Ein Klassiker auf dem christlichen Buchmarkt ist “Ordne dein Leben” von Gordon MacDonald. Der Untertitel ist dabei allerdings ein wenig zu kurz gegriffen: “Perspektiven für den Umgang mit dem Leben und der Zeit”. Dabei wird vielleicht zu schnell vermittelt, dass es hier nur um ein Zeitmanagement-Buch geht. Dem ist zum Glück überhaupt nicht so. Es geht um viel mehr als nur um Zeit.

MacDonald nennt dieses “mehr” die “verborgene Welt”. Wir nennen es auch “den Geist” oder “die Seele”. Er spricht von dem, was unser Leben von innen heraus bestimmt. Eben genau nicht das, was wir an der Oberfläche sehen und was nach außen hin sichtbar ist, sondern das, was tief in uns ist. Und das gehört geordnet.

Ich habe dieses Buch im Urlaub gelesen und regelrecht durchgearbeitet, weil es ein großer Schatz ist und das Potenzial in sich trägt, nicht mit oberflächlichen Ratschlägen daherzukommen sondern mit Lebensweisheiten – auch wenn dieser Begriff abgedroschen klingt.

Was wir vergessen haben

Ich glaube, wir leben in einer Zeit, die sehr auf das Äußere und Sichtbare fixiert ist. Es zählt der schnelle Erfolg und das gute Äußere. Das beginnt beim Aussehen, geht weiter dorthin, wie man sich gibt, wie man auftritt, welche Erfolge man vorzuweisen hat, wie viel Einfluss man hat. Dieses Denken bleibt leider nicht vor der Kirchentür stehen. Es geht hindurch. Es betritt und betrifft die Gemeinde Jesu. Leider.

Und leider haben wir genau das vergessen. Weder die Gemeinde Jesu als Gruppe noch der individuelle Christ lebt auf einer frommen Insel – vollkommen losgelöst von gesellschaftlichen Entwicklungen und Zwängen. Wir kennen den Slogan “in der Welt aber nicht von der Welt” in Anlehnung an das, was Jesus seinen Jügern zum Abschied mitgab bzw. was er von seinem himmlischen Vater erbat:

Ich habe ihnen dein Wort gegeben, und die Welt hasst sie; denn sie sind nicht von der Welt, wie auch ich nicht von der Welt bin. Ich bitte nicht, dass du sie aus der Welt nimmst, sondern dass du sie bewahrst vor dem Bösen. Sie sind nicht von der Welt, wie auch ich nicht von der Welt bin. Die Bibel, Johannes 17,14-16

Das bedeutet aber schlicht und einfach: Auch als Nachfolgerinnen und Nachfolger Jesu leben wir mitten in dieser wunderschönen und zugleich zerbrochenen Welt. Dagegen können und sollen (!) wir nichts haben. Es bedeutet aber, dass der äußere und äußerliche Einfluss, den die Gesellschaft auf den Menschen nimmt, uns immer mehr davon abhalten wird, unseren “inneren Menschen”, unsere verborgene Welt, zu achten, ihre Bedrüfnisse wahrzunehmen und ihnen zu entsprechen. Paulus drückt es so aus:

Er gebe euch aufgrund des Reichtums seiner Herrlichkeit, dass ihr in Bezug auf den inneren Menschen durch seinen Geist an Kraft und Stärke zunehmt. Die Bibel, Epheser 3,16
Jeder ist betroffen

Ich glaube, es ist wichtig zu erkennen: Jeder ist betroffen. Es gibt keine Ausnahmen. Natürlich kann man jetzt die Klassiker wie Schönheit, Geld, Sex, Macht, Bestz, Einfluss und so weiter bemühen, um mal wieder das Böse genau zu kennzeichnen, das über unseren “äußeren Menschen” definiert wird.

Es ist aber wichtig, dass wir verstehen: Die Gemeinde Jesu und jeder einzelne als Christ ist nicht nur davon betroffen, in die äußerliche Falle reinzutappen. Es gibt sogar eine fromme Variante davon. Eine fromme Variante, die vorgaukelt, dass wir nur schön auf das Äußere schauen sollen und wir werden erkennen, “wie Gott segnet”.

  • Da gilt es, besonders hohe Zahlen vorzuweisen: Die Zahl der Gottesdienstbesucher, die Zahl der Bekehrungen und Taufen, die Zahl der Spenden usw. Nichts gegen Zahlen (es stimmt: Hinter jeder Zahl steht ein Mensch!) – sie sind aber äußerlich. Über eine innere Stärke sagen sie noch wenig aus.
  • Da gilt es, ein besonders krasses und ausgefallenes Bühnendesign zu haben: Viele Strahler, das neuste Design, am besten eine große LED-Wand und und und. Keine Frage: Ein cooles Bühnendesign hat was. Aber eine oberflächliche Predigt gewinnt durch ein tolles Bühnendesign auch nicht an Tiefe.
  • Da gilt es, Hochglanz-Fotos auf Instagram zu posten, was das Zeug hält. Ganz ehrlich? Mich langweilt das über die Maßen. Eines Tages bin ich mal so durch meinen Instagram-Account gescrollt und es erschienen jede Menge Fotos von “hippen Gemeinden” nacheinander. Mein erster Gedanke. “Meine Güte, das sind ja nur Kopien voneinander.” Ein “Setting” der Kirchen sah aus wie das andere. Da ich keine Lust auf Kopien habe, sondern Originale möchte, zu denen Gott uns alle geschaffen hat, bin ich einigen Accouns “entfolgt”.
  • Da gilt es, exakt die Worship-Songs zu singen, die Gemeinde XY auch singt, weil: Die Gemeinde ist cool. Also müssen wir die Songs auch singen. “Um was geht’s in den Songs?” “Keine Ahnung. Das ist Englisch. Das verstehe ich nicht so. Aber es ist hipp und klingt trendy.” Ok, ok, der Dialog war gestellt – aber ich glaube, er ist sinnbildlich dafür, dass das “Äußere” über “die verborgene Welt” gewonnen hat – in einer frommen Ausgabe des Ganzen.
Die Kraft der “verborgenen Welt”

Mich interessieren Entwicklungen, Dynamiken und Prozesse der Gemeindelandschaft. Ich nehme momentan wahr, dass viele “den Erfolg” der großen Gemeinden und deren Leiter-Ikonen auch gerne hätten und denken, es würde reichen, wenn man nur mal so ein bisschen das Äußere kopiert. Das wird kurzfristig sogar funktionieren – langfristig aber zu ganz viel Frust und Enttäuschung führen. Wieso? Weil “die verborgene Welt”, “der innere Mensch” (wie Paulus schreibt), dabei nicht ausreichend beachtet und genährt wird. Dann werden die Dinge, die wir tun, oberflächlich und es ist, als ob wir – und die, die wir nähren sollen – geistlich verdursten.

Ich liebe es, inspiriert zu werden von Gemeinden und Pastoren, die x Schritte dem voraus sind, wo ich oder meine Gemeinde gerade stehe. Ich mag es total, diesen Menschen, Leitern und Pastoren zuzuhören, von ihrer Weisheit zu profitieren und dabei selbst zu wachsen. Mit meiner Frau bin ich im Coaching bei genau solch einem Pastorenehepaar und was wir alleine durch dieses Coaching gelernt haben, hat unsere “verborgene Welt” sehr, sehr bereichert und wir würden an unserem “inneren Menschen” sehr wachsen, wenn wir diese Gedanken und Ratschläge, diese Weisheit und Lebensreife, die wir von diesem Ehepaar empfangen, auch nur ansatzweise umsetzen. Wir beginnen damit. Und lernen. Denn mir geht es an erster Stelle nicht um einnen Beruf oder das, was du leistest, sondern es geht um dich und mich als Mensch, als Kind Gottes.

Ich habe aufgehört, vom Äußeren auf das Innere zu schließen. Zu glauben, dass “alles in Ordnung” sei, wenn eine Gemeinde viele Gottesdienstbesucher hat, ein Pastor überall als Sprecher eingeladen ist – ist ein Trugschluss. Vom Äußeren kann nur bedingt auf das Innere geschlossen werden.

Manchmal erwische ich mich aber dabei, dass ich es dennoch tue, das gebe ich zu. Dann muss ich mich an die eigene Nase fassen und wieder genauer hinschauen, um was es wirklich geht: die Kraft der verborgenen Welt. Die Kraft, die uns mutige Gebete sprechen lässt, die nächsten Glaubensschritte gehen lässt und uns die Gewissheit gibt, mit Gott über Mauern zu springen. Es ist der Ort, an dem wir schonungslos ehrlich zu uns selbst sind und wahrnehmen, welche wirklichen Bedürfnisse es zu stillen gilt.

Ich mag den Ausdruck “verborgene Welt” (=Geist, Seele, innerer Mensch) deswegwen, weil er etwas Mystisches, etwas Faszinierendes an sicht hat. Eine “verborgene Welt” will entdeckt und erkundet werden. Sie will verstanden und ans Licht gebracht werden. Und genau darum geht es in “Ordne dein Leben”. Ich nehme an dieser Stelle einfach nicht zu viel vorweg. Denn logischerweise fragt man sich: Wie kann ich auf meine verborgene Welt mehr achten? Woraus besteht diese verborgene Welt im Detail? Was bringt es mir und meinem Umfeld, wenn meine verborgene Welt “in Ordnung” ist?

Genau darum geht es in “Ordne dein Leben” von Gordon MacDonald. Er beschreibt die “verborgene Welt” in fünf Dimensionen.

Weil mich das Buch unglaublich inspiriert hat, habe ich es zusammengefasst bzw. die für mich wichtigsten Aussagen der jeweiligen Kapitel herausgeschrieben. Da ich das ohnehin getan habe, dachte ich mir, dass ich dir das auch gerne zur Verfügung stellen kann. Vielleicht hilft es dir, deine verborgene Welt mehr und mehr zu entdecken und ihr die Aufmerksamkeit zu schenken, die sie benötigt.

Die Seitenzahlen beziehen sich auf die vierte, 2013 im Verlag “Gerth Medien” erschienene Ausgabe.

1 Das Aushöhlungs-Syndrom

“Wenn meine verborgene Welt in Ordnung ist, dann deswegen, weil ich davon überzeugt bin, dass mein “innerliches” Seelenleben die Vorherrschaft über meine “äußerliche” Geschäftigkeit haben muss.”

2 Der Blick von der Brücke

“Wenn meine verborgene Welt in Ordnung ist, dann nur deshalb, weil ich täglich die Entscheidung treffe, ihren Stand der Ordnung zu überprüfen.”

I Motivation

3 Im goldenen Käfig gefangen

“Wenn meine verborgene Welt in Ordnung ist, dann deshalb, weil ich mir meinen chaotischen Lebensstil bewusst vor Augen geführt und entschieden habe, ihn rigoros zu ändern.”

  1. Ein getriebener Mensch findet häufig nur Befriedigung, wenn er sein Ziel erreicht
  2. Ein getriebener Mensch beschäftigt sich vorwiegend mit den Symbolen der Selbstbestätigung
  3. Ein getriebener Mensch ist meist dem unkontrollierten Drang zur Größe verfallen
  4. Getriebene Menschen kümmern sich meist wenig um moralische Integrität
  5. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass getriebene Menschen sich damit abgeben, die Fähigkeiten anderer zu fördern
  6. Getriebene Menschen neigen dazu, Positionskämpfe auszutragen
  7. In einem getriebenen Menschen brodelt oft ein Vukan namens Wut
  8. Getriebene Menschen sind in der Regel maßlos beschäftigt, lehnen Spiele jeglicher Art ab und vermeiden geistliche Anbetung

4 Die tragische Geschichte eines erfolgreichen Taugenichts

“Wenn meine verborgene Welt in Ordnung ist, dann deshalb, weil ich das Problem, das mich treibt, angehe und still auf Jesu Berufung warte.”

5 Leben als Berufener

“Wenn meine verborgene Welt in Ordnung ist, dann deshalb, weil ich mich als Gottes Haushalter sehe, und nicht als Herr meiner Absichten, meiner Rolle und meiner Persönichkeit.”

Johanes 3, 27-30:
“Ein Mensch kann nichts nehmen, wenn es ihm nicht vom Himmel gegeben ist. [geistliche Verwalterschaft] Ihr selbst seid meine Zeugen, dass ich gesagt habe: Ich bin nicht der Christus, sondern vor ihm hergesandt. [wahre Identität] Wer die Braut hat, der ist der Bräutigam; der Freund des Bräutigams, der dabeisteht und ihm zuhört, freut sich sehr über die Stimme des Bräutigams. [klare Vorstellung über die eigene Aufgabe] Diese meine Freude ist nun erfüllt. Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen.” [unentwegte Hingabe]

  • Johannes, der Berufene, ist ein deutlicher Gegensatz zu Saul, dem Getriebenen. (91)
  • Wenn getriebene Menschen etwas verlieren, ist es eine Katastrophe. Wenn berufene Menschen etwas verlieren, ändert sich nichts. (94)
  • Selbst wenn der Beifall des Volkes zu einem Tosen anschwoll, war die Stimme Gottes in Johannes noch lauter. (96)
  • Die Aufgabe des Trauzeugen ist es, beim Bräutigam zu stehen und nur darauf zu achten, dass alle Aufmerksamkeit auf diesen gerichtet ist. (97)
  • Wie sehr unterscheiden sich doch die Lebensweisen von König Saul und Johannes dem Täufer! Der eine verteidigte mit aller Kraft seinen goldenen Käfig und verlor den Kampf. Der andere war zufrieden mit seinem Platz in der Wüste und der Möglichkeit zu dienen und gewann. (101-102)
  • Warum gerade die Wüste? (105ff)
    • Weil man in der Wüste leichter auf etwas hören kann oder über etwas brüten kann, als in einer lauten, geschäftigen Stadt, wo man gewöhnlich viel vorhat, vom Lärm umgeben ist und sich selbst so wichtig nimmt. (105)
    • In der Wüste kann man etwas über Trockenheit lernen. (106)
    • In der Wüste lernt man auch, in der Abhängigkeit Gottes zu leben. (106)
    • In der Wildnis findet man einen Ort, an dem man frei ist zum Denken, Planen und Vorbereiten. (107)
    • In der Wüste kann ein Mensch berufen werden. (107)

II Zeiteinteilung

6 Hat jemand meine Zeit gesehen?

“Wenn meine verborgene Welt in Ordnung ist, dann deshalb, weil ich meine Zeit täglich neu als ein Geschenk Gottes betrachte, mit dem man sorgfältig umgehen muss.”

Symptome von Desorganisation (113ff)

  • Mein Schreibtisch, auf dem sich die Papierstapel nur so häufen
  • Der Zustand meines Autos
  • Plötzlich schrumpfendes Selbstbewusstsein
  • Eine Reihe von Verabredungen wird veschwitzt, telefonische Nachrichten bleiben unbeantwortet und Fristen werden verschlafen
  • Unzufriedenheit mit eigener Arbeit
  • Vertrautheit mit Gott wird selten
  • geringe Intensität persönlicher Beziehungen
  • Wir können uns selbst, unsere Arbeit und alles andere um uns herum nicht mehr leiden.

Zeitmanagement von Jesus lernen (120ff)

  • Klares Verständnis der eigenen Mission
  • Zeiteinteilung richtet sich nach der Aufgabe, die zu erfüllen ist
  • die eigenen Grenzen kennen
  • Jesus nahm sich Zeit, um seine zwölf Jünger zu schulen
    • Jesus nahm sich Zeit für den einzelnen.
    • Jesus erklärte seinen Jüngern die tiefere Bedeutung seiner Worte an die Menschenmenge.
    • Er ließ sich von seinen Jüngern berichten.
    • Er wies seine Jünger zurecht.
    • Er lobte seine Jünger.

7 Wie ich meine Zeit zurückgewinnen kann

“Wenn meine verborgene Welt in Ordnung ist, dann deshalb, weil ich begonnen habe, meine “Zeitlöcher” zu stopfen und meine produktiven Stunden im Licht meiner Fähigkeiten, meiner Grenzen und meiner Prioritäten einzuteilen.”

MacDonalds Gesetze, wie man mit der Zeit nicht zurechtkommt

Regel Nr. 1: Schlechte Zeitplanung fördert meine Schwächen!

Regel Nr. 2: Schlechte Zeitplanung fördert den Einfluss dominierender Meschen in meiner Umgebung!

  • Menschen, die keinen eigenen Zeitplan aufgestellt haben und diese Regel nicht einhalten, merken, wie andere in ihr Leben eindringen und ihnen Termine und Prioritäten aufzwingen.

Regel Nr. 3: Schlecht geplante Zeit fällt jeder Notlage zum Opfer!

  • Das, was am lautesten schreit, ist eben nicht immer das Wichtigste. (132)
  • “Eine Person des öffentlichen Lebens, die häufig der Öffentlichkeit verfügbar sein muss, muss lernen, sich zu verbergen. […] Wir müssen die Zeit, die uns gegeben ist, nutzen, denn es gibt nie genug davon.” (Elton Trueblood, 132)

Regel Nr. 4: Durch schlechte Zeiteinteilung wird man in Dinge verwickelt, die öffentlichen Beifall finden.

  • Wir werden Zeit für Dinge verwenden, die uns aller Wahrscheinlichkeit nach den schnellsten und meisten Beifall bringen. (133)

Wie man Zeit zurückgewinnen kann

  1. Ich muss wissen, wann ich am effektivsten arbeiten kann.
  2. Ich brauche gute Kriterien für meinen Zeiteinteilung.
    • “Weil wir unsere Zeit richtig managen müssen, bleibt uns nichts anderes übrig, als in den saurem Apfel zu beißen und ein höflichs, aber festes Nein zu Möglichkeiten zu sagen, die gut, aber nicht die besten sind.” (139-140)
  3. Ich bin Herr über meine Zeit, wenn ich sie weit im Voraus plane
    • Hier wird die Schlacht entweder gewonnen oder verloren. (141)
    • Vorrangige Termine müssen acht Wochen vor dem tatsächlichen Ereignis im Kalender eingetragen sein.
    • Je näher die betreffenden Termine rücken, desto mehr stehen die Leute vor der Tür, die meine Zeit in Anspruch nehmen wollen.
    • Planen und Einteilen – und zwar Wochen im Voraus – ist der Schlüssel. (143)
    • Die unwichtigen Dinge stehen reihenweise in unserem Kalender, bevor die wichtigen überhaupt hineinkommen. Das bringt uns auf Dauer große Probleme. (143)

III Weisheit und Erkenntnis

8 Der Bessere unterlag

“Wenn meine verborgene Welt in Ordnung ist, dann deshalb, weil ich beschlossen habe, dass jeder Tag für mich ein Tag des Wachstums an Wissen und Weisheit sein soll.”

  • Wir können unsere verborgene Welt nicht ohne starke geistige Ausdauer ordnen, nicht ohne das intellektuelle Wachstum, das daraus hervorgeht. (149)
  • Achtsamkeit ist das Ergebnis von Disziplin und harter Arbeit, während Gedankenlosigkeit das Resultat von Faulheit und Angst ist. (149-150)
  • Natürliches Talent bringt einen Menschen nur eine bestimmte Strecke weit und lässt ihn dann, weit vor der Ziellinie, im Stich. (153)
  • “Passt euch nicht den Maßstäben dieser Welt an. Lasst euch vielmehr von Gott umwandeln, damit euer ganzes Denken erneuert wird.” (Römer 12,2)
  • Derjenige, der (durch den Geist Christi) umgewandelt wurde, wird eifrig denken und überprüfen und schließlich eigene Schlüsse über den Sinn des Lebens und die Realität ziehen. (154)
  • Die Gegenwart gehört dem Mann der Tat aber der Denker lenkt von seinem Studierzimmer aus die Zukunft.” (156. Oliver Wendell Holmes)
  • Ich habe Männer und Frauen beobachtet, die enorme Mengen von Informationen über die Bibel in ihren Kopf gepresst haben. Sie haben gelernt, ein reiches Vokabular christlichen Jargons zu gebrauchen. Ihr Gebetsfluss ist so beeindruckend, dass jeder um sie herum ehrfürchtig zuhört. Wir glauben, dass diese Menschen geistlich sind. Aber in anderen Situationen merken wir, dass sie steif und unflexibel sind, ja unfähig, sich verändern und erneuern zu lassen. Die Antwort auf jede ernsthafte Herausforderung an ihre Gedanken ist ein Zornesausbruch oder eine Anklage. (156-157)
  • Ist es nicht so, dass die Männer und Frauen, die mit Jesus unterwegs sein wollen, dem Schöpfer verpflichtet sind, auch im Bereich des Denkens das Beste zu geben? (160)
  • Ein Christ, der seinen Verstand nicht immer wieder herausfordert, kann sich das vielleicht nicht vorstellen, aber es besteht die Gefahr, dass er von der Kultur aufgesagut wird, in der er lebt. Weil sein Denkvermögen untrainiert ist, fehlt ihm die Fähigkeit, bohrende Fragen, mit der die Gesellschaft herausgefordert werden muss, zu stellen. In einer säkularen Gesellschaft ist der moderne Christ dazu herausgefordert, zunächst einmal prophetische Fragen zu stellen, bevor sich eine Möglichkeit ergibt, jesusorientierte Antworten zu liefern. (163)

9 Der traurige Anblick eines nie gelesenen Buches

“Wenn meine verborgene Welt in Ordnung ist, dann deshalb, weil ich danach strebe, alles zu verwenden, was ich im Dienst an anderen lerne, so wie Jesus es tat.”

  • Ein Christ, der auf intellektuellem Gebiet stagniert, ist genau wie ein Buch, dessen Seiten ungeöffnet und ungelesen bleiben.

3 Richtungen, in die man die intellektuelle Seite seiner verborgenen Welt entwickeln kann

Rat Nr. 1: Man muss seinen Geist dazu erziehen, christlich zu denken

  • Christlich zu denken heißt erkennen, dass unsere Welt von Gott geschaffen ist und ihm gehört, dass wir Rechenschaft für das ablegen müssen, was wir aus der Schöpfung machen, und dass es wichtig ist, Entscheidungen auf der Grundlage von Gottes Geboten zu treffen. Das bezeichnet die Bibel als “Haushalterschaft”. Das christliche Denken sieht alle Lösungen und Ideen aus dem Blickwinkel, was Gott wünscht und was ihm Ehre geben kann. (171-172)
  • Nur christlich zu denken, ohne danach zu handeln, hat wenig Wert. (172)
  • Ohne regelmäßige Erneuerung unserer Hingabe an Jesus führ christliches Denken zu einer toten Religion, einem langweiligen Glauben und zu einem uneffektiven Zeugnis von Gott. (173)

Rat Nr. 2: Wir müssen lernen, auf die Botschaft, die Gott in die Schöpfung hineingelegt hat, zu achten und sie zu schätzen

  • “Die Himmel erzählen die Ehre Gottes!” (Psalm 19,1)
  • Dort wo der Mensch die Schöpfung nicht durcheinanderbringen konnte, verbreitet diese weiter ihre Botschaft: Gott der Schöpfer sei gepriesen! (174)
  • Das befähigt uns, dieses Schöpfungsmaterial zu nehmen und zu erkennen, es zu formen, es zu verpacken oder auf eine andere Art so zu gebrauchen, dass Gott dadurch neu verherrlicht wird. Der Zimmermann arbeitet mit Holz; der Azt befasst sich mit dem Körper; der Musiker “formt” Klänge; der Geschäftsführer leitet Menschen; der Erzieher schult Jugendliche; der Forscher analysiert, erfindet und gebraucht dazu die Elemente des Universums. (174)

Rat Nr. 3: Der Verstand muss traininert werden, damit er Informationen, Ideen und Einsichten erlangt, mit denen er den Menschen in seinem Umfeld dienen kann

  • Wir entwickeln unseren Verstand nicht allein dazu, um persönlich weiterzukommen, sondern um unsere Denkfähigkeit in den Dienst für andere zu stellen. (175)
  • Wenn mein Verstand wächst, kann er vielleicht zum Wachstum anderer beitragen. (176)

Wie kann man nun in diesen Prozess der intellektuellen Organisation unserer verborgenen Welt einsteigen? (177)

  • Wir wachsen, indem wir Zuhörer werden
    • Lernen, Fragen zu stellen
      • Die richtige Fragestellung bringt uns wertvolle Informationen, die uns wiederum beim Wachsen helfen.
      • Wir müssen lernen, besonders ältere Menschen und Kindern zuzuhören. Sie alle haben Geschichten zu erzählen, die den Verstand und das Herz nur bereichern können. Kinder vereinfachen oft Dinge mit einer brutalen Ehrlichkeit. Alte Menschen können durch ihre langjährige Erfahrung häufig Probleme lösen. Leidende Menschen helfen uns zu verstehen, was im Leben wirklich zählt. (178-179)
    • Leute an ihrem Arbeitsplatz aufsuchen
    • Auf unsere Seelsorger hören
    • Auf unsere Kritiker hören
      • Dawson Trotman (Begründer der Navigatoren): “Herr, bitte zeig mir das Körnchen Wahrheit, das in dieser Kritik verborgen ist.” (180)
  • Wir wachsen durch Lesen
    • Paulus schreibt an Timotheus die Bitte, ihm Pergamente und Bücher zukommen zu lassen (2. Tim 4,13)
    • Ich kann beinahe voraussagen, dass ein Pastor, der in seinem Dienst versagt, auch unfähig dazu ist, auch nur einen Buchtitel oder Autor zu nennen, den er in der letzten Zeit gelesen hat. (183)
  • Wir wachsen durch disziplinierte Weiterbildung
    • Prediger sind gezwungen, sich weiterzubilden, wenn sie die nötige Kanzelnahrung verteilen wollen.
    • defensive Weiterbildung: krampfhafte Weiterbildung zu einem Thema wegen eines Gesprächs oder einer Predigt darüber
    • offensive Weiterbildung: Forschen, Wahrheit und Verständnis herausfinden aus vielen verschiedenen Quellen
    • Wir entwickeln uns weiter, indem wir uns offensiv weiterbilden. (185)
    • Auch wir als Ehemänner müssen uns fragen, ob wir unseren Frauen Zeiten ermöglichen oder nicht, in denen sie die Möglichkeit haben, sich weiterzuentwickeln. (189)
    • Ein Christ, der sich weiterentwickeln möchte, macht sich am besten bei Predigten oder in Bibelstunden immer Notizen. Sie liefern den praktischen Beweis: Gott gibt demjenigen, der zuhört, etwas, das später einmal anderen dienen kann. (190)
    • “Denn Esra richtet sein Herz daruf, dass Gesetz des Herrn zu erforschen und danach zu tun und Gebote und Rechte in Israel zu lehren.” (Esra 7,10)
      • Man beachte die Reihenfolge: studieren, umsetzen, weitergeben
  • Wenn wir geistiges Wachstum und Forbildung ernst nehmen, geschieht etwas Wundervolles: Wir lernen Gott besser kennen, können anderen ungleich mehr dienen und so dem eigentlichen Sinn der Schöpfung gerecht werden, indem wir mit unseren geschärften Sinnen ebenfalls die Herrlichkeit Gottes widerspiegeln.

IV Geistliche Stärke

10 Ordnung im Garten

“Wenn meine verborgene Welt in Ordnung ist, dann desalb, weil ich mich dazu entschließe, regelmäßig das geistliche Zentrum meines Lebens zu erweitern.”

  • Die verborgene Welt hat ein Zentrum. “Dieses Zentrum möchte ich den “Geist des Menschen” nennen.” (195)
  • Unordnung in der Seele ist oft darauf zurückzuführen, dass der Mensch keine innere Ruhe hat. Statt einer tiefen Ruhe stellt sich bei einigen Menschen Starrheit und Leere ein. Manche leiden an Rastlosigkeit, denn sie glauben, dass sie niemals den Erwartungen, die Gott an sie stellt, entsprechen können. Ein weiterer Schwachpunkt ist die Unfähigkeit, geistliche Impulse auch wirklich in die Tat umzusetzen. (196)
  • Auch die dramatischen Erfahrungen anderer würden uns nicht genügen. Sollten wir jemals geistliches Leben entwickeln, das uns tiefen Frieden schenkt, dann erreichen wir das nur, wenn wir geistlich diszipliniert leben, so wie ein Athlet seinen Körper zum Wettkampf trainiert. (198)
  • Ich vergleiche das innere geistliche Zentrum am liebsten mit einem Garten, an dem Frieden und Ruhe möglich sind. Dieser Garten ist ein Ort, an dem sich der Geist Gottes entfaltet und seine Weisheit kundtut, Bestätigung oder Zurechtweisung erteilen und Mut machen, Weisung und Führung vermitteln kann. Wird dieser Garten in Ordnung gehalten, dann ist er ein ruhiger Platz, und alles geschäftige und laute Treiben, jegliches Durcheinander sind ausgeschlossen. (200)
  • Unser innerer Garten ist ein zarter und empfindlicher Platz, und wenn er nicht gut gepflegt ist, wird er bald von Unkraut überwuchert werden. Gott wandelt nicht oft in unordentlichen Gärten. Wenn wir unseren inneren Garten vernachlässigen, empfinden wir dort oft eine große Leere. (200)
  • Privilegien, die wir verlieren können (202ff)
    • Freude an der Tatsache, dass wir für die Ewigkeit geschaffen sind
    • Die lebendige und Leben spendende Freundschaft mit Jesus
    • Die Furcht, vor Gott für unser Handeln Rechenschaft ablegen zu müssen
    • Wir sind wertvoll und besonders für Gott, weil wir seine Söhne und Töchter sind
    • Reserve und Kraft zur Bewältigung von Krisen
  • Früchte des Gartens: Mut, Hoffnung, Liebe, Ausdauer, Freude und viel Frieden (204)
  • “Denn Weisheit wird in dein Herz eingehen und Erkenntnis wird deiner Seele lieblich sein; Besonnenheit wird dich bewahren und Einsicht dich behüten, dass du nicht geratest auf den Weg der Bösen noct unter die Leute, die Falsches reden.” (Sprüche 2,10+11)
  • “Ich aber laufe nicht wie aufs Ungewisse. Ich kämpfe mit der Faust; nicht wie einer, der in die Luft schlägt, sondern ich bezwinge meinen Leib und bezähme ihn, damit ich nicht anderen predige und selbst verwerflich werde. (1. Korinther 9,26+27)
  • Sind wir uns überhaupt bewusst, wie wichtig geistliche Übungen, die Kultivierung des inneren Gartens sind? (206)
  • Wenn jemand seine innere geistliche Welt ordnet, gibt er Gott damit den Raum, den er einnehmen und in dem er sprechen kann.

11 Keine weiteren Hilfsmittel nötig

“Wenn meine verborgene Welt in Ordnung ist, dann deshalb, weil ich keine Angst davor habe, allein und still vor Jesus zu stehen.”

4 geistliche Übungen von grundlegender Bedeutung: Einsamkeit und Stille (1), regelmäßigs Hören auf Gott (2), die Erfahrung von Nachdenken und Meditation (3), das Anbetungs- und Fürbittengebet (4)

(1) Stille und Einsamkeit

  • Man könnte beinahe glauben, dass Gottes Erzfeind geplant hat, uns an jedem erdenklichen Punkt unseres Lebens mit den störenden Geräuschen der Zivilisation zu umgeben, die, wenn sie nicht gedämpft werden, normalerweise Gottes Stimme übertönen. […] Gott flüstert eher im Garten unserer verborgenen Welt. (212)
  • Mutter Teresa: “Gott ist ein Freund der Ruhe. Sie nur, wie die Natur – Bäume, Blumen, Gras – in Ruhe wächst. Sachau dir die Sterne an, Mond und Sonne, wie sie sich in der Stille fortbewegen. […] Wir brauchen Stille, um Seelen zu berühren. […] All unsere Werke werden nutzlos sein, es sei denn, sie kommen von innen. Worte, die nicht das Licht Jesu Christi widerspiegeln, machen die Dunkelheit größer.” (213)
  • Wir sind so an Lärm gewöhnt, dass wir ganz unruhig werden, wenn es um uns herum ruhig ist. (213)
  • Es muss aber regelmäßig Zeiten geben, in denen wir uns zurückziehen. Es muss diese Momente geben, in denen wir die Routine durchbrechen, wo wir uns von Beziehungen oder von den Anforderungen der äußeren Welt zurückziehen, um Jesus im Garten unserer verborgenen Welt zu treffen. (214)
  • Wenn man von Natur aus ein aktiver Mensch ist, ist es harte Arbeit, sich zurückzuziehen. Diese Arbeit ist aber unbedingt notwendig.
  • Jeder, der Ordnung in den geistlichen Bereich seiner verborgenen Welt bringen will, muss den Platz und die Zeit finden, die seinem persönlichen Temperament entsprechen. (217)

(2) Auf Gott hören

  • Mose hatte auf Gott gehört. Sein Bruder Aaron, der Hohepriester des ganzen Volkes, hat währenddessen [als Mose auf dem Berg die 10 Gebote empfing] auf die Menschen gehört. Die Botschaften, die die beiden empfingen, waren völlig unterschiedlich. Als Mose zuhörte, empfing er Gottes Offenbarung vom Gesetz der Gerechtigkeit. Als Aaron zuhörte, vernahm er Beschwerden, Wünsche, Forderungen. Mose brachte kompromisslose Gesetze vom Himmel mit. Aaron fiel auf die Launen der Menschen herein. Es lag am Hören. (218)
  • Das Gebtetstagebuch – eine Hilfe, wie ich auf Gott hören kann
    • Ich war beeindruckt von der Tatsache, dass jahrhundertelang Frauen und Männer Tagebuch geführt hatten, und ich fragte mich, ob sie dadurch wohl ihr geistliches Wachstum beschleunigt hatten. (220)
    • Ich beschrieb meine Gefühle, Ängste, Schwächen, Hoffnungen und auch meine Entdeckungen, wohin Jesus mich führen wollte. Wenn ich mich leer fühlte oder das Gefühl hatte, am Boden zu liegen, dann schrieb ich auch das auf. (220)
    • Ängste und Kämpfe konnte nicht länger in mir bleiben, ohne klar definiert zu werden. Sie wurden an die Oberfläche gebracht und ich setzte mich damit auseinander. (220)
    • Ich schreibe beinahe jeden Tag in mein Tagebuch, dabei ist es aber auch nicht allzu schlimm, wenn einmal ein Tag ausfällt. (224)
    • Ich habe mir zur Gewohnheit gemacht, am Anfang meiner Stillen Zeit hineinzuschreiben, das heißt, es ist das Erste, was ich morgens tue. (224)
    • Was steht denn nun eigentlich darin? (224f)
      • All das, was ich am Vortag getan, wen ich getroffen und was ich gelernt habe, Gefühle, die in mir hochkamen und Eindrücke, die ich, meiner Meinung nach, von Gott erhalten habe.
      • Früher schrieb ich über unsere Kinder […], vertrauten Gespräche, meine Träume und Sorgen […], Freude […], Enkelkinder […], gelegentlich sogar Gebete oder Erkenntnisse aus der Bibellese oder anderer geistlicher Literatur.
    • Während ich schreibe, weiß ich, dass das, was ich schreibe, vielleicht sogar das ist, was Gott mir sagen will. Ich wage es einmal anzunehmen, dass sein Heiliger Geist sich oft mit den Dingen befasst, über die ich nachdenken will und die ich aufzeichne. (225)
    • Das Führen eines Tagebuchs wird den meisten Menschen zur Gewohnheit, wenn sie es mehr als ein halbes Jahr lang durchhalten. Viele geben es zu schnell wieder auf, sodass es ihnen gar nicht erst zur Gewohnheit werden kann, und das ist schade.

12 Man muss immer erst eintreten

“Wenn meine verborgene Welt in Ordnung ist, dann deshalb, weil ich die Worte Jesu in meine Haltung und mein Handeln aufnehme.”

(3) Nachdenken und Meditation

  • Meditieren bedeutet, seinen Geist auf die himmlischen Frequenzen einzustellen. Man nimmt sich einen Teil der Bibel vor und erlaubt ihm, in die tiefsten Winkel der Seele einzudringen. Die Ergebnisse fallen oft sehr unterschiedlich aus: Reinigung, Bestätigung, das Verlangen danach, Gott zu preisen und ihm Dank zu sagen. Manchmal führt Meditation über einen Wesenszug Gottes oder sein Handeln dazu, dass man wieder ganz neu willens ist, sich seiner Leitung zu unterstellen oder das, was Gott uns sagen möchte, neu zu begreifen. (238)
  • Natürlich können wir nur dann meditieren, wenn wir eine Umgebung gefunden haben, die uns genügend Zeit, Ruhe und Zurückgezogenheit bietet. (239)
  • Unerlässlich ist auch das Lesen klassischer Bücher für geistliches Wachstum. (240)
  • Nachdenken und Meditieren erfordern ein gewisses Quantum an Vorstellungskraft (MacDonald macht dies deutlich anhand von Psalm 1, dem Wirken Jesu oder auch den Worten von Propheten und ihrem jeweiligen (kulturellen) Kontext).
  • Aus derartigen Übungen kommen neue und wunderbare Erkenntnisse. Gottes Wort betritt unsere verborgene Welt. Und weil wir unsere Aufmerksamkeit auf sein Wort gelenkt haben, können wir sicher sein, dass der Heilige Geist uns in der Meditation führen wird. (240)
  • Augustin: “Gott schenkt, wo er leere Hände vorfindet.” (241)
  • C.S. Lewis: “Was übrigens häufig meine eigenen Gebete unterbricht, sind nicht großartige Zerstreuungen, sondern eher die kleinen Dinge, die ich in der nächsten Stunde noch zu erledigen habe oder sein lassen muss.” (241-242)

13 Mit himmlischen Augen sehen

“Wenn meine verborgene Welt in Ordnung ist, dann deshalb, weil ich mich dazu zwinge, Ereignisse und Menschen mit den Augen Christi zu sehen, sodass meine Gebete das Verlangen widerspiegeln mit seinen Vorstellungen und Zusagen in Einklang zu sein.”

(4) Lobpreis und Fürbittengebet

  • Täglich diszipliniertes Gebet ist eine der schwierigsten Übungen der Christen. (245)
  • Anbetung und Fürbitte stehen an oberster Stelle auf der Liste der geistlichen Kämpfe. (245)

Warum uns das Beten so schwer fällt

I Lobpreis und Fürbitte scheinen zu den unnatürlichen Dingen zu zählen.

  • Mann und Frau waren von Anfang an dazu erschaffen, sich nach Gemeinschaft mit dem Vater zu sehnen. Die Auswirkungen der Sünde zerstören jedoch den größten Teil dieser menschlichen Sehnsucht. Die Sünde verwandelt eine natürliche Aktivität in eine unnatürliche Funktion. (246)
  • Meine Vermutung ist, dass die Sünde den Menschen so angriff, dass sie am meisten seine geistlichen Dimensionen beeinträchtigte. Die körperlichen Bedürfnisse und Sehnsüchte jedoch blieben unvermindert groß. (246)
  • Der geistliche Hunger, der einst zweifelsohne sehr mächtig war, wurde durch die Macht der Sünde schrecklich eingeschränkt. So sind Anbetung und Fürbitte für uns eine schwierige Herausforderung geworden. (246)
  • Erst wenn wir glauben, dass das Gebet wirklich echtes und äußerst bedeutungsvolles Handeln ist, dass es in Wahrheit Raum und Zeit durchdringt, um den Gott zu erreichen, den es wirklich gibt, werden Abetung und Fürbitte zu einer Gewohnheit werden. (247)

II Anbetung und Fürbitte bedeuten, stillschweigend zuzugeben, dass man schwach ist.

  • Tief in uns verbirgt sich der Widerwille, das anzuerkennen. Es liegt etwas tief in uns, das diese Abhängigkeit ständig leugnet. (247)
  • Das Gebet selbst ist in seiner ureigensten Form eine Anerkennung dessen, dass wir schwach und von unserem Gott abhängig sind. (248)
  • Es ist ein gutes Zeichen für geistliches Wachstum, wenn jemand zugeben kann, dass er eine Beziehung mit Gott braucht, um der Mensch zu sein, zu dem er geschaffen wurde. Es liegt eine enorme Befreiung in dieser Erfahrung.

III Die Erhörung eines Gebetes scheint manchmal lange auf sich warten zu lassen

  • Wir leben in einer Gesellschaft, die relativ gut organisiert ist. (Brief in Briefkasten => kommt zum Empfänger; Artikel aus Katalog bestellen => Artikel kommt an; jemanden um einen Dienst bitten => er tut diesen Dienst) (250)
  • Wir sind daran gewöhnt, dass die Resultate unseren Vorgaben entsprechen. (250)
  • Aber die Wahrheit ist, dass mein Gebetsleben keinesfalls an die Resultate, die ich erwarte oder fordere, gebunden werden kann. (251)
  • Ich habe gelernt, dass Anbetung und Fürbitte weitaus mehr dazu gedacht sind, mich mit Gottes Absichten in Einklang zu bringen, anstatt ihn zu bitten, mit den meinen in Einklang zu kommen. (251)
  • Oft habe ich angefangen zu beten, und dabei waren die Ergebnisse bereits in meinem Hinterkopf festgelegt. Ich wollte Kontrolle über die Menschen und Aktivitäten, für die ich betete, ausüben, indem ich dem Vater vorschrieb, wie sich alles abspielen sollte. Wenn ich das tue, sehe ich Menschen und Ereignisse durch eine weltliche Brille und nicht durch eine himmlische. Ich bete dann so, als säße ich an Gottes Stelle und wüsste, was am besten sei. (251-252)
  • Thomas Kelly: “Vater, sei du Herr über meinen Willen.” (252)
  • Ja, Beten ist in der Tat für den natürlichen Menschen unnatürlich. (252)
  • Ja, ich gebe es zu: Die Antworten auf meine Gebete entsprechen nicht immer meinen Erwartungen. Aber das Problem liegt in meinen Erwartungen, nicht in den Möglicheiten oder dem Feingefühl Gottes. (252-253)

Gemeinschaft mit Gott

  • Jeder von uns wird im Laufe des Tages die Zeit finden, die für ihn am besten für das Praktizieren der geistlichen Übungen geeignet ist. (253)
  • Gibt es eine bevorzugte äußere Haltung für das Gebet? Vermutlich nicht – obwohl es einige Menschen gibt, die fest davon überzeugt sind. (254)
  • Wofür sollen wir beten? Was ist der Inhalt des Gebetes (255ff)
    • Samuel Logan Brengles: “O Herr, bewahre mich davor, geistig und geistlich eine Niete und ein Narr zu werden. Hilf mir dabei, ein körperlicher, geistiger und geistlicher Athlet zu bleiben, der sich täglich verleugnet, sein Kreuz auf sich nimmt und dir nachfolgt. Gib mir guten Erfolg in meiner Arbeit, aber bewahre mich vor Stolz. Bewahre mich auch vor der Selbstzufriedenheit, die so oft eine Begleiterscheinung des Erfolgs und Reichtums ist. Bewahre meinen Geist vor Trägheit, vor Selbstgefälligkeit, da physische Schwächen sowie Altersschwäche in meinem Leben zunehmen.” (255-256)
    • Anbetung
      • Zuerst sollten wir uns auf Gott konzentrieren und ihm für die Dinge danken, die er uns über sich selbst offenbart hat. Anbetung im Gebet bedeutet, unserem Geist zu erlauben, ihn für das zu feiern, was Gott uns über seine Taten in der Vergangenheit offenbart und was er uns von sich gezeigt hat. Wenn wir diese Dinge in einer Haltung der Danksagung und Anerkennung an uns vorüberziehen lassen, merken wir, dass wir allmählich geistlich weiter sehen: die Wahrheit, Gottes Anwesenheit und sein “Sein” in größerem Zusammenhang erkennen. (256-257)
      • Wenn wir in die Anbetung hineinkommen, erinnern wir uns selbst daran, wie groß er ist. (257)
    • Bekenntnis
      • als zweiter Aspekt der Anbetung
      • Im Licht von Gottes Majestät sind wir zur Ehrlichkeit uns selbst gegenüber aufgerufen. (257)
      • “Gott sei mir Sünder gnädig”, ist eine verkürzte Version unseres Beichtgebetes. (257)
      • Mit meiner Sündhaftigkeit ist das genauso. Sie besteht aus Felsbrocken, Kieselsteinen und Geröll, die nach und nach an die Oberfläche kommen. Und der Mensch, der die tägliche Erfahrung des Bekenntnisses oder der geistlichen Übungen vernachlässigt, wird bald davon erdrückt werden. (259)
    • Der Dienst der Fürbitte
      • Die großen Beter sind sich alle darüber einig, dass sie erst dann Fürbitte leisten können, wenn sie Gott genügend angebetet haben. (261)
      • Fürbitte bedeutet, anstelle eines anderen zu beten. Meiner Meinung nach ist Fürbitte der größte Dienst, den ein Christ ausüben darf, vielleicht aber auch der schwierigste. (262)
      • Je größer die geistliche Autorität und Verantwortung eines Menschen ist, desto wichtiger ist es, dass er Fürbittekapazitäten entwicklet. Das braucht Zeit. Und es braucht die Disziplin, mit der sich so viele von uns schwer tun. (263)
      • Fürbitte bedeutet im eigentlichen Sinn des Wortes, zwischen zwei Parteien zu stehen und dem einen den Fall des anderen vorzutragen. (263)
      • Für wen leisten wir denn normalerweise Fürbitte? Ehepartner, Kinder, Freunde, Männer und Frauen, mit denen wir zusammenarbeiten oder die unsere Gemeindekreise besuchen, Nachbarn, deren persönliche Nöte wir kennen, christliche Leiter und Organisationen, Weltevangelisation, unsere eigenen Bitten und Gebete (263-264)
  • Ordnung in unsere verborgene Welt zu bringen bedeutet, den Garten zu kultivieren. (267)
  • Behüte dein Herz mit allem Fleiß, denn daraus quillt das Leben.” (Sprüche 4,23)

V Regeneration

14 Ausruhen – mehr als Freizeit

“Wenn meine verborgene Welt in Ordnung ist, dann deshalb, weil ich in der Hetze und der Routine meines täglichen Lebens dem Sabbatfrieden Platz einräume, um die Ruhe zu finden, die Gott sich selbst und der ganzen Menschheit verordnet hat.”

  • In Ihrer verborgenen Welt kann nur wenig Ordnung herrschen, wenn Sie nicht die Bedeutuung und die Verwirklichung echter Ruhe kennenlernen – eine Unterbrechung, wie Wilberforce es nennt, der Routine unserer heutigen Zeit. (273)
  • Ich habe das Gefühl, dass wir eine müde Generation sind. (273)
  • Merkwürdig an dieser allgemeinen Müdigkeit in unserem Land ist die Tatsache, dass wir gleichzeitig eine so freizeitorientierte Gesellschaft sind. (274)
  • Es gibt eine biblische Betrachtungsweise von Ruhe, die wir entdecken und untersuchen müssen. (274)
    • “Denn in sechs Tagen machte der Herr Himmel und Erde, aber am siebten Tag ruhte er und erquickte sich.” (2. Mose 31,7)
    • Braucht Gott wirklich Ruhe? Selbstverständlich nicht! Aber: Wollte Gott Ruhe? Ja! Warum? Weil Gott seine Schöpfung einem Rhythmus von Ruhe und Arbeit unterwarf, den er dadurch offenbarte, dass er selbst diesen Rhythmus einhielt, sozusagen als Vorreiter für jeden, der ihm nachfolgte. (275)
    • Ruhe sollte kein Luxus sein, sondern eher eine Notwendigkeit für diejenigen, die Wachstum und Reife erlangen wollen. (275)
    • Da wir nicht verstanden haben, dass Ruhen eine Notwendigkeit ist, haben wir ihre Bedeutung verfälscht und die Ruhe, die Gott uns zuerst vorlebte, durch Dinge ersetzt, die eher in den Bereich “Freizeit” und “Unterhaltung” gehören. Derartige Dinge bringen natürlich keinesfalls Ordnung in unsere verborgene Welt. (275)

Die Bedeutung der Sonntagsruhe

I Der Kreis schließt sich

  • “Und Gott sah, dass es sehr gut war.”
  • Gott gab seiner Arbeit eine Bedeutung und erkannte die Fertigstellung an. (276)
  • Wir betrachten unsere Arbeit und stellen Fragen wie:
    • Was bedeutet meine Arbeit?
    • Für wen arbeite ich überhaupt?
    • Wie gut ist die Arbeit gemacht?
    • Warum habe ich das getan?
    • Welche Resultate habe ich erwartet und was habe ich tatsächlich bekommen?
  • Die von Gott eingesetzte Ruhe wurde zuerst und vor allem dazu bestimmt, damit wir unsere Arbeit interpretieren, die Bedeutung herauslesen und sicherstellen, dass wir genau wissen, zu wessen Ehre wir sie tun. (277)
  • Ein ruhe-loser Arbeitsstil macht den Arbeiter selbst ruhelos. (279)

II Rückkehr zu den ewigen Warheiten

  • Wirkliche Ruhe entsteht dann, wenn wir regelmäßig inmitten unserer täglichen Routine innehalten, um uns die Wahrheiten und Ziele, durch die wir leben, wieder einmal vor Augen zu führen. (280)
  • Es ist notwendig, die für unser Leben zentralen Wahrheiten herauszufinden. (281)
  • Wir sind immer für Wahrheitsverdrehungen empfänglich und lassen uns überreden, dass das Wahre in Wirklichkeit falsch und das Falsche in Wirklichkiet wahr sei. (281)
  • Ich schlage vor, dass wir folgende Fragen beantworten, und zwar für uns persönlich, aber auch als Gemeinde: Bekommen wir diese Art Ruhe, die die Wahrheit bestätigt, oder bekommen wir sie nicht? (283)
  • So ist die Ruhe nicht nur ein Zurückblicken auf die Bedeutung meiner Arbeit und auf die Schritte, die ich zuletzt in meinem Leben gegangen bin, sondern sie frischt auch meinen Glauben und meine Hingabe an Jesus auf. (283)

III Definition unseres Auftrags

  • Wenn wir im biblischen Sinn Ruhepausen einlegen, bestätigen wir unsere Absichten, ein christuszentriertes “Morgen” zu leben. (284)
  • “Was ist heute meine Aufgabe?” Wenn ich mir diese Frage nicht regelmäßig stelle, dann bleibe ich offen für Fehlentscheidungen und Irrwege. (284)
  • Jesus zog sich häufig in die Einsamkeit zurück […] zog es zu der Ruhe, aus der an Kraft und Richtungsanweisung für die nächste Phase des Auftrags ziehen kann. (285)
  • Ohne diese Art von Ruhe wird unsere verborgene Welt immer in Spannung und Unordnung bleiben. (285)

IV Entscheide dich dazu, Ruhe zu halten

  • Sabbat ist mehr als nur ein Tag. (288)
  • Was würde geschehen, wenn wir diesen Sabbat zur Ruhe anstelle zum Ausleben weltlicher Freizeit nutzten? (289)
    • Zunächst bedeutet Sabbat Anbetung, gemeinsam mit der Familie. (289)
    • Zweitens bedeutet der Sabbat, die Notwendigkeit anzuerkennen, dass man sich ausruhen und im eigenen Leben Zeiten der Ruhe haben muss. Sabbat bedeutet Ruhe, die Frieden in das Innenleben bringt. […] Dazu ist aber nötig, dass wir diesen Frieden als Geschenk annehmen und uns Zeit reservieren, dieses Geschenk zu empfangen. (289)
  • Deshalb entschieden wir uns, den Sabbat an einem Wochentag zu feiern. Wir wollten Gottes Geschenk nicht verpassen! Am Sonntag würden wir versuchen, anderen zu helfen, ihren Sabbat zu feiern, aber der Frieden, der normalerweise an diesem Tag auch auch uns reserviert wäre, würde auf einen anderen Tag verschoben werden, das war dann gut so. (291)
  • Wir lernten, dass das für unsere Mitarbeiter, die Kinder und für die Gemeinde nur von Nutzen ist und dass wir uns diese Möglichkeit geistlichen Aufbaus nicht entgehen lassen dürfen. Das hat nichts mit Gesetzlichkeit zu tun. Es geht eher um die Freiheit, ein Geschenk anzunehmen. (292)
  • Ich staunte: Durch diese friedvolle Ordnung in meiner verborgenen Welt, die ich durch das Respektieren des Sabbats erhielt, war ich fähig, alles um mich herum in den folgenden Tagen mit viel größerer Weisheit und Entscheidungskraft zu ordnen. (293)
  • Wir ruhen uns nicht aus, weil wir die Arbeit getan haben, sondern weil es ein Gebot Gottes ist und er uns so schuf, dass wir Ruhe brauchen. (293)
  • Die meisten von uns denken, dass wir erst ruhen können, nachdem unsere Arbeit getan ist. Aber Sabbat ist nicht etwas, das man danach hält. Er sollte, im Gegenteil, als Erstes angestrebt werden. (293)
  • Die Welt ebenso wie die Kirche brauchen wirklich ausgeruhte Christen, Christen, die regelmäßig durch echte Sabbatruhe neue Kraft schöpfen und nicht nur durch Freizeit oder Pausen. Wenn man diese göttliche Ruhe gefunden hat, wird man entdecken, wie viel Power und Durchschlagskraft Christen haben können. (295)

Nachwort: Das Spinnrad

“Wenn meine verborgene Welt in Ordnung ist, dann deshalb, weil ich mich bewusst dafür entschieden habe, mit dem Ordnen anzufangen, und zwar jetzt gleich.”

  • John Wesley: “Obwohl ich immer in Eile bin, bin ich niemals in Hetze, weil ich nur so viel Arbeit auf mich lade, wie ich ruhigen Herzens bewältigen kann.” (300)
  • Wir können uns nur dann in diesen Raum der verborgenen Welt zurückziehen, wenn wir uns dazu entschließen, sie als das Allerwichtigste anzusehen. (301)
  • An dieser zentralen Stellen beginnen wir, Jesus Christus in seiner ganzen Majestät zu entdecken. Dort ist er mehr als das, was einige festgefahrene Behauptungen über ihn sagen. […] Im Zentrum fordert er unsere Aufmerksamkeit als der auferstandene Herr des Lebens, und das bewegt uns, ihm nachzufolgen und von der Stärke seines Charakters und Erbarmens zu schöpfen. (301)
  • Im Zentrum sind wir völlig überwältigt von dem Glanz und der Majestät Gottes als dem himmlischen Vater. Dort herrscht feierliche, aber fröhliche Anbetung. Es kommt zum Bekenntnis und zum Zerbruch. Und dort gibt es Vergebung, Wiederherstellung und Bestätigung. (301)
  • Schließlich werden wir im Zentrum mit der Macht und Kraft des Heiligen Geistes erfüllt. Dort leben Vertrauen und Erwartung auf. Wir bekommen Einsicht und Weisheit. Ein Glaube, der Berge versetzt, blüht auf, und eine Liebe für andere, sogar für die Unliebsamen, beginnt zu wachsen. (301-302)
  • Beziehungen zu Familie und Freunden, Geschäftspartner, Kollegen und Nachbarn und sogar zu Feinden bekommen eine neue und viel gesündere Perspektive. Es wird uns möglich, zu vergeben, zu dienen, nicht nach Rache zu streben, großzügig zu sein. (302)
  • Alles, was wir tun, wird sich verändern, wenn wir an unserem Zentrum beginnen. Es wird eine neue Bedeutung und ein höheres Maß an Effekivität gewinnen. Integrität und Ehrlichkeit werden uns wichiger werden. Wir werden weniger ängstlich sein und dafür viel nachsichtiger. (302)
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