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Wunderwaffe Wertschätzung

“Bad news are good news”. Solange wir diesen Teufelskreislauf glauben und nicht durchbrechen, haben Bücher wie “Wunderwaffe Wertschätzung” absolute Top-Priorität auf allen Schreibtischen und Nachttischen.

Unsere Welt ist voll mit schlechten Nachrichten, Mobbing, Lügen und Worten, die keinem guttun. Inzwischen nicht nur gesprochen, sondern längst auch geschrieben – offline wie online. Wie gut ist es, da etwas an die Hand zu bekommen, das uns hilft, aus dieser Welt keine bessere, aber zumindest für einzelne Menschen eine schönere zu machen.

Ein Staffellauf der Wertschätzung

Tim Niedernolte legt mit seinem Buch “Wunderwaffe Wertschätzung” kein Weltverbesserungsrezept dar. Es ist mehr. Viel mehr. Viel praktischer. Ehrlicher. Verletzlicher. Tiefgründiger.

Stell dir vor, irgendein Mensch bringt einem anderen Menschen ein Stück Wertschätzung entgegen, der wiederum nicht anders kann, als auch Wertschätzung weiterzugeben. Und statt dass ein negativer Kreislauf entsteht, wird der Staffelstab der Wertschätzung weitergereicht. Von Mensch zu Mensch, von alt zu jung, von religiös zu unreligiös, von dick zu dünn von … Mensch zu Mensch.

Niedernolte skizziert auf den erste Seiten seines Buches genau diesen Fall und der Gedanke ist in der Tat inspirierend: Was wäre, wenn wir alle dem anderen Menschen mehr Wertschätzung entgegenbringen würden, als wir es schon tun? Ein Lächeln, eine Aufmerksamkeit, eine Geste, ein Blick, ein paar nette Worte, ein spendierter Kaffee, eine Einladung, eine nette Email oder eine WhatsApp, die aufbaut und ehrt. Wo ist das Problem? Klingt eigentlich gar nicht so schwierig. Eigentlich.

Niedernolte lässt in seinem Buch unterschiedliche Menschen zu Wort kommen, mit denen er über das Thema “Wertschätzung” spricht.

“Oh, ich bin es wohl nicht!”

Dabei geht Niedernolte auf die entwaffnend wundervolle Wirkung von Wertschätzung nicht nur für den ein, der sie empfängt, sondern auch für den, der sie gibt. In diesem Buch kommen unzählige Geschichten, Anekdoten, kleine Erinnerungen und Alltagssituationen zum Ausdruck, die zeigen: Eigentlich ist Wertschätzung ganz einfach.

Eigentlich.

Dass es nicht immer so einfach ist, wie es klingt – auch darauf geht Niedernolte in seinem Buch ein. Beispielsweise mit der Erzählung, wie er sich als TV-Moderator in der letzten Runde eines langen, ausgedehnten Casting-Verfahrens für eine TV-Show befand. Es vergingen Tage und Wochen ohne Rückmeldung, ob er den Job nun habe oder nicht – selbst auf Nachfrage kam keine Reaktion, bis er es dann eines Tages im Internet erfuhr: “Oh, ich bin es wohl nicht!”

Auch das gehört zur Wertschätzung. Ein Zweizeiler hätte gereicht. Und das hat nichts mit schlechtem Verlieren zu tun.

Ein langer Atem der Wertschätzung

Dass Wertschätzung zwar manchmal nur eine kleine Geste ist, aber als Lebensstil einen langen Atem benötigt, zeigen die Gesprächspartner, mit denen Niedernolte sich trifft.

Da ist das außergewöhnliche Model Pari Roehi, der Ex-Fußballprofi Marcell Jansen, der schon mit 21 Jahren ans Ende seiner Karriere dachte, das dann acht Jahre später eintraf und für jede Menge Kopfschütteln im Profi-Business sorgte.

Aber auch das Gespräch mit der Moderationskollegin Dunja Hayali zeigt: Wertschätzung ist ein Lebensstil, der sich manchmal in kleinen, kurzen, spontanen Dingen zeigt – aber nicht immer so ohne weiteres zu leben ist – ja, vielleicht sogar nicht ohne weiteres erlernbar ist.

Besonders faszinierend zu lesen war die Begegnung mit Michael Volkmer, Inhaber der Kreativagentur “Scholz & Volkmer“. Diese Agentur steht für ausgefallene, innovative Ideen, die sich vor allem der Wertschätzung und Nachhaltigkeit – oder altmodisch ausgedrückt: der Menschlichkeit – verschrieben hat. So entstammt beispielsweise die Aktion “Zeit statt Zeug” aus dem Ideenpool der Agentur “Scholz & Volkmer”. Dass mit dieser brillanten Idee aber auch Niederlagen und Rückschläge verbunden sind, kommt im Gespräch sehr deutlich rüber – leider. Man hätte sich gewünscht, das nicht lesen zu müssen.

Wertschätzung kann im Moment geschehen – sie als Lebensstil zu leben, ist aber ein langer Prozess. Bedeutet es doch, dass ich mich bewusst gegen gesellschaftliche Muster stelle und Wertschätzung lebe, wo andere mit Ignoranz oder Selbstverständlichkeit reagieren.

Inhaltlich und äußerlich top

“Wunderwaffe Wertschätzung” überzeugt mich auf vielen Ebenen.

Da ist zunächst die äußerliche Gestaltung. Die Begegnungen Niedernoltes mit seinen Gesprächspartnern wurden fotografisch festgehalten und dem Leser bieten sich wunderschöne Momentaufnahmen, die erahnen lassen, welche Tiefe die Gespräche hatten.

Immer wieder werden am Rand der Seiten einzelne Sätze hervorgehoben, die besonders ins Nachdenken führen oder den Inhalt der gelesenen Seiten zusammenfassen. Sehr hilfreich, um ein wenig “nachzuhängen” und darüber nachzudenken, was man gerade gelesen hat.

Denn: Es sind nicht nur die Begegnungen mit den Gesprächspartnern, die faszinierend sind. Nicht weniger inspirierend und lesesenwert sind die vielen Gedanken, die Niedernolte scheinbar “zwischendurch” über das Buch streut und so “Wunderwaffe Wertschätzung” zu einem Sammelsurium an Inspiration rund um das Thema Wertschätzung werden lässt. Seine vielen Begegnungen und Anekdoten, die er erzählt, lassen ihn glaubwürdig als einen Vorreiter in Sachen Wertschätzung erscheinen.

Deine Geschichte der Wertschätzung

Mich inspiriert dieses Buch ungemein dem zu folgen, was Niedernolte auf den letzten Seiten schreibt:

1. Ihre Art der Wertschätzung ist einzigartig. Ihr Umfeld, ihre Story, ihr Charakter machen Sie unverzichtbar für diese Gesellschaft, und so wie Sie kann niemand anderes wertschätzen. Durch ein liebes Wort, eine hilfreiche Geste, eine verrückte Aktion.

2. Passen Sie auf sich auf und seien Sie gut zu sich selbst. Wertschätzung fängt immer zuerst bei sich selbst an!

3. Ich bin mir sicher: Wenn wir anfangen, unsere Sicht auf die Gesellschaft und unseren Alltag wertschätzender zu gestalten, werden wir alle das große Glück dieser einfachen und doch so weitreichenden Lebenshaltung spüren und erleben.Wunderwaffe Wertschätzung, S. 190

In diesem Sinne: Fang doch gleich damit an, deine Geschichte der Wertschätzung zu schreiben oder fortzuführen. Ich glaube, wenn wir das auf die je unsere Weise tun, dann entsprechen wir dem Grundanliegen dieses Buches, das ich so unglaublich ehrlich, entwaffnend und mit der Wunderwaffe Wertschätzung bewaffnend finde.

Wir sollen keine kleinen Weltverbesserer werden – vielmehr können wir aber die Welt vieler Menschen ein bisschen schöner, bunter, lebensbejahender und glücklicher werden lassen. Tag für Tag.

Infos:
208 Seiten
18,00 EUR
ISBN: 9783863341817
adeo Verlag
Mehr Infos über Tim Niedernolte:

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Die heilende Macht der Liebe

Liebe

Liebe. Ich schreibe etwas über die Ehe. Wie krass ist das denn. Ich wüsste nicht, dass ich das schon einmal getan habe, weil ich mich als alles andere als einen “Ehe-Experten” betrachte. Beleg dafür ist, dass es das Schlagwort “Ehe” auf meinem Blog erst mit diesem Beitrag gibt.

Aber im Urlaub hat es mir ein Buch angetan, das schon eine Weile bei mir auf der “To Read”-Liste stand: “Ehe. Gottes Idee für das größte Versprechen des Lebens” von Timothy & Kathy Keller. Eine ausführliche Rezension wird folgen. Verlass dich drauf! Dieses Buch hat mich wie kein zweites beschäftigt, ermutigt, inspiriert und herausgefordert.

Heute will ich nur ein Zitat bzw. ein paar Gedanken teilen, die mich beim Lesen nicht mehr losgelassen haben.

Die Kellers schreiben auf Seite 149:

Die heilende Macht der Liebe in der Ehe ist gleichsam eine Miniaturausgabe der heilenden Macht Jesu.Timothy & Kathy Keller

Hammer, oder? Die Ehe als Miniaturausgabe der Liebe Jesu.

Etwas überzogen mag es schon klingen, aber ich glaube, die Kellers haben recht (und vor allem dann, wenn man ihr Buch gelesen hat und einen Einblick in ihre Ehe bekommen hat).

Kein anderer Mensch kennt uns so gut wie unser Ehepartner. Und wenn wir ihn lieben – und er uns – dann hat sein Wort weitaus mehr Macht als das Wort aller anderen Menschen. Die Kellers haben dafür einen Bibelvers herangezogen, der das verdeutlichen soll. Er steht in 1. Johannes 3,20:

Denn auch wenn das Herz uns verurteilt: Gott ist größer als unser Herz und erkennt alles. 1. Johannes 3,20

Dazu schreiben die Kellers dann auf Seite 148:

Ihr Herz mag Sie verurteilen, aber die Meinung, die Ihr Ehepartner von Ihnen hat, ist größer als Ihr Herz.Timothy & Kathy Keller

Insofern: Ja, es stimmt. Die heilende Macht der Liebe, die ein Ehepartner dem anderen entgegenbringt, ist eine Miniaturausgabe der heilenden Macht Jesu gegenüber jedem einzelnen Menschen.

Ich bin Gott zutiefst dankbar, dass er mir eine Ehefrau an die Seite gestellt hat, die genau diese Miniaturausgabe der heilenden Macht Jesu lebt. Ich habe es nicht verdient, ich habe es mir nicht erarbeitet – im Gegenteil: Ich verhalte mich oft nicht so, als ob es gerechtfertigt wäre, mir auch nur ein Stück dieser Miniaturausgabe entgegenzubringen. Aber sie gibt sie mir immer und immer wieder.

Sie ist ohnehin eine bewundernswerte, starke, liebenswerte, fürsorgliche, weise, treue, mutige, geistliche, wunderschöne und kreative Frau!

Danke, meine liebe Damaris!

Ihr Männer: Was auch immer vielleicht momentan nicht ganz so rund laufen mag: Seid eurer Ehefrau diese Miniaturausgabe der heilenden Macht der Liebe! Ihr könnt das. Weil Jesus euch dazu die Kraft gibt!


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Majestät

Wow! Dieses Buch ist absolut empfehlenswert, faszinierend, tiefgründig und eine prophetische Stimme unserer Zeit. Es hebt einen Schatz, der in den letzten Jahren und Jahrzehnten vor allem in der westlichen Theologie – und hier auf jeden Fall im deutschsprachigen Raum – mehr und mehr verschollen war. Es ist das majestätische, das heilige Wesen Gottes.

Eintauchen in die faszinierende Heiligkeit Gottes

Das ist nicht nur der Untertitel des Buches, sondern wirklich Programm. Wer “Majestät” liest, kann gar nicht anders, als einzutauchen in die faszinierende Heiligkeit Gottes und zu erkennen, wie viele Facetten diese Heiligkeit Gottes hat; welche Dimensionen sie erreicht und wie sehr sie bestimmend für das Leben eines jeden Christen sein sollte.

Leider scheint in unserer postmodernen Welt genau das Gegenteil der Fall zu sein, wie Harter auch treffend konstatiert:

Die postmoderne Kirche hat die Erkenntnis und Erfahrung von Gottes Heiligkeit in weiten Teilen verloren. Dadurch ist der unfassbare, geheimnisvolle, unbezähmbare und majestätische Gott zu einer diffusen “Macht” für die einen und zu einer Art spirituellen Übervater für die anderen geworden. Dem Begriff “Gott” wurde die ihm innewohnende Herrlichkeit, Gewalt, Wildheit und Kraft genommen, die uns die Bibel beschreibt. Damit wurde uns der Weg zu einem “hausgemachten Gottesbild” gebahnt, welches zum Verlust des Staunens, der Ehrfurcht und der Dankbarkeit geführt hat.Majestät, S. 19

Was Rainer Harter auf den gut 200 Seiten wirklich schafft, ist die Leserin und den Leser mit zurück auf den Weg zu nehmen – auf den Weg hin zum Staunen, zur Ehrfurcht und zur Dankbarkeit gegenüber einem heiligen Gott.

Durch seine ganz unterschiedliche Herangehensweise und Betrachtungsweise des Begriffs Heiligkeit und dessen Auswirkung wird einem beim Lesen sofort deutlich, wie zentral dieser Begriff im Blick auf die Gottesbeschreibung ist.

Im ersten Teil des Buches geht es um das “Wesen des Heiligen”, im Zweitzen Teil um “den heiligen Gott” und im dritten Teil um ein “geheiligtes Leben” – hier wird’s also ganz praktisch und alltags- sowie glaubensrelevant.

Heiligkeit ist nicht soft und seicht

…so habe ich es mir beim Lesen des Buches notiert. Und in der Tat: Harter schafft es, die Ernsthaftigkeit und die Tragweite der Heiligkeit Gottes ins Gespräch zu bringen, ohne den moralischen Zeigefinger zu erheben oder beim Leser das Gefühl der Unzulänglichkeit hervorzurufen. Vielmehr geschieht beim Lesen das, was Harter später im Buch den “christlichen Hedonismus” nennt – also die Freude, den Genuss der Liebe und Heiligkeit Gottes.

Sicherlich rührt dies auch daher, dass er sehr sorgfältig einerseits den Begriff “heilig” biblisch herleitet und zum anderen aber auch immer wieder eigene Beispiele oder Beispiele anderer einflechtet, welche die Relevanz der Heiligkeit Gottes betonen. So zitiert er (den katholischen) Bischof Stefan Oster nach dem Besuch einer Messe:

Ich hatte im Grunde zu keiner Minute den Eindruck, dass die Gläubigen hier einzeln oder als Gemeinschaft dem Heiligen begegnen; geschweige denn dass sie sich vorher darauf vorberietet oder ihm einen inneren Nachhall durch Verweilen gegeben hätten. Es war einfach irgendwie wie immer, sonntags in der Kirche: Gewohnheit, Geselligkeit, ein wenig beten … hier in dieser Kirche war … kaum mehr als routinierte Beiläufigkeit, ein Versammlungssaal, ein vertrautes Ritual, das möglichst unkompliziert im Raum der Diesseitigkeit bleiben darf. Es ist äußerlich irgendwie richtig, aber es ist hoffnungslos richtig, es hatte nämlich so gar nichts von Heiligkeit.Majestät, S. 59

Randbemerkung: Ich empfehle dir einen Blick in den Artikel “Entertainment und Heiligkeit“, der genau diese Beobachtungen aufgreift und der Frage gewidmet ist: “Warum und wie feiern wir Gottesdienst?”

Tiefe und Weite

Das zeichnet für mich “Majestät. Eintauchen in die faszinierende Heiligkeit Gottes” aus. Eine unglaubliche theologische Tiefe, welche dem Begriff “Heiligkeit” so sehr auf den Grund geht, dass eigentlich kaum noch eine Facette oder Dimension der Heiligkeit Gottes nicht zur Sprache kommt.

Gleichzeitig zeichnet sich das Buch aber auch dadurch aus, dass es eine geistliche Weite betrifft, die für mich besonders an zwei Merkmalen deutlich wird.

Zum einen stellt Harter jedem seiner 20 Kapitel ein Zitat voran. Diese stammt von großen Denkern, Theologen oder es ist ein biblisches Zitat. Aber wenn Theodor Fontane, Thomas von Kempen, Edith Stein, Rudolf Otto oder auch Mutter Teresa zu Wort kommen, dann drückt das genauso eine Weite aus wie das zweite Merkmal.

Das 13. Kapitel trägt die Überschrift “Heilige Vorbilder” und in ihnen werden Menschen skizziert, die auf die je eigene Weise zum Thema beitragen. Diese sind Franz von Assisi, Thérèse von Lisieux, Gerhard Tersteegen und Mutter Teresa. Wen das mal keine Weite ist…

Gottes Heiligkeit konkret

Keine Sorge. Das Buch ist weder eine reine theologische noch kirchengeschichtliche Abhandlung über das Wesen der Heiligkeit Gottes, sondern findet in seinem dritten Teil sozusagen ein “konkretes Ende” – nicht umsonst ist der dritte Teil mit “Geheiligtes Leben” beschrieben.

In diesem letzten Teil geht es eben darum, wie diese Heiligkeit Gottes in unserem Leben als Christ eine so zentrale Rolle spielen kann, wie sie ihr schlicht und einfach gebührt. Der eingangs schon erwähnte christliche Hedonismus spielt hierbei eine große und entscheidende Rolle, so dass Harter zu dem Schluss kommt:

Der Genuss Gottes ist nicht einfach die vorübergehende Erfahrung eines emotionalen Kicks, sondern die Kraft zur Heiligung.Majestät, S. 186

Warum es sich nicht nur lohnt, ein “geheiligtes Leben” zu führen, sondern warum dies die einzige Entsprechung zur Heiligkeit Gottes ist, beschreib Harter im vorletzten Kapitel unter der Überschrift “Die Entmachtung des zornigen Königs”:

In unserem Herzen gibt es einen Thron. Der König, der auf ihm sitzt, prägt unser ganzes Sein. Er hat Einfluss auf unsere geheimsten Gedanken, er entscheidet mit darüber, aus welcher Motivation heraus wir etwas tun oder lassen. Er beeinflusst, wen wir lieben oder hassen, mit wem wir uns anfreunden und wen wir lieber meiden. Er schlägt vor, wofür wir unser Geld ausgeben und wie wir unsere freie Zeit verbringen. Seie Ideen, aber auch seine Ansprüche durchdringen unsere Gedanken und lassen uns danach handeln.Majestät, S. 203

Die Frage ist, ob der kleine, zornige König namens “ICH” auf dem Thron sitzen darf – oder der König aller Könige: Jesus Christus.

Infos:
224 Seiten
15,95 EUR
ISBN: 978-3-417-26821-8
SCM R. Brockhaus
Ebenfalls lesenswert: Die Gebetshausbewegung
Mehr Infos über Rainer Harter:

Der Grabstein einer Gemeinde

Stell dir vor, dein Blick schweift über den Friedhof. Die Grabsteine erzählen dir etwas über die Menschen, die dort beerdigt worden sind. Über ihr Leben, ihren Glauben, ihre Familie. Dann fällt dein Blick auf einen ganz besonderen Grabstein.

Davon erzählt Pastor Carey Nieuwhof in seinem Buch “Leading Change Without Losing It“.

Eines Tages hielt er auf dem Friedhof eine Beerdigung, als ein Grabstein seinen Blick auf sich zog. Er näherte sich dem Grabstein und las zunächst den Vers, der auf diesem Grabstein stand:

Geht in die ganze Welt und verkündet der ganzen Schöpfung das Evangelium!Markus 16,15

Erstaunt über diesen Vers schaut Nieuwhof genauer hin und will wissen: Wer ist dieser Mensch, der hier begraben liegt? Kenne ich ihn vielleicht? Welche Geschichte spiegelt sein Leben wider bei einem solch aussagestarken Vers?

Aber Nieuwhof traut seinen Augen kaum. Es ist nicht der Grabstein einer einzelnen Person. Es ist der Grabstein einer Gemeinde. In der Tat: hier liegt eine Gemeinde begraben?!

Nieuwhof berichtet in seinem Buch weiter, dass er diese Gemeinde kannte. Sie hatte eine gute Zeit – ehe sie den Wandel der Zeit verschlief und sich Veränderung versperrte. Das Gemeindezentrum wurde abgerissen und schließlich dieser Grabstein der Gemeinde errichtet.

Veränderungsresistenz führt in den Tod

Als ich diese Geschichte las, war ich einerseits fasziniert, da ich noch nie von einem “Gemeinde-Grabstein” hörte. Auf der anderen Seite war ich traurig. Da hat eine Gemeine den Geist aufgegeben und hat sich beerdigt oder besser gesagt: beerdigen lassen. Wie krass ist das denn?

Und: Könnte es vielleicht sein, dass mehr Gemeinden sich auf diesem Weg befinden, als wir das vielleicht denken?

Der absolute Grabsteinindikator für mich ist eine Aussage, die ich immer wieder mal bei Kirchens höre: “Das haben wir schon immer so gemacht!” Eine Variante davon ist: “Das war schon immer so.”

Eine solche Veränderungsresistenz führt ganz sicher in den Tod einer Gemeinde. Zumindest in den geistlichen Tod, wobei die äußere Hülle wie Gebäude, Angebote und Verwaltung aufrecht erhalten werden können. Wir können echt jede Menge Lärm machen – aber inhaltlich nicht viel bieten.

Manchmal ist es sogar notwendig, einen Dienst oder einen Bereich innerhalb der Gemeinde aufzugeben und “sterben zu lassen”, um Raum, Kraft und Zeit freizusetzen für etwas Neues – dazu findest Du hier 5 Anzeichen, wann es soweit ist.

Und leider verpassen Gemeinden oft den Moment, an denen es gut wäre, einen richtigen Schlusspunkt bei einem Angebot oder einer Gruppe zu setzen – ehe man etwas aufrechterhält, was eigentlich gar nicht mehr lebt.

Ein schleichender Prozess

Keine Gemeinde stirbt von Heute auf Morgen sondern ich glaube, es ist ein schleichender Prozess. Um diesem Prozess entgegenzuwirken ist meiner Meinung nach nicht die Frage entscheidend, was wir als Gemeinde tun oder wie wir es tun – sondern warum.

Im “Wie” und im “Was” können wir uns ganz schnell verlieren. Und meistens kommen uns ausgerechnet auf diese Fragen auch einige Antworten wie neue Angebote, neue Medien nutzen, zielgruppenorientierte Angebote, gabenorientierte Mitarbeit und so weiter.

Alles gut. Alles schön. Alles nett.

Aber das ist nicht der Knackpunkt. Der ist die Frage: Warum tun wir, was wir tun?

Darauf eine Antworte zu finden ist absolut entscheidend und vitalisierend für die Gemeinde, die dann hoffentlich keinen Grabstein benötigt!

Falls du einen Tipp benötigst, was eine gute Antwort wäre auf die Frage “Warum tun wir, was wir tun?”, öffne einfach den Spoiler.

Warum tun wir, was wir tun?
Da ging Jesus auf seine Jünger zu und sprach: “Ich habe von Gott alle Macht im Himmel und auf der Erde erhalten.

Deshalb geht hinaus in die ganze Welt und ruft alle Menschen dazu auf, meine Jünger zu werden! Tauft sie auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes! Lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch aufgetragen habe.

Ihr dürft sicher sein: Ich bin immer bei euch, bis das Ende dieser Welt gekommen ist!” (Die Bibel, Matthäus 28,18-20)


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Unbrauchbar?

Dieses Buch zu beschreiben, ist nicht einfach. Das Thema ist zweifelsohne topaktuell – gleichzeitig auf dem christlichen Buchmarkt wiederum nicht neu.

“Unbrauchbar” – so fühlen sich manche Menschen, wenn sie auf sich selbst schauen und entdecken wollen, wie Gott sie gebrauchen kann. Viele Lügen und Selbsttäuschungen tischen wir uns auf und alles endet irgendwie im Desaster.

Dieses Buch, besser gesagt sein Autor Steven Furtick, will dem entgegensteuern. So beschreibt es auch der Untertitel: “Warum Gott Verlierer braucht, um große Dinge zu tun.”

Biblische Vorbilder

Furtick betrachtet unterschiedliche Personen aus der Bibel, vor allem aber Jakob, um deutlich zu machen: Du musst nicht nach menschlichem Ermessen perfekt sein, damit Gott mit Dir etwas erreichen kann.

Spannend fand ich gar nicht mal nur seine Ausführungen zu Jakob, sondern der Gedanke “Das dritte Wort”. Dies rührt von der Berufungsgeschichte des Mose her, als Gott sich ihm vorstellt mit der Selbstbeschreibung “Ich bin”. Wie würden wir diese Aussage über uns selbst vervollständigen? “Ich bin….” – klug, dumm, sportlich, lethargisch, liebevoll, ausgelaugt, begeisternd, …. oder was auch immer. Auf einigen Seiten entfaltet Furtick diesen Gedanken, der für mich einer der stärksten im gesamten Buch ist. Warum? Weil wir sehr schnell in die Falle tappen, negativ über uns selbst zu denken und Aussagen über uns selbst zu treffen.

Aber was wäre, wenn wir die Selbstbeschreibung “Ich bin…” aus göttlicher Perspektive weiter ausführen? Das ist ein echter “Gamechanger”.

Leicht und locker lesbar

Furtick will mit seinem Buch der Leserin und dem Leser Mut machen. Keine Frage – das gelingt ihm auch an vielen Stellen, weil er leicht und locker schreibt und beschreibt, wie ein Leben aussieht, das manch einer als “unbrauchbar” beschreiben würde.

Nicht umsonst verwendet er diese Beschreibung auch auf sich selbst und seine Biografie. Insofern – alles richtig gemacht.

Aber die Stärke wird irgendwie auch zur Schwäche. Ich empfinde das Buch an einigen Stellen als sehr langatmig, weil Furtick ausschweift und seine leichte und lockere Art dazu führt, dass er sich in manchen Beispielen und Kurzgeschichten verliert.

Zwar schafft er es immer, zum eigentlichen Thema zurück zu kommen, aber es macht das Buch manchmal etwas langatmig. Aber: Ansichtssache! Manch einer mag es geradezu, wenn der Autor hier und dort abschweift und eine Anekdote nach der anderen erzählt.

Alles in allem ist es ein gutes Buch – keine Frage. Furtick lädt ausführlich dazu ein, dass wir unser Leben nicht nach rein menschlichen Maßstäben messen. Vielmehr sollen wir den göttlichen Blick auf unser Leben zulassen und unser Herz durchdringen lassen. Dann – und wohl erst dann – werden wir feststellen: Niemand ist unbrauchbar!

Dieses Buch liefert diese Message und das ist gut so!

Infos:
272 Seiten
16,00 EUR
ISBN: 978-3-96140-030-0
Brendow-Verlag
Mehr Infos über Steven Furtick:

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Gesund und heil durch das Abendmahl

Abendmahl. Ein großes Thema innerhalb der Kirche und ihrer Geschichte. Viel wurde darüber geschrieben – aber nur wenig verstanden. Viel wurde darüber philosophiert, und doch wird es viel zu selten gefeiert.

Prince gliedert sein Buch in drei Kapitel.

Erstes Kapitel: Das Abendmahl – Gottes Kanal göttlicher Gesundheit

Zweites Kapitel: Wie man die Bedeutung des Leibes des Herrn erkennt

Drittes Kapitel: Scheue dich nicht, das Abendmahl zu feiern

Im Folgenden widme ich jedem Kapitel einen kurzen Abschnitt.

Abendmahl – ein provokantes Verständnis

Ich behaupte nicht, dass Joseph Prince nun alles erkannt hat, geschweige denn, dass ich ihm in allem zustimme – im Gegenteil. Was ich aber glaube ist, dass er einen Finger in eine Wunde legt, die geschlagen wurde, weil das Abendmahl durch die westliche Theologie entweder rationalisiert oder mystifiziert wurde, so dass es an seiner eigentlichen Kraft mehr und mehr verloren hat.

Wenn wir erkennen, dass das Abendmahl Gottes Kanal der Gesundheit und Heil-Seins für sein Volk ist, und wir die Gemeinde lehren, was der Leib des Herrn bedeutet, wenn sie an seinen Tisch kommt, dann wird das Volk Gottes gesund und stark sein und lange leben.Joseph Prince: Gesund und heil durch das Abendmahl, S.23

Solch eine Aussage provoziert natürlich ungemein und ich würde auch nicht Prince’ Aussage zustimmen, die er als ersten Satz seines Buches trifft:

Göttliche Gesundheit ist der größte Segen, den wir neben unserer Errettung vor der Hölle oder ewiger Zerstörung empfangen können.Joseph Prince: Gesund und heil durch das Abendmahl, S.11

Sicher – man müsste genauer hinschauen, was er unter “göttlicher Gesundheit” meint, also ob er ein ganzheitliches Gesundsein von Körper, Seele und Geist ähnlich dem “Schalom Gottes” im Alten Testament meint. Wenn ich sein Buch jedoch weiterlese, dann ist diese “göttliche Gesundheit” oft sehr schnell auf eine körperliche Gesundheit minimiert.

Abendmahl – ein faszinierendes Verständnis

Und doch trifft Prince Aussagen und kommt zu theologischen Erkenntnissen, die ich herausfordernd und ermutigend zugleich finde und vor allem: für die Praxis einer jeden christlichen Gemeinschaft äußerst relevant.

Als Jesus unsere Strafe am Kreuz auf sich nahm, brachte uns das nicht nur Vergebung, sondern auch Heilung. Die meisten Menschen beantworten die Frage, ob sie sich ihrer Vergebung sicher sind, mit Ja. Sie wissen, dass Gott ihnen aufgrund des Kreuzes bereits vergeben hat. Aber wenn sie gefragt werden, ob sie sich ihrer Heilung sicher sind, verneinen sie. Ich möchte, dass du weißt, dass Jesus am Kreuz unsere Sünden und unsere Krankheiten trug. Und deshalb ist Heilung genauso wie Vergebung keine Verheißung. Es ist das mit Blut erkaufte Recht jedes Christen.Joseph Prince: Gesund und heil durch das Abendmahl, S.38+39

Das muss sich erst mal setzen. Klar. Prince argumentiert einerseits durch das Gottesknechtslied in Jesaja 52+53 und andererseits durch die Analogie und christologische Deutung des Passah-Geschehens im 2. Buch Mose. Beides hat für mich theologisch gesehen nicht nur Substanz, sondern auch Plausibilität.

Natürlich ist das Buch keine theologische Abhandlung. Es ist eine Beschreibung dessen, was dort geschieht, aus der Feder eines Menschen mit bestimmter theologischer Meinung. So wie jeder Theologe sie hat.

Abendmahl – ein ermutigendes Verständnis

In diesem letzten Kapitel liegt eine große Stärke des Buches. Leider ist durch eine falsche Auslegung einer bekannten Stelle des Neuen Testamentes zum Abendmahl viel Irrlehre verbreitet und viele Christen verunsichert worden. Gemeint ist folgende Stelle:

Wer also unwürdig von dem Brot isst oder von dem Kelch des Herrn trinkt, der wird schuldig sein am Leib und Blut des Herrn. Der Mensch prüfe aber sich selbst, und so esse er von diesem Brot und trinke von diesem Kelch. Denn wer isst und trinkt und nicht bedenkt, welcher Leib es ist, der isst und trinkt sich selber zum Gericht. Die Bibel, 1. Korinther 11, 27-29

Prince geht in diesem letzten Kapitel darauf ein und betrachtet, was es heißt, “unwürdig” das Abendmahl zu feiern. Es bedeutet eben nicht, dass Christen unwürdig sind, wenn sie in ihrem Leben eine Sünde entdecken und diese sie ausschließen würde, am Abendmahl teilzunehmen. Ganz ehrlich: Keiner dürfte jemals wieder Abendmahl feiern, wenn wir “unwürdig” so verstehen. Leider wird dies aber oft noch gelehrt und treibt viele Christen in unnötige Gewissensnöte.

Zurecht weist Prince daraufhin, dass das griechische Wort für “unwürdig” ein Adverb und kein Adjektiv ist. Es beschreibt also nicht unser Wesen, sondern unsere Art, das Abendmahl zu feiern.

Indem sie das Abendmahl als bloßes Ritual behandelten, entgingen ihnen die Segnungen. Sie erkannten die Bedeutung des Brotes nicht. Sie wussten nicht, warum sie es aßen. Das bedeutet es, das Abendmahl auf unwürdige Weise zu feiern.Joseph Prince: Gesund und heil durch das Abendmahl, S.56

Prince geht im Weiteren auch darauf ein, was “Gericht” bedeutet, gibt ein paar wirklich gute praktische Gedanken zum Feiern des Abendmahls weiter und schließt das Buch mit Berichten von Heilungen im Zusammenhang mit dem Abendmahl.

Mehr Infos über Joseph Prince
Infos:
89 Seiten
5,00 EUR
ISBN: 978-3-943597-85-1
www.gracetoday.de
Auch lesenswert:
In diesem Artikel habe ich über den Podcast von Joseph Prince geschrieben: www.david-brunner.de/meine-top-5-podcasts/

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Das Prinzip der Entwicklung

Führung und Leitung bedeuten Entwicklung.

Maxwell endet dieses dritte Kapitel mit einer “guten Nachricht”:

Wenn sie eine Führungspersönlichkeit sein wollen, lautet die gute Nachricht, dass Sie das schaffen können.John C. Maxwell

Aber wie?

Ja, diese Frage stelle ich mir auch immer wieder. Was Maxwell wohl schlicht und einfach antworten würde: “Nicht über Nacht!” Die schnelle Lösung gibt es hier nicht. Die Entwicklung von Führungs- und Leitungsgabe braucht Zeit. Aber ist das nicht auch wirklich die gute Nachricht? Niemand wird als fertiger Super-Leiter geboren. Aber jeder, der in Leitungs- und Führungsverantwortung steht, hat die Möglichkeit, sich zu entwickeln.

Ich finde das unglaublich beruhigend. Wenn ich auf meine Jahre als Pfarrer zurückschaue, dann entdecke ich bei mir selbst diese Entwicklung. Manche Entscheidungen und Entscheidungswege würde ich heute anders gehen als früher. Manches nicht, aber doch so vieles. Wenn ich Maxwells Buch lese, entdecke ich aber auch dass mein Weg erst begonnen hat. Es gibt noch so unglaublich viel in Sachen Leiterschaft und Führungsverantwortung zu lernen.

Und das alles “nicht über Nacht”. Ich glaube, das ist das A und O. Ich bin selbst jemand, dessen größte Stärke nicht unbedingt die Geduld ist. Allerdings habe ich das in Sachen Führung und Leitung auch schon so oft gemerkt: Besser werde ich nicht über Nacht, es ist ein Weg, ein Prozess, ein Stolpern, Fallen, Aufstehen und ein weitermachen.

Von Theodore Roosevelt lernen

Maxwell schreibt in diesem Kapitel nicht theoretisch, sondern bringt viele praktische Beispiele anhand des Vorbilds von Ex-US-Präsident Theodore Roosevelt. Nebenbei bemerkt: ein faszinierender Mann.

Der Tod hat Roosevelt überraschend getroffen. Selbst auf seinem Sterbebett fand man unter seinem Kopfkissen ein Buch. Bis zum Ende blieb er ein Lernender. Auch als er als Ex-Präsident Teil einer Forschungsgruppe war, blieb er ein Lernender – mit 55 Jahren!

Ich glaube, dass für Gemeindeleiter und Pastoren die Herausforderung darin besteht, ein aktiv Lernender zu bleiben – nicht nur in der Theorie. Ich kann mir oftmals vorsagen “Ich bin ein Lernender” – aber wenn ich nicht lerne, dann hagelt’s halt die schlechten Noten – das ist wie in der Schule.

Also müssen wir als leitende Pastoren uns Zeit nehmen, um zu lernen. Warum? Weil wir dadurch bessere Leiterinnen und Leiter werden. Wie du das machst, ist dir überlassen. Such dir deine Routine, die dir gut tut.

Podcasts, Blogs, Bücher oder Coachings. Das alles kann dir helfen – aber nur dann, wenn du es auch in Anspruch nimmst!

Triff zwei Entscheidungen

Die erste Entscheidung ist genau die: Willst du lernen oder nicht? Triffst du die Entscheidung, nicht lernen zu wollen, dann kannst du jetzt auch aufhören zu lesen. Triffst du die Entscheidung, deine Führungs- und Leitungskompetenz zu verbessern, dann such dir eine Routine, die dir helfen kann:

  • Jeden Morgen ein paar Seiten in einem guten Leadership-Buch lesen.
  • Auf Fahrten, die länger als 30 Minuten gehen, einen Leadership-Podcast anhören. Selbst wenn eine Folge länger als 30 Minuten gehen sollte – du bekommst in 30 Minuten schon jede Menge guten Input. Ein paar Empfehlungen zu guten Podcasts, bekommst du hier.
  • Den regelmäßigen (das kann auch 14tägig, monatlich oder pro Quartal) Austausch und das konkrete Gespräch mit einem Menschen suchen, der die in Sachen Führung und Leitung voraus ist und dich inspiriert.
  • Das Buch “Die 21 wichtigsten Führungsprinzipien” von John C. Maxwell oder “Die Kunst des Führens” von Bill Hybels durcharbeiten. Der Vorteil: Beide Bücher bestehen aus kurzen, knackigen, jeweils für sich verständlichen und inspirierenden Kapiteln.

Die zweite Entscheidung hat etwas mit der Geschichte von Theodore Roosevelt zu tun. Lies also ruhig mal das dritte Kapitel in Maxwells Buch. Er erzählt von Roosevelt – und dass Hindernisse für ihn schlichtweg zum Überwinden da waren.

Triff diese Entscheidung auch! Lass dich nicht entmutigen! Lass dir nicht deine Vision rauben! Lass dich nicht von deiner göttlichen Berufung abbringen! Hindernisse – wenn es Hindernisse und keine berechtigten Einwände, Kritiken oder göttliche Hinweise sind – sind dafür da, überwunden zu werden!

Und halte daran fest, ein Leben lang Lernender zu bleiben. Denn – so schreibt es Maxwell:

Egal auf welchem Niveau Sie einsteigen – Sie können sich noch steigern.John C. Maxwell

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Anbetungszentrum Wutachtal

Im Wutachtal (das ist ein kleiner, wunderschöner und liebenswerter Landstrich an der Schweizer Grenze) ist etwas am Entstehen, was mich aus tiefstem Herzen begeistert: Das Anbetungszentrum Wutachtal.

Wie alles begann…

Alles begann damit, dass wir uns als Gemeindeleitung (Älteste und Hauptamtliche) intensiv darüber Gedanken gemacht haben, wohin die Reise gehen soll mit uns als Gemeinde und was Gott wohl vorhat mit unserer evangelischen Kirchengemeinde Wutachtal.

Den ganzen Prozess hier zu schildern, würde den Rahmen sprengen, aber ich würde dir einfach gerne unsere Strategie “Vision 2020” ans Herz legen zu lesen. Dort findest du in kurzer und präziser Form zusammengefasst, was uns als Gemeindeleitung veranlasst hat, einige größere und kleinere Veränderungen anzugehen.

Nachlesen kannst du das hier:

www.wutachblick.de/2017/09/21/vision-2020-gott-erfahren-begeistert-leben/

Ein mutiger Schritt

Nun also gehen wir für 2018 den mutigen Schritt und wollen in der evangelischen Kirche in Stühlingen ein Anbetungszentrum entstehen lassen. Manches davon ist schon längst da, manches ist in Planung und Gedanken – manches davon weiß bisher nur Gott alleine.

Mein tiefer Wunsch ist es, dass Menschen in diesem Anbetungszentrum einen Platz finden – und Gott begegnen. Ganz nah an sein Herz kommen – und eigentlich gar nicht mehr weg wollen.

Ich glaube, hoffe und vertraue darauf, dass dieses Anbetungszentrum ein Ort sein wird, an dem Gott sich offenbart, an dem Gott handelt und von dem Menschen – wenn sie dann doch wieder gehen – verändert in ihren Alltag zurück gehen.

Gespannt bin wie ein kleines Kind vor Weihnachten, welche Geschenke Gott für uns versteckt hat und uns auspacken lässt.

Ich bin gespannt darauf, wie dieses Anbetungszentrum das Wutachtal und vor allem: die Menschen im Wutachtal verändern wird.

Wenn die Heiligkeit und Herrlichkeit Gottes sich zeigt, geschehen Wunder. Dafür braucht Gott keinen festen Platz, keine statischen vier Wände oder ähnliches. Aber das Anbetungszentrum ist für uns Menschen eine wunderbare Hilfe, um diesen heiligen, gnädigen, liebenden und ehrfurchtsgebietenden Gott zu suchen, zu finden und seinen Herzschlag zu hören.

Nah an Gottes Herz

So haben wir in einem Schlagwort bzw. einem Satz benannt, was wir mit diesem Anbetungszentrum erreichen wollen: Dass Menschen nah am Herzen Gottes sind.

Wie das konkret aussehen kann, haben wir im Rahmen einer Klausurtagung ebenfalls ausformuliert:

NAH AN GOTTES HERZ

In Einheit Ihn ehren,

Ihm gemeinschaftlich begegnen,

von Ihm hören,

Stärkung empfangen,

Wunder erleben,

mit Freude beschenkt, denn:

Gott verändert dein Leben!

Und jetzt?

Jetzt sind wir gespannt. Sehr gespannt. Sehr, sehr, sehr gespannt, was Gott tun wird!

Ich glaube, dass wir es gar nicht genug wertschätzen und überschätzen können, was es bedeutet, Gott anzubeten. Für jeden einzelnen Menschen ist es Sinn und Ziel zugleich, seinen Schöpfer anzubeten. Natürlich weil ihm alleine diese Ehre gebührt. Aber auch, weil durch Anbetung Gottes Herrlichkeit sich in dieser allzu irdischen, menschlichen und oft viel zu anti-göttlichen Realität zeigt und Wunder bewirkt.

Wir wünschen uns das als Gemeinde. Ich wünsche mir das aus tiefstem Herzen, dass es Gott ist, der unsere Gesellschaft, unsere Herzen, mich verändert. Und dazu dieses Anbetungszentrum wie eine Art “geistliches Bollwerk” – das hat schon was Großes.

Die eigentliche Realität

Im Neuen Testament schreibt der Apostel Paulus an die Gemeinde in Ephesus einen Brief, den er damit beendet, den Gläubigen zu verdeutlichen, was die eigentliche Realität ist. Er schreibt:

Denn wir kämpfen nicht gegen Menschen, sondern gegen Mächte und Gewalten des Bösen, die über diese gottlose Welt herrschen und im Unsichtbaren ihr unheilvolles Wesen treiben.Epheser 6,12

Für jemanden, der mit der geistlichen Welt nicht so viel anfangen kann, mag das alles ein wenig verrückt klingen. Klar. Keine Frage. Und auch für mich ist nicht alles so “klar und einfach zu verstehen”. Aber ich bin der festen Überzeugung, dass es mehr gibt als das, was wir sehen. Dass es einen Gott gibt, der mich liebt, der dich liebt und der jeden einzelnen Menschen liebt. Und wenn es diesen Gott gibt, dann muss er sich ja irgendwo aufhalten. Und wenn es diesen Gott gibt, dann glaube ich auch, dass es jemanden gibt, der sich ihm in den Weg stellt, wie die Bibel es immer wieder an vielen Stellen berichtet – der Teufel, der alte Verlierer.

Ich glaube aber auch, dass dieser Vers aus dem Epehserbrief eine gute Hilfe ist, zu sehen, in welchen Kontext alles menschliche und kirchliche Leben sich abspielt – und wie schön es doch ist zu wissen, dass wer an Jesus glaubt, auf der Siegerseite steht.

Das alles nun Realität werden zu lassen und das Übernatürliche auf das Natürliche treffen zu lassen – das wollen wir mit dem Anbetungszentrum Wutachtal.

Natürlich kannst du noch jede Menge mehr über das Anbetungszentrum erfahren – nämlich unter diesem Link: www.wutachblick.de/anbetungszentrum