“Echt jetzt? Du als Pfarrer hörst solche Musik?” Jepp! Und ich stehe dazu und bin dankbar, dass Gott mir einen so wunderbaren Musikgeschmack gegeben hat. Ich liebe es, wenn die Musik so richtig wummert, der Bass dröhnt, das Schlagzeug endlos Doublebass erzeugt, die E-Gitarre so richtig schöne Riffs erklingen lässt und manch einer abschätzig sagt: “Das ist doch Geschrei und kein Gesang!” Nun ja – für mich ist es ein Wohlklang in den Ohren.

Willkommen in meiner Musikwelt! Ich bin in dieser Hinsicht nun wirklich nicht ganz “konventionell” unterwegs. Nicht wenige haben von Pfarrern das Bild, dass aus deren Musikboxen Klassik ertönt, vielleicht mal noch gediegener Jazz oder etwas Pop. Aber Heavy Metal? Das finden nicht alle cool – und es finden nicht alle cool, dass ich das als Pfarrer höre.

Warum? Manche meinen, das sei keine “christliche Musik” oder Musik, “die Christen hören sollten”. Andere wiederum denken, man wäre nur kultiviert und intellektuell einigermaßen brauchbar, wenn man die oben erwähnten Musikstile bevorzugt und eben nicht Heavy Metal.

Welcher Musikstil ist die größere Sünde?

Eine fiese Frage – ich gebe es zu. Denn es gibt keinen Musikstil, der an sich “Sünde” wäre. Wann hören wir auf, als Christen uns an Äußerlichkeiten zu stoßen? So lange es in der Volks- und Schlagermusik heißt “Frau Nachbarin, Sie sind eine Sünde wert” (na, wer hat’s gesungen?) – so lange stehe ich dazu: Es kommt nicht auf den Musikstil an, sondern auf den Inhalt.

Und so lange es in mega vielen Popsongs darum geht, wie gut der letzte One Night Stand war und dass es am Wochenende doch eh nur um Sex und Party geht, braucht mir niemand erzählen, dass es einen Musikstil geben würde, der ethisch-moralisch besser wäre als der andere. Nein – um Musik nach irgendwelchen Maßstäben auf ihren Inhalt hin zu bewerten, sollten wir eben auch genau das tun: den Inhalt bewerten, die Texte. Und mit Verlaub: Was da durch den Äther schwirrt und aus den Radioprogrammen erklingt, das nehmen wir manchmal so mirnichtsdirnichts hin, weil es ganz seicht klingt – zwei Songs, die du sicher kennst und von denen du mal die Probe auf’s Exempel machen kannst: “Musik sein” von Vincent Weiss und “Last Christmas” – na, um was geht’s da wohl?

Anbetung Gottes geht mit jedem Musikstil

Gott kann mit Orgelmusik geehrt werden (was definitiv nicht mein Musikgeschmack ist) genauso wie mit fetten E-Gitarren, Techno-Beats (was auch nicht meine Musik ist) oder sogar Volksmusik (was ebenso nicht meine Musik ist). Genauso kann er das eben auch mit Heavy Metal, Hardrock, Emo, Crossover, Nu Metal, Hardcore, Gothic, Melodic Metal – ach nenn es, wie du willst.

Nein, das Schlagzeug ist nicht das Trommeln der Hölle und E-Gitarren auch nicht die Fanfaren des Teufels (keine Ahnung, wer so was glaubt, aber immer wieder höre ich so was).

Deswegen freue ich mich umso mehr auf ein Festival, für das ich schon letztes Jahr Karten hatte, dann fiel es Corona zum Opfer – um dieses Jahr endlich stattzufinden mit einem wahnsinnig genialen Line-Up. Wenn du einen ähnlichen Musikgeschmack hast wie ich, dann werden dir manche Bands etwas sagen – schnall dich an, was hier kommt:

Disciple (www.disciplerocks.com)

Petra (www.petraband.com)

Kutless (www.kutless.com)

The Letter Black (www.letterblack.com)

Project 86 (www.project86.com)

Theocracy (www.theocracymusic.com)

…und noch eine ganze Menge mehr!

Das Ganze findet in Betzdorf statt – ja, kannte ich vorher auch nicht (sorry an alle, die in Rheinland-Pfalz leben). Aber wenn du diese Art von Musik liebst, dann komm doch vorbei!

Komm mit!

Feier ein ganzes Wochenende (30. September bis 02. Oktober) Gott – mit richtig schöner Musik!

Tickets gibt es auf der Homepage www.lap-festival.de.

Der Vorverkauf endet am Dienstag, 20. September – Karten wird es aber auch an der Abendkasse noch geben.

Ich kann dem Orga-Team um Fabian Strunk nur meinen größten Respekt zollen, dass sie in Zeiten wie diesen ein solches Festival veranstalten. Das Line-Up ist allererste Sahne!

Vielleicht sehen wir uns ja vor Ort?

Schau dir den offiziellen Trailer des LOUD & PROUD FESTIVAL an:


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Bloggen ist mehr als nur Schreiben. Bloggen ist kreatives Denken, out of the box, nicht immer politisch korrekt – aber dafür von Herzen. Ehemann // Familienvater // Pfarrer // Autor // Visionär // Whisky // Grillen // Apple // KSC //

5 Kommentare

  1. Na ja – ehrlich gesagt, finde ich die Argumentation etwas dünn, da vor allem der persönliche Geschmack und weniger bis gar nicht biblische Rahmengedanken und/oder z.B. die Verbindung des Musikcharakters mit dem Wesen Gottes erläutert wird.
    Musikalische Grüße
    K.Becker

    • Na dann los! Wo in der Bibel steht über einen bestimmten Musikstil, dass er besser/Gott gefälliger/biblischer wäre. Ich bin sehr offen für Ideen – aber glaube selbst eben genau nicht, dass es eine theologische Begründung für Musikstile gibt. Deswegen erscheint es Ihnen als “dünn”.
      Ich lass mich aber gerne auf gute Argumente ein – habe sie aber bisher noch nicht vernommen. Aber vielleicht haben Sie diese Argumente?
      Liebe Grüße,
      David Brunner

  2. Mist, zu spät gelesen, genau meine Gedanken. Wusste gar nicht, dass es sowas gibt. Für dieses Jahr zu spät…aber nächstes Jahr!

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