr Werk alleine. Sondern für viele, viele andere.

Hinter dem K5-Leitertraining stehen vor allem zwei „Institutionen“ (vor allem im übertragenen Sinn kann man die beiden so benennen):

Zum einen ist das die Kirche für Oberberg und das Forum Wiedenest. In Person möchte ich hier ganz ausdrücklich und persönlich Artur Siegert (leitender Pastor der „KFO„) danken. Ich hatte die Möglichkeit, ihn beim Willow Creek-Leitungskongress im Februar kurz und ein wenig ausführlicher bei einem K5-Multiplikatorentreffen Anfang März kennenzulernen.

Sein Herz und seine Leidenschaft für Jesus ist unbeschreiblich groß. Sein Herz und seine Leidenschaft für Menschen, die Jesus noch nicht kennen, ist faszinierend. Sein Herz und seine Leidenschaft für Leiterschaft ist über die Maßen inspirierend!

DANKE ARTUR!

DANKE FORUM WIEDENEST!

DANKE KFO!


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