Gedanken

Ostern – mehr als ein Comeback

Hat ein Fußballspieler eine lange Verletzungspause überstanden und kehrt auf den Platz zurück, sprechen wir von einem Comeback. Nicht wenige sprechen auch im Blick auf Ostern von einem „Comeback“. Ich glaube aber: Ostern ist weit mehr!

Ähnlich und doch anders

Wer ein Comeback hinlegt, der kehrt in sein Leben zurück, in dem er sich befand, bevor er von der Bildfläche verschwand, um dann mit einem Comeback zurück zu kehren. Ein Fußballspieler spielt wieder Fußball, eine Skifahrerin rast die Piste hinunter, Tennisspieler jagen den Ball über’s Netz und ein Formel 1-Fahrer jagt um die Kurven.

Bei Jesus ist das irgendwie ähnlich und doch auch ganz anders.

In der Bibel wird beschrieben, was an Ostern Unfassbares geschehen ist:

Am Abend, als der Sabbat vorüber war, kauften Maria aus Magdala, Salome und Maria, die Mutter von Jakobus, wohlriechende Öle, um den Leichnam von Jesus zu salben. Früh am Sonntagmorgen, gerade als die Sonne aufging, kamen die Frauen damit zum Grab. Schon unterwegs hatten sie sich besorgt gefragt: „Wer wird uns nur den schweren Stein vor der Grabkammer beiseitewälzen?“ Umso erstaunter waren sie, als sie merkten, dass der riesige Stein nicht mehr vor dem Grab lag. Sie betraten die Grabkammer, und da sahen sie auf der rechten Seite einen jungen Mann sitzen, der ein weißes Gewand trug. Die Frauen erschraken sehr. Aber der Mann sagte zu ihnen: „Habt keine Angst! Ihr sucht Jesus aus Nazareth, den Gekreuzigten. Er ist nicht mehr hier. Er ist auferstanden! Seht her, das ist die Stelle, wo man ihn hingelegt hatte. Und nun geht zu seinen Jüngern und zu Petrus und sagt ihnen, dass Jesus euch nach Galiläa vorausgehen wird. Dort werdet ihr ihn sehen, wie er es euch angekündigt hat.“ (Die Bibel, Markus 16, 1-7)

Jesus kam ja nicht von einer Verletzungspause zurück auf das Spielfeld – sondern vom Tod. Das ist ja das Krasse, auch wenn man sagt, dass Totgesagte länger leben. Aber Jesus war nicht totgesagt. Jesus war tot. Mausetot.

Weil er aber wieder lebt – und immer noch lebt – kann ich die Bibel ernst nehmen und die ganzen wunderbaren Verheißungen und Zusagen, die Gott uns Menschen macht.

Stellen wir uns nur für einen Moment vor, dass das alles Quatsch wäre, was da in der Bibel steht von wegen Auferstehung und so, und Jesus ist nicht auferstanden. Wieso sollte dann irgendetwas anderes, das in diesem Buch steht, vertrauenswürdig sein? Ich hätte da zumindest meine ziemlich heftigen Zweifel. Weil aber Jesus von den Toten auferstanden ist, kann ich vieles, was in der Bibel steht, auch heute noch für mich persönlich in Anspruch nehmen, glaube an einen Gott der Geschichte, dem sich selbst der Tod nicht in den Weg stellen kann und hoffe, glaube und vertraue fest darauf, dass Jesus eines Tages wiederkommen wird und dass es eine wunderbare Ewigkeit für diejenigen gibt, die ihm glauben und vertrauen.

Das alles kann ich seit Ostern. Seit dem ersten Ostern. Nur deswegen kann ich es. Nicht, weil es so schöne, heilsame, wohltuende Worte sind, die da in der Bibel stehen – was würden sie für einen Unterschied zu den chinesischen Glückskekssprüchen machen, wenn Ostern nicht wahr wäre?

Ostern ändert alles

Deswegen ändert Ostern alles. Alles. Einfach alles!

Seit Ostern muss es keine Hoffnungslosigkeit mehr geben. Die Option ist da, ja. Aber es ist deine Entscheidung, ob Hoffnung aufkeimen darf oder nicht.

Seit Ostern gibt es ein wirkliches „Kopf hoch“, weil ich meinen Kopf heben und auf den schauen kann, der von den Toten auferstanden ist.

Ostern ändert alles. Ich muss nun nicht mehr nach hinten schauen – ich kann nach vorne schauen, weil ich weiß, dass es ein Morgen gibt, dass der nächste Tag kommt – und dass dieser Tag wieder eine großartige Chance ist, meinen auferstandenen Herrn zu erleben und ihm zu begegnen. Und am nächsten Tag auch noch. Und am übernächsten – und an allen anderen, folgenden Tagen meines Lebens.

Ja, es ist meine Entscheidung, was ich aus Ostern mache. Mal fällt es mir leichter, mal fällt es mir schwerer. Mal schaffe ich es, den Blick zu heben, mal nicht.

Aber das Schöne ist: Wenn ich es nicht schaffe, dann schafft Jesus es für mich, hebt mich hoch und lässt mich nach vorne schauen.

Wer Ostern kennt, hat Grund, optimistisch nach vorne zu schauen, voller Vertrauen in den, dem selbst der Tod nichts anhaben konnte.

Leben und unvergängliches Wesen

Vor annähernd 2.000 Jahren lebte ein junger Mann, sozusagen ein „Christ der ersten Stunde“ – oder zumindest ein Christ der ersten Generation. Sein Name: Timotheus. Er lebte genauso wie wir im Zeitalter nach der Auferstehung und dennoch war sein Glaube immer mal wieder ein wenig angefochten, durchgeschüttelt und nicht so standfest, wie er sich das selbst wünschte – vielleicht kennst du das ja auch. Ich kenne es.

Und eben diesem jungen Mann schrieb sein Lehrer und Mentor – kein Geringerer als der große Völkermissionar Paulus – zwei Briefe. Heute wäre es wohl eine lange Email gewesen oder eine WhatsApp. Damals kannte man noch das Medium des Briefes. Und in seinem zweiten Brief schreibt Paulus seinem Zögling Folgendes ins Stammbuch:

Jesus Christus hat dem Tod die Macht genommen und das Leben und ein unvergängliches Wesen ans Licht gebracht durch das Evangelium.
(Die Bibel, 2. Timotheus 1,10)

Als ob er sagen wollte: Der Gott, der selbst den grausamsten Feind des Menschen – den Tod – besiegt hat, hält deine Hand, ist dir näher, als du glauben kannst und liebt dich mehr, als du dir jemals vorstellen kannst.

Und durch die Entmachtung des Todes hast du die Möglichkeit DAS Leben zu finden und ist deine Existenz unvergänglich („unvergängliches Wesen“).

…und deswegen ist Ostern für mich mehr als nur ein Comeback. Durch Ostern entsteht etwas vollkommen Neues.

Neues Leben.

Neue Hoffnung.

Neue Liebe.

Neue Perspektiven.

Neue Dimensionen des Lebens.

Neue Glaubenserfahrungen.

Alles neu macht – der Ostermorgen, nicht nur der Mai.

Ich bin generell ein Mensch, der versucht positiv zu denken und das Gute zu sehen, selbst in unguten Situationen. Warum? Weil mich Ostern dazu befähigt. Weil das seit Ostern kein Pfeifen im Wald ist, sondern begründete Realität.

Aber es geht nicht um mich. Es geht um viel mehr. Es geht darum, dass „das Leben“  jedem Menschen zugänglich ist durch Ostern.

DAS Leben

„Das Leben“ – schreibt Paulus. Nicht irgendein Leben. Nicht so ein bisschen Leben. Nicht einfach Leben. Sondern: DAS Leben.

…nach dem du dich wirklich tief in deinem Innern sehnst.

…das unvergänglich ist.

…das lebendig, bunt und vielseitig ist.

…das aus einer Ewigkeitsperspektive gelebt wird.

…das Ewigkeitsqualität besitzt.

…das nicht vom Irdischen bestimmt wird, sondern von der himmlischen Realität.

…das sich nicht im Alltäglichen erschöpft, sondern das Übernatürliche erwartet.

Kurz: Das Leben, das Gott für dich bereit hält, das er sich für dich gedacht hat.

Das ist „Evangelium“ – die „gute Nachricht“: Dein Leben ist mehr als das, was du Tag für Tag siehst und erlebst. Dein Leben soll geprägt sein von einer Perspektive, die aus dem Ewigen in das Irdische hineinragt.

Und das ändert wiederum alles – konkret: Deinen Umgang mit deinen Ressourcen Geld, Zeit, Besitz, Umwelt. Alles.

Warum? Weil du weißt, dass es mehr gibt als das, was du Tag für Tag siehst. Es gibt nämlich „das Leben“ und ein „unvergängliches Wesen“. Wir werden alle auferstehen nach unserem Tod. Kein Licht wird einfach so ausgehen – schon gar nicht vom Letzten einfach ausgemacht.

Die Bibel spricht davon, dass wir alle auferstehen werden und dass es dann zwei Optionen des Weiterlebens gibt – welche das sind, dazu empfehle ich dir diesen Artikel.

Aber jetzt erst mal: Frohe Ostern! Denn es ist in der Tat ein fröhlicher Tag, wenn ich bedenke, was durch Ostern nun alles möglich ist.

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