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Wertschätzung

Wenn ich glaube, dass jeder Mensch einzigartig und als Ebenbild Gottes geschaffen wurde, dann ist Wertschätzung an sich nichts Besonderes, sondern ein Ausdruck dieser Überzeugung. Dennoch scheint es gerade innerhalb christlicher Gemeinden sehr schwierig zu sein, echte Wertschätzung zu leben. Wieso ist das so? Und warum lohnt es sich, Wertschätzung zu leben? Darum soll es in diesem Beitrag gehen.

Was ist eigentlich Wertschätzung?

Ich werde jetzt nicht Wikipedia oder Google bemühen, sondern Dir schlicht und einfach meine Sicht von Wertschätzung mitteilen. Wertschätzung ist kein Projekt, sondern eine Haltung. Sie ist kein Programm, sondern ein Lebensstil. Sie ist erlernbar – und leider auch verlernbar. Wertschätzung bedeutet, dem anderen Menschen so gegenüberzutreten und so mit ihm zu agieren, dass sein Wert als Ebenbild Gottes „geschätzt“ wird, das heißt:

Ich erkenne in meinem Gegenüber einen wahren Schatz, weil er einen Wert hat, den ihm sein Schöpfer zugeschrieben hat und es nicht an mir liegt, diesen Wert durch eine negative Interaktion zu minimieren.

Wohlgemerkt: Den Wert zu minimieren – nicht seine Handlungen oder Äußerungen. Ich kann jemandem wertschätzend entgegentreten, dessen Handlungen und Überzeugungen ich nicht teile. Genauso wenig bedeutet Wertschätzung, zu allem „Ja und Amen“ sagen, was der andere äußert oder vollbringt. Das bedeutet natürlich und vor allem auch, dass ich denjenigen Menschen Wertschätzung entgegenbringe, die mir nicht liegen. Soll ich also auch meinem Fein Wertschätzung entgegenbringen? Natürlich! Soll ich sogar einem Verbrecher Wertschätzung entgegenbringen? Auf jeden Fall! Soll ich meinen Freunden Wertschätzung entgegenbringen? Logisch! Und ich glaube, hier müssen wir genauer einsteigen, wie sich Wertschätzung äußert.

Den anderen wahrnehmen

Das klingt so simpel – aber ist es überhaupt nicht. Ich kann einem Menschen im Gespräch äußerlich zuhören, aber innerlich auf Durchzug schalten. Ich kann mich mit Menschen unterhalten, mit meinen Augen aber die Umgebung abscannen, ob sich nicht doch noch eine bessere Option für den Moment findet. Wahrnehmung beginnt dort, wo ich mich ganz auf den anderen einlasse, mit dem ich für diesen Moment das Gespräch habe, der mir im Moment begegnet. Dann zählt nichts anderes, sondern diese Person. Ich gebe zu: Das ist alles andere als einfach, denn es beginnt schon im Kopf, in dem sich alle möglichen anderen Gedanken, Wichtigkeiten und Nebensächlichkeiten auftürmen und uns vom Gegenüber ablenken wollen.
Wahrnehmung heißt, ich nehme den Menschen ganzheitlich wahr: seine Worte, seine Mimik, seine Gestik – kurz: seine Körpersprache.
Ich nehme ihn aber auch innerlich wahr: Was treibt ihn um? Wo hat er gerade Herausforderungen? Was glückt ihm gerade so richtig? Wo drückt ihn der Schuh? Wie steht es um seine Familie, seine Zeit mit Gott und wie lebt er seine Berufung? Bevor du dich jetzt überfordert fühlst: Das geht natürlich nicht bei allen Begegnungen in dieser Tiefe, denn manche Menschen kennen wir nur „flüchtig“. Dann gilt es vor allem, im Moment ganz achtsam und präsent zu sein.
Wertschätzung beginnt dort, wo ich ich mich auf mein Gegenüber einlasse und ihm signalisiere und zeige: Ich bin da. Schieß los! Was ist dein Anliegen?
Oder anders ausgedrückt und einfacher: Mein Gegenüber ist mir einfach wichtig!

Den Schatz heben

Wenn jeder einzelne Mensch als Ebenbild, als Gegenüber Gottes geschaffen ist – dann steckt in jedem einzelnen Menschen jede Menge Potenzial und Power. Wertschätzung heißt für mich dann konkret: Dem anderen helfen, sein Potenzial zu entfalten. Dazu ein ganz einfaches Beispiel. Meine Frau Damaris (www.instagram.com/damaris_brunner) hat vor über einem Jahr in unserer Kirchengemeinde die SHINE WOMAN-Arbeit begonnen (klick dich rein unter www.wutachblick.de/shine). Dabei hat sie sich auf die Suche begeben nach weiteren Frauen in unserer Gemeinde, mit denen sie diese Arbeit beginnen und nachhaltig gestalten kann. Leider bin ich auf Grund meines Geschlechts disqualifiziert, an den Angeboten dieser SHINE WOMAN-Arbeit teilzunehmen, aber ich ziehe meinen Hut und habe größten Respekt vor meiner Frau, die eine wahre Wertschätzerin und Potenzialentfalterin ist. Wie sie in den einzelnen Meetings, aber auch in Gesprächen, Telefonaten, Emails und anderen Wegen der Kommunikation dabei ist, andere in ihre Bestimmung, in ihre Berufung zu führen, indem sie ihnen hilft, ihre Gaben und ihr Potenzial nicht nur zu erkennen, sondern auch zu entfalten, ist einfach einzigartig und wunderbar. Meistens braucht es gar nicht viel Anstrengung, denn das Potenzial im anderen ist ja schon längst da. Was es braucht ist
  • Mut, neue Wege zu gehen und dem anderen die Entfaltung zu erlauben.
  • Freude daran, den anderen in seiner Bestimmung und Berufung wachsen zu sehen.
  • Leidenschaft, nicht aufzugeben, sondern dranzubleiben.
  • Visionen für etwas Größeres, das sein wird als das, was schon ist.
Ich selber versuche in den Teams, mit denen ich zusammenarbeite, immer wieder Potenziale zur Entfaltung kommen zu lassen. Ich will anderen etwas zutrauen – wo sie selbst sich vielleicht noch gar nicht so viel zutrauen. Was soll schon schief gehen? Es kann im schlechtesten Fall der Zustand erreicht werden, an dem wir jetzt schon sind. Im besten Fall entfaltet der oder die andere aber ein Teil seines Potenzials – und das bedeutet: Wir sind einen ganzen Schritt weiter.

In Liebe korrigieren

Auch das gehört zur Wertschätzung, obwohl es auf den ersten Blick nicht so aussieht. Es hat aber einen ganz einfachen Grund:
Ich möchte, dass mein Gegenüber eine bessere Ausgabe seiner selbst wird.
Dann korrigiere ich auch – in Liebe! Im Prinzip ist das ja selbstverständlich, nur in der Praxis nicht immer einfach. Ich will es aber einmal mehr mit der Erziehung von Kindern vergleichen. Wenn ich den Eindruck habe, dass die Ausdrucksweise meiner Kinder oder das Verwenden mancher Wörter nicht unbedingt förderlich ist, dann korrigiere ich sie. Dann sage ich ihnen, dass das Wort XY nicht das Beste ist und aus welchem Grund. Ich korrigiere – nicht um Recht zu behalten, sondern um den anderen besser zu machen. Ob und wie er meinen Rat und Korrektur annimmt, liegt nicht in meiner Hand und spielt auch nicht die entscheidende Rolle. Die spielt meine Haltung – ob es in Liebe geschieht oder ob ich dem anderen eins „überbraten“ will mit meiner Kritik. „Liebe“ heißt in diesem Fall: Ich habe eine schier unbändige Sehnsucht danach, dass es meinem Gegenüber in diesem einen Bereich, den ich gerade wahrnehme, nach unserem Gespräch bzw. nach unserer Begegnung spürbar und messbar besser geht – und im besten Fall ist das nachhaltig.

Hindernisse auf dem Weg zur Wertschätzung

Das alles klingt so schön. So gut. So erstrebenswert. Ohne sie nach Priorität oder Kausalität geordnet zu haben, gibt es aber auch verschiedene Hindernisse, die auf dem Weg zu einer wertschätzenden Haltung überwunden werden müssen oder die zumindest im Weg stehen, wobei das Überwinden vielleicht gar nicht so einfach ist

Die Frage nach meiner Identität

Geistlich betrachtet ist das irgendwie der „Joker“ in so vielen Auseinandersetzungen und Fragestellungen, die mir begegnen. Die Frage nach meiner eigenen Identität (Wer bin ich?) ist in so vielen Lebensbereichen entscheidend, dass man schon fast von einer grundlegenden (den Grund legenden) Fragestellung sprechen muss. Aber sie trifft in besonderer Weise auch im Blick auf Wertschätzung zu. Es ist nicht sonderlich schwierig zu verstehen, dass Menschen, die sich selbst nicht annehmen können bzw. nicht wissen, wer sie eigentlich sind, auch anderen Menschen nicht wertschätzend entgegentreten können. Oder aber sie versuchen, über ihr eigenes Identitätsproblem hinwegzugehen und sich umso mehr in andere Menschen zu investieren, was aber eher einem zwanghaften Lebensstil als einer authentischen Form der Wertschätzung zuzuschreiben ist. Wenn ich aber weiß, wer ich bin, kann ich anderen so wertschätzend entgegen treten, dass ich keine Angst haben muss, selbst zu kurz zu kommen.
Ich bin ein geliebtes Kind meines himmlischen Vaters.
Wenn diese Aussage deine Identität beschreibt, dann hast du nichts zu befürchten, denn dein himmlischer Vater wird sich um alles sorgen, was du brauchst. Du bist nicht abhängig von Menschen und Situationen, sondern einzig und allein von deinem himmlischen Vater, der weiß, was du brauchst. Also kannst du anderen Menschen wertschätzend entgegenzutreten ohne die Befürchtung zu haben, dadurch selbst zu kurz zu kommen.

Blinder Gehorsam gegenüber Regeln

Lass mich eines vorab sagen: Regeln sind gut und wichtig! Sie ordnen unser Zusammenleben in der Gesellschaft, im Klassenzimmer, im Straßenverkehr – und in der Gemeinde. Insofern sind Regeln nicht per se schlecht. Gefährlich wird es nur dann, wenn wir Regeln nicht mehr beginnen zu hinterfragen, sondern unkritisch übernehmen. Was folgt ist ein schleichender aber umso gefährlicherer Weg des Sterbens und Abstumpfens. Meistens erkennbar an einem allgegenwärtigen Staunen und Schweigen bei der Frage: „Warum machen wir das einfach so, wie wir es machen?“ „Weil…äh…ja, weil….keine Ahnung.“ Es ist wie in der Kindererziehung. Wenn ich meinen Kindern nicht plausibel erklären kann, weshalb es bestimmte Regeln gibt und wenn sie nicht verstehen, weshalb es gut ist, sich an diese Regeln zu halten, werden sie sie blind befolgen – und irgendwann keine Ahnung darüber haben, warum sie tun, was sie tun. Und das möchte ich unter allen Umständen vermeiden. Ebenso ist es absolut zu vermeiden, dass Menschen in der Gemeinde etwas tun (oder nicht tun) – und das „Warum“ nicht erklären oder beantworten können. Logischerweise fällt es ihnen dann umso schwerer, Menschen oder Situationen wertzuschätzen, die mit diesem Vakuum an Sinn zu tun haben.

Gesetzlichkeit

Ich würde nicht sagen, dass diese automatisch und alleine eine Folge von blindem Gehorsam gegenüber Regeln ist, aber es ist definitiv eine Möglichkeit – und wohl die wahrscheinlichste. Gesetzlichkeit ist sozusagen der blinde Gehorsam gegenüber Regeln, den ich auch von allen anderen fordere und nicht nur selber leiste. Aber das reicht noch nicht. Hinzu kommt das, was ich im folgenden Punkt noch beschreiben werde: ein Richten und Urteilen über die Menschen, die diesen blinden Gehorsam nicht bringen.
Gesetzlichkeit ist der Feind aller Freiheit im Glauben und führt immer und ausnahmslos in die Enge und setzt Menschen unter Druck.
Es ist hoffentlich nicht weiter nötig, aber ich betone es trotzdem: Gesetzlichkeit und biblischer Glaube haben nichts miteinander zu tun. In der Bibel heißt es: „Wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit!“ (2. Korinther 3,17) Wertschätzung setzt Menschen frei, sie bestätigt das Potenzial von Menschen und möchte Menschen aufblühen lassen. All das will Gesetzlichkeit nicht, ja kämpft sogar dagegen an. Nicht verwunderlich, dass gesetzliche Menschen wenig mit Wertschätzung anfangen können und schon gar nicht wertschätzende auftreten und anderen Menschen gegenüber treten können.

Richten statt umarmen

Schnell sind wir dabei, andere Menschen zu richten anstatt sie zu umarmen. Natürlich immer nur unter dem Vorwand: „Man kann doch nicht alles so stehen lassen und gutheißen, was der andere macht. Das weiß doch jeder, dass das nicht geht.“ Mag sein – aber kann man wirklich nicht? Ist ein Umarmen des anderen wirklich eine Bejahung dessen, was er tut oder nicht einfach viel mehr ein Ausdruck göttlicher Gnade? Vielleicht sollte ich hinzufügen, dass ich „umarmen“ durchaus im übertragenen Sinn meine – man könnte auch sagen „annehmen“ oder „wertschätzend gegenübertreten“. Es ist leider landauf landab ein stark ausgeprägtes aber dennoch falsches Vorurteil, dass wenn ich einem Menschen mit Wertschätzung begegne oder ihn einfach so annehme, wie er ist, automatisch alles, was er sagt und tut unterstreiche und ihn darin bestärke. Das ist aber vollkommener Quatsch. Jesus selbst hat es vorgelebt. Nur ein Beispiel, es wird in der Bibel im Lukas-Evangelium im 19. Kapitel überliefert. Jesus begegnet einem Zolleinnehmer namens Zachäus äußerst wertschätzend und umarmt ihn, indem er bei ihm zuhause Gast sein und zu Abend essen möchte – was in der damaligen Kultur der Ritterschlag schlechthin war. Unterstützt Jesus dadurch das betrügerische Handeln dieses Zöllners? Überhaupt nicht. Im Gegenteil, denn am Ende der Begegnung wird uns überliefert, dass Zachäus sein Leben komplett änderte. Warum? Weil Jesus ihn annahm, ohne sein Verhalten gutzuheißen. Er hätte ihn auch richten und verurteilen können – und Zachäus damit jede Chance auf Veränderung nehmen können.

Warum sich Wertschätzung immer auszahlt

Je nach Situation und je nach Kontext, je nach Bekanntheitsgrad und je nach Möglichkeit der Vertiefung sieht der Benefit von Wertschätzung immer anders aus, aber eines ist sicher: Wertschätzung zahlt sich immer aus.
  • Mein Gegenüber wächst mehr und mehr zu der Ausgabe seiner selbst, die von Gott gedacht war.
  • Wertschätzung bereitet den Boden für Produktivität und Teamarbeit.
  • Ich ermögliche meinem Gegenüber, seine Gaben, Talente, Fähigkeiten zu entdecken und auszuleben.
  • Geschieht Wertschätzung im Gemeindekontext, prägt und verändert sie die Gemeindekultur immer – und zwar ausschließlich zum Guten.
  • Ich selbst werde 100%ig Freude daran haben, dem anderen im Wachstum seines Glaubens, seiner Identität, seines Lebens zusehen zu können und Teil davon zu sein.
  • Wertschätzung zeigt mir: Es gibt immer einen Mittelpunkt und eine Hauptsache – und ich bin es nicht.
  • Im Sinne der alten Pfadfinderweisheit „Jeden Tag eine gute Tat“ kann ich mich darüber freuen, etwas Gutes getan zu haben – in einer Welt, in der es so viele „bad news“ gibt.
Der für mich vielleicht größte Gewinn ist, dass ich – und das schreibe ich nun als Leiter und Pfarrer einer Gemeinde – „im göttlichen Flow“ bin. In der Bibel wird die Gemeinde Gottes einmal mit einem Körper und seinen unterschiedlichen Körperteilen verglichen (1. Korinther 12). Jedes Körperteil ist wichtig, keins ist wie das andere und alle freuen und leiden mit dem anderen mit. Wertschätzung bedeutet demnach:
Inspiriert vom Heiligen Geist dem anderen helfen, sich als Teil dieses Leibes Jesu wahrzunehmen (Identität), seinen Platz innerhalb der Gemeinde Jesu einzunehmen (Gaben und Fähigkeiten entdecken) und seine Funktion auszuüben (Potenzial entfalten).
Wenn du noch tiefer einsteigen und ganz praktische Tipps und Wertschätzungsgeschichten lesen möchtest, empfehle ich dir das Buch „Wunderwaffe Wertschätzung“ von Tim Niedernolte.

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4 Notwendigkeiten für Innovation

Dieser Beitrag ist im Grunde nichts anderes als eine Übersetzung und Zusammenfassung (aus dem Kopf) einer ganz bestimmten Folge des Leadership Podcasts von Craig Groeschel.

Diese Folge trägt den Titel „The Four Essentials of Innovation„. Ich habe die Folge gehört – und musste sie gleich nochmal hören. Und als ich sie das zweite Mal gehört hatte, musste ich sie ein drittes Mal hören. So wesentlich und so konzentriert bringt es Craig Groeschel auf den Punkt.

Da nicht jeder gerne Podcasts hört, ist es mir ein Anliegen seine (!) Gedanken zu teilen, die auf meine Interpretation treffen. Aber um es deutlich zu machen: Die vier Notwendigkeiten sind nicht meine Idee – sondern die von Craig Groeschel. Es sind vier Notwendigkeiten, die unbedingt gegeben sein müssen für Innovation. Los geht’s!

1Ein zu lösendes Problem

„Logisch!“ magst du denken. Aber ist es wirklich so logisch? Ich würde mal die Betonung nicht auf „Problem“, sondern auf „ein zu lösendes“ legen. Dann ist das schon mal gar nicht so „logisch“, weil es uns vor die Frage stellt: Wie sehen wir Herausforderungen? Als „zu lösendes Problem“ oder als „unlösbare Hürde“?

Ich glaube, dass es sehr entscheidend ist, ob Probleme uns in Lethargie und Schockstarre versetzen oder ob wir sie als Herausforderungen ansehen, die wir umarmen, angehen und das Beste daraus machen.

Ob im privaten Umfeld, in der Kirchengemeinde oder im Unternehmen – Herausforderungen (ich mag dieses Wort mehr als das Wort „Probleme“) begegnen uns ständig und immer wieder. Selbst wenn wir eine Herausforderung meistern oder vor ihr wegrennen – die nächste wartet bestimmt.

2Begrenzte Ressourcen

Echt jetzt? Ist es nicht eher umgekehrt? Ich benötige doch sehr viele Ressourcen, um ein Problem zu lösen oder eine Herausforderung zu meistern!

Zeit für die Vorbereitung von so vielen Meetings. Geld für die vielen Ausgaben für Sachkosten und Personal. Diverses Material für die unterschiedlichen Angebote innerhalb der Gemeinde. Manpower, um die einzelnen Projekte auch stemmen zu können.

Das alles benötige ich doch als Grundlage, um überhaupt arbeiten zu können.

Mitnichten! Es überzeugt mich voll und ganz, was Craig Groeschel dazu sagt: Wir laufen Gefahr, uns einfach die Dinge zu „kaufen“, die wir benötigen, wenn wir ausreichend Ressourcen haben. Wenn wir diese aber nicht haben, wird unser kreativer Geist geweckt und wir sind herausgefordert, kreativ zu denken. Das bedeutet auch, so gut es geht „Entweder-Oder“-Szenarien zu vermeiden und stattdessen viel mehr innovativ und „out of the box“ zu denken.

Ich glaube in der Tat, dass da jede Menge dran ist. Nur wer „gezwungen“ ist, kreativ zu denken, wird auch innovativ sein.

Kleines Beispiel: Wenn ich in der Kirchengemeinde eine hauptamtlich angestellte Person für einen bestimmten Bereich möchte und alles Geld der Welt habe – dann stelle ich sie einfach ein. Vielleicht vorschnell, vielleicht unüberlegt. Vielleicht ist die Person die richtige – aber es könnte sich auch entpuppen, dass sie gar nicht passt. Aber dank des Geldes war sie schnell eingestellt.

Wenn mir nun die finanziellen Mittel zumindest teilweise fehlen, muss ich kreativ werden. Ich muss ein Fundraising-Konzept entwickeln und das beinhaltet nicht nur das stupide Betteln um Geld sondern vielmehr benötige ich einen kompletten Ansatz, was ich denn mit der Stelle bezwecke, welchen Mehrwert das für potentielle Spender hat und wie sich diese Stellenkonstellation auf die Gesamtgemeinde auswirkt.

Und schon beginne ich, innovativ und kreativ zu denken und vor allem: Das „Problem“ gehe ich mehrdimensional an und versuche, verschiedene Facetten und Faktoren zu bedenken.

Natürlich wünschen wir uns allzuoft unendliche Ressourcen und meinen, damit die meisten Probleme lösen zu können. Ich glaube aber (v.a. nachdem ich den Podcast mehrfach gehört und darüber nachgedacht habe), dass das einfach nicht stimmt und ein neuzeitliches Märchen ist.

Wirklich weiter kommen wir dort, wo Ressourcen begrenzt sind und dadurch unsere Kreativität und Innovationsbereitschaft gefördert wird.

Also. Nicht jammern, wenn was fehlt, sondern innovativ denken und handeln. Wie? Das kannst du hier nachlesen.

3Die Bereitschaft, Fehler zu machen

Wir leben in einer extrem perfektionistischen Zeit. Auf Instagram werden nur die schönsten Selfies und Urlaubsfotos gezeigt, auf Facebook teilen wir die schönsten Erlebnisse mit Freunden und Familie und in „real life“ kaschieren wir das ein oder andere mit einer tüchtigen Fassade.

Wo bitteschön ist in solch einer Welt noch Platz für Fehler? Aber genauso wie Jesus in vielen Dingen kontra war, so ist Innovation auch immer kontra – sonst bräuchte man sie ja nicht.

Und wo sie von ihrem Wesen „kontra“ ist, da ist sie es auch von ihren Mitteln – und das bedeutet: Fehlermachen erwünscht!

Der Grund ist doch simpel: Aus Fehlern lernen wir! Und wer lernt, kommt weiter. Wer nicht lernt, bleibt stehen, wo er schon ist. Das bedeutet, die Bereitschaft, Fehler zu machen, muss vorhanden sein, um Innovationen platzieren zu können.

Auch hierfür bin ich Craig Groeschel unheimlich dankbar, denn wenn man sich das mal genauer anschaut, wird schnell klar: Nur wenn ich bereit bin, Fehler zu machen und zuzugestehen, kann ich mich weiterentwickeln und vor allem frei sein: frei denken, frei planen, frei handeln. Nicht eingeengt sein in ein bestehendes Korsett und System, sondern die Freiheit haben, neue Wege zu denken und einzuschlagen. Das ist extrem wichtig für Innovation und vor allem für alle Mitarbeitende bspw. in der Gemeinde, da sie die Gewissheit haben, Fehler machen zu dürfen – ohne einen Kopf kürzer gemacht zu werden. Das lässt wirklich frei arbeiten, denken und spinnen – oder eben: innovativ sein.

4Eine verrückte Idee

Kommen wir zum lustigen Teil der vier Notwendigkeiten. Ich liebe verrückte Ideen. Frei nach dem Motto: „Das haben wir schon immer so gemacht, bis einer kam, der das nicht wusste – und es einfach anders machte.“

Verrückt heißt nicht, den Verstand ausschalten und irgendeinen Blödsinn zu machen. Vielmehr bedeutet „verrückt“, nicht im „Entweder-Oder“-Denken verhaftet zu bleiben, sondern Wege einschlagen zu wollen, die noch niemand gegangen ist.

Innovationen sind dort notwendig, wo bestehende Systeme, Programme und Ideen nicht mehr ausreichen. Wir sind leider viel zu oft im Denken verhaftet, dass das, was uns bis hierher gebracht hat, auch das sein wird, das uns in die Zukunft bringen wird.

  • Vor x Jahren haben wir begonnen, Gottesdienste anders zu feiern – also werden wir das auch die nächsten x Jahre so tun.
  • Seit Jahren ist das Spendenaufkommen in der Gemeinde so gut, dass wir die bestehende Arbeit ohne größere Schwierigkeiten bestreiten können.
  • Unsere Kleingruppen befinden sich seit Jahren auf einem konstanten Niveau – also werden sie das auch in Zukunft sein.

Dieses Denken ist fatal! Gerade dann, wenn es „gut zu laufen“ scheint in der Gemeindearbeit, sollten alle Alarmglocken angehen, damit man sich nicht auf dem Bestehenden ausruht, sondern neue, „verrückte“ Ideen spinnt und diesen auch die Chance gibt, in die Tat umgesetzt zu werden.

Ein zu lösendes Problem, begrenzte Ressourcen, Fehler-Bereitschaft und verrückte Ideen – ein wunderbarer Innovations-Cocktail. Ich glaube, dass Craig Groeschel Recht hat mit diesen vier Zutaten für den Cocktail. Sicherlich gäbe es noch das ein oder andere mehr. Aber was sich durch alle vier Gedanken durchzieht ist die Haltung, groß und unkonventionell zu denken. Das gefällt mir und überzeugt mich.


 

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Alles neu

Um es vorweg zu sagen: John Eldredge schafft es in der Tat zu beschreiben, was der Untertitel des Buches zum Ausdruck bringt: „Für welche atemberaubende Hoffnung unser Herz geschaffen ist“

Auf sehr konsequente Weise hat Eldredge eine ganz bestimmte Sicht von der Ewigkeit, also dem „Leben nach dem Tod“ – und zwar nicht nur individuell, sondern dann, wenn es universell in Kraft treten wird – ab dem Zeitpunkt, den Christen „Die Wiederkehr Jesu“ nennen. Und Eldregdes Ansicht ist radikal. Für ihn ist die Ewigkeit kein Ort in himmlischen Sphären oder einem überdimensional großen Thronsaal. Für Eldredge ist der Ort der Ewigkeit – die Erde.

Zunächst wurde ich beim Lesen des Buches etwas unruhig und befürchtete, dass Eldredge vielen missionalen Theologen der Gegenwart folgt und „den Himmel auf die Erde“ holen möchte und somit die Ewigkeit ihrer Kraft beraubt. Aber ich gebe Entwarnung. Das tut Eldredge mitnichten, auch wenn ich seinem theologischen Konzept an ein paar Ecken und Enden mal gerne die oder andere kernige Frage stellen möchte. 

So ist das größte theologische Defizit, dass Eldredge sich meiner Meinung nach nicht ausreichend mit den Bibelstellen auf exegetische Weise beschäftigt, die seiner Sicht der Ewigkeit nicht ohne weiteres oder auf den ersten Blick entsprechen. Aber ich halte ihm zugute, dass er auch keine theologische Abhandlung schreiben wollte, sondern den Leser und die Leserin für die „atemberaubende Hoffnung“ begeistern möchte, zu der Christen berufen sind.

Und das wiederum gelingt ihm zweifelsohne auf grandiose Weise. Die Stärke dieses Buches liegt in seiner kraftvollen Bildsprache. Dabei bedient sich Eldredge seiner eigenen unglaublich großen Kompetenz, kraftvolle und ausdrucksstarke Bilder mit Worten zu malen. Der Mann hat einfach eine unglaublich große Gabe. Und so kann man gar nicht anders, als sich „die Ewigkeit“ auf dieser Erde, die Gott neu machen wird, vorzustellen.

Darüber hinaus sind es aber auch seine gewagten, aber deswegen so inspirierenden Vergleiche bspw. mit „Der Herr der Ringe“ (Tolkien) oder „Narnia“ (C.S. Lewis). Was Eldredge damit gelingt: Die Hoffnung, zu der Christen durch die Ewigkeit berufen sind, bekommt noch mehr Kraft, als ohnehin schon. 

In meinen Augen steigert sich das Buch. Es beginnt stark – und endet noch stärker. Das Geheimnis dahinter ist nicht nur die bildhafte Sprache sondern auch die konkreten Beispiele und Ereignisse aus Eldredges Leben. Und die haben es in sich, weil sie teilweise kein Happy End haben. Das Schöne: Eldredge macht keine Abstriche an der Kraft der biblischen Hoffnung auf Grund seiner biografischen Erfahrungen, sondern gibt dem Schmerz Raum, um die Hoffnung erst recht kraftvoller werden zu lassen.

Das Buch ist in zehn Kapitel eingeteilt, durchzogen von biblischen Zitaten und persönlichen Beispielen und liest sich sehr einfach, ohne trivial zu wirken. 

Wer seiner christlichen Hoffnung einen Kraft-Schub geben möchte, dem empfehle ich dieses Buch wärmstens. Aber nicht nur deswegen empfehle ich das Buch, sondern auch wegen einer gewissen Sprachlosigkeit, der ich immer wieder begegne. Es ist eine Sprachlosigkeit über das, was „nach dem Tod“ kommt. Viele Christen glauben „irgendwie an die Ewigkeit“ – aber können wenig dazu sagen, sind sprachlos. Das muss nicht so bleiben und das ist unbegründet, denn in der Bibel finden sich ausreichend Belege und Bilder dafür, was in der Ewigkeit auf Christen wartet.

John Eldredge hat diese Bilder, diese Belege aufgenommen, mit seinen eigenen Erfahrungen, seiner Theologie und weiteren ausdrucksstarken Theologen kombiniert und herausgekommen ist ein Buch, das tut, was es verheißt:

Sehnt sich Ihr Herz nach einer unumstößlichen Hoffnung, die durch alles hindurchträgt? Dann habe ich eine gute Nachricht für Sie: Genau solch eine Hoffnung gibt uns der christliche Glaube. Gott verspricht: Am Ende der Zeiten wird er alles neu machen, was wir jetzt schon lieben – nicht in einem ungewissen, süßlichen Himmel, sondern genau hier auf der Erde.John Eldredge
Infos:
240 Seiten
18,00 EUR
ISBN: 978-3-7655-0996-4
Brunnen Verlag

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Herausforderungen zuversichtlich angehen

Zugegeben: Die Situation war heikel. Ein ganzes Volk von mehreren hunderttausend Menschen hat eine 40jährige Wüstenzeit hinter sich. Im wahrsten Sinne. Auf dem Weg in das verheißene Land, stand das Volk Israel  vor der Schwelle dieses Landes. Aber statt Euphorie und Zuversicht, war es eher gelähmt vor der schier unbezwingbaren Herausforderung. Generationen zuvor hatte Gott Abraham das Land Israel verheißen. Nun sollte das Volk Israel in „sein“ Land heimkehren – aber es war bewohnt und ein reißender Fluss trennte die Menschen vor dem Land, in dem Milch und Honig fließen.

Göttlicher Zuspruch

Ihr neuer Anführer, Josua, wurde noch ein wenig skeptisch beäugt. Zu groß waren die Fußtapfen, in die er getreten war. Viele erzählten sich noch die Geschichten und Wunder, die Mose vollbrachte. Aber dieser Mose war nun tot und der neue Anführer und Leiter war Josua. Es wundert nicht, dass dieser Josua von Gott unbedingten Zuspruch für diese Herausforderung benötigte. Aber Gott wäre nicht Gott, wenn er diesen Zuspruch nicht geben würde und so müssen diese Worte Balsam auf der geschundenen Seele Josuas gewesen sein:
Sei mutig und entschlossen! Lass dich nicht einschüchtern und hab keine Angst! Denn ich, der HERR, dein Gott, stehe dir bei, wohin du auch gehst. Die Bibel, Josua 1,9
Immer und immer wieder hat Gott zu Josua gesprochen und irgendwie schien der Groschen nur pfennigweise zu fallen. Aber er fiel. Denn Josua tat das, was Gott ihm auftrug und was dann geschah, ist vielleicht eine der größten Inspirationen im Blick auf Herausforderungen und wie wir sie angehen können. Gott gab Josua einen bestimmten Auftrag, genauer gesagt: Er selbst zeigte ihm, wie er diese Herausforderung bewältigen kann. Die Priester sollten die Bundeslade nehmen. Das Zeichen für die Gegenwart Gottes. Diese sollten sie in 1.000 Meter Abstand vor dem Volk Israel tragen und damit ihre Füße in den Jordan setzen. Dieser Jordan war zu diesem Zeitpunkt kein Rinnsal, sondern ein reißender Fluß, der über die Ufer trat.

Der entscheidende Moment

Doch in dem Moment, als die Priester allen Mut zusammen nahmen und mit der Bundeslade auf den Schultern mit den Füßen im Wasser standen, geschah das Wunder: Gott staute das Wasser, so dass es wie eine große Wand stehen blieb und auf der anderen Seite abfloss. Die Folge: Das Volk Israel ging nicht über den Jordan. Es durchquerte den Jordan trockenen Fußes und Josua meisterte diese schier unüberwindbare scheinende Herausforderung. Nachlesen kannst du dieses wunderbare Ereignis in der Bibel in Josua 1-3. Ich bin vor wenigen Jahren auf diese Geschichte gestoßen und sie hat bis zum heutigen Tag nichts von ihrer Faszination verloren. Auch wir Menschen stehen Tag für Tag vor Herausforderungen und es ist nicht immer leicht, diese zu meistern. Aber wenn ich diese Geschichte mir anschaue, dann sind es drei Gedanken, drei göttliche Prinzipien – genauer gesagt drei göttliche Aufforderungen, die uns helfen, Herausforderungen zuversichtlich anzugehen.

1. Erinnere dich!

Leider sind wir Menschen vergesslich. Und ich empfehle dir von Herzen, dir Hilfsmittel an die Hand zu nehmen, welche deiner Erinnerung auf die Sprünge helfen. Meine vorm ist ein „digitales Tagebuch“ mit der Smartphone-App „Day One„. Erinnere dich daran, dass Gott dich niemals alleine gelassen hat. Vielmehr stelle dir folgende Fragen:
  • Wo hat Gott in mein Leben gesprochen?
  • In welchen Herausforderungen hat Gott mich schon gestärkt?
  • Welche Wunder hat Gott in meinem Leben schon vollbracht?
Wo Erinnerung an Gottes Wirken in Deinem Leben lebendig wird, wächst Glaube, Mut und Zuversicht! In der Bibel gibt es einen Psalm, der zurecht sehr oft zitiert wird. In ihm wird beschrieben, wie König David Gott lobt. Streng genommen aber führt König David ein Selbstgespräch. Er sagt: „Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat! Lobe den Herrn, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen!“ (Psalm 103) David erinnert sich, genauer gesagt: Er fordert sich selbst dazu auf, sich zu erinnern. Nimm dir in Herausforderungen, wenn etwas Neues auf dich wartet, wenn „neues Land“ vor deinen Füßen liegt, einen Moment Zeit. In diesem Moment tust du nichts, außer dass du dich erinnerst. Geh in dich und schau, wo Gott in deinem Leben schon „am Werk“ war. Das wird dich stärken – davon bin ich überzeugt.

2. Bereite dich vor!

Niemand geht eine Reise unvorbereitet an. Ich schreibe diese Zeilen zu Beginn eines neuen Schuljahres. Viele werden in den letzten Wochen im Urlaub gewesen sein. Und diesen bereiten wir zurecht vor. Wir recherchieren, buchen eine Ferienunterkunft, schauen nach Sehenswürdigkeiten und welche Unternehmungen sinnvoll sind, packen die passende Kleidung ein und hinterlassen unsere Wohnung „urlaubsfertig“. Wenn wir das schon für den Urlaub tun – wie viel mehr sollten wir das auch im Blick auf Herausforderungen tun? Wenn du also vor „neuem Land“ stehst, wenn Ungewisses auf dich wartet oder eine Herausforderung, dann bereite dich vor. Dieses Ungewisse, diese Herausforderung, kann ganz unterschiedliche Namen und Gesichter haben.
  • ein neues Schuljahr
  • eine veränderte Familiensituation
  • Veränderungen am Arbeitsplatz
  • ein unangenehmes Gespräch, das du führen solltest
  • finanzielle oder gesundheitliche Veränderungen
  • und vieles mehr
Gehe diese Herausforderung, dieses neue Land vorbereitet an. Dazu gebe ich dir nur drei mögliche Arten der Vorbereitung.

Gottes Gegenwart suchen

Gottes Nähe zu suchen ist für mich wie eine Tankstelle für meine Seele und meinen Geist. Dabei spielt es nicht primär eine Rolle, wie lange du Gottes Nähe und seine Gegenwart suchst. Du musst nicht eine Woche monastisch leben (auch wenn nichts dagegen spricht). Manchmal reicht es schon, vor einer großen Herausforderung dir zu Beginn des Tages einige Minuten, eine halbe Stunde oder eine ganze Stunde Zeit zu nehmen, um mit Gott zusammen zu sein. Durch sein Wort, die Bibel, oder durch das Hören von geistlichen Liedern oder einfach mal ein Spaziergang mit Gott machen. Was auch immer für dich passt: Die Gegenwart Gottes wird dein Leben verändern und sie wird dich ermutigen so wie gut vorbereitet in die Herausforderung gehen. Denn in der Gegenwart Gottes erfährst du, wer du bist – und wer Gott ist. Und das ist wohltuend und ermutigend!

Der Wahrheit glauben

Die Wahrheit ist nicht: „Ich werde scheitern“ oder „Das schaffe ich nie“ oder „Ich werde kläglich versagen“ oder „Ich werde daran zugrunde gehen.“ Die Wahrheit ist, dass Gott gesagt hat, dass du dich nicht entmutigen lassen sollst, weil er an deiner Seite ist. Und dieser Gott ist der Schöpfer des Himmels und der Erde; der Gott, der mit seinem Volk Israel bis heute eine Geschichte und Beziehung hat, der aber in Jesus auf diese Welt gekommen ist, um uns nahe zu sein. Es ist der Gott, von dem wir in der Bibel Wunderbares und viele Wunder lesen. Er ist der gleiche gestern, heute und in alle Ewigkeit (Die Bibel, Hebräer 13,8). Und dieser Gott wird an deiner Seite sein, dich stärken, ermutigen und dir Zuversicht geben. Das ist die Wahrheit! Glaube und vertraue dieser Wahrheit und tu alles, um in dieser Wahrheit zu wachsen und zu leben. Glaube nicht den Lügen, die deine Gedanken dir manchmal eintrichtern wollen oder mit denen der Teufel versucht, dich durcheinander zu bringen. Glaube auch nicht den Lügen anderer über dich. Glaube und vertraue einzig und allein der Wahrheit, dass der Gott des Himmels und der Erde an deiner Seite ist und du deswegen unerschrocken nach vorne schauen kannst. Das taten nämlich auch die Israeliten. Sie schauten nach vorne. Und als sie nach vorne schauten, sahen sie in 1.000 Metern Entfernung die Bundeslade, die Gegenwart Gottes. Mit diesem Blick marschierten sie ins neue Land. Halte deinen Blick auf Jesus! Versuche es! Überlege dir Wege, Tools und Möglichkeiten, die dir helfen, den Blick auf Jesus zu richten. Und dann glaube und vertraue ihm – der die Wahrheit ist (Johannes 14,6).

Die Gemeinschaft suchen

Ich liebe folgende Gedanken von Dietrich Bonhoeffer, die er in „Gemeinsames Leben“ – einem seiner wohl bekanntesten Büchern – formuliert hat:
Darum braucht der Christ den Christen, der ihm Gottes Wort sagt, er braucht ihn immer wieder, wenn er ungewiss und verzagt wird; denn aus sich selbst kann er sich nicht helfen, ohne sich um die Wahrheit zu betrügen. Er braucht den Bruder als Träger und Verkündiger des göttlichen Heilswortes. […] Der Christus im eigenen Herzen ist schwächer als der Christus im Worte des Bruders; jener ist ungewiss, dieser ist gewiss.Dietrich Bonhoeffer
Im Prinzip ist damit alles gesagt: Wir brauchen einander. Kein Christ kann ohne die Gemeinschaft mit anderen Christen leben. „Ich glaube zwar an Gott, aber das kann ich auch alleine“ ist eine Aussage, die ich oft höre – aber kompletter Unsinn ist. Bereite dich auf Herausforderungen vor, indem du die Gemeinschaft mit anderen Christen suchst – im Gottesdienste, in einer Kleingruppe, in einem seelsorgerlichen Gespräch. Denn das, was der oder die andere dir sagen und geben kann, wird vermutlich mehr und anders sein als das, das du dir selbst gibst.

3. Entscheide dich!

Das wirst du tun müssen, denn keine Entscheidung ist auch eine Entscheidung – und zwar die falsche. Deswegen liegt es jetzt an dir, dich zu entscheiden. Das kannst du aber auch. Denn du hast dich an das erinnert, was Gott in dir schon getan hat und hast dich vorbereitet. Jetzt entscheide dich! Verlass dich darauf, dass es auch heute noch stimmt, was Gott sagt:
Sei mutig und entschlossen! Lass dich nicht einschüchtern und hab keine Angst! Denn ich, der HERR, dein Gott, stehe dir bei, wohin du auch gehst. Die Bibel, Josua 1,9

Vertrauen

Was es dazu benötigt? Vertrauen! Leichter gesagt, als getan – ich weiß. Aber überlege dir mal, wem du da vertraust. Du vertraust einem Gott, der dich liebt und voller Gnade für dich ist, weil er das Gute will – und nicht das Schlechte! Für mich die wohl äußerste Form von Vertrauen ereignet sich in einem Garten. Kurt vor seinem Tod am Kreuz betete Jesus zu seinem Vater im Himmel:
Vater, wenn es dein Wille ist, dann lass diesen bitteren Kelch des Leidens an mir vorübergehen. Aber nicht was ich will, sondern was du willst, soll geschehen. Die Bibel, Lukas 22,42
Jesus vertraut seinem himmlischen Vater und du denkst vielleicht: „Tolle Ermutigung! Die Geschichte endet ja auch am Kreuz mit dem Tod!“ Falsch! Diese Geschichte endet nicht am Kreuz – sie endet am Ostermorgen und ist bis heute noch nicht zu Ende geschrieben, weil Jesus immer noch lebt als der Auferstandene! Sie zeigt auch: Ja, es mag durch dunkle Täler, Wüstenzeiten und Durststrecken gehen – aber am Ende steht nicht der Tod, sondern die Auferstehung, neues Leben, göttliche Kraft! Geh Herausforderungen zuversichtlich an – indem du dich erinnerst, dich vorbereitest und dich dann entscheidest!

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Die Stimme des Schöpfers

Währenddessen nahm David seine Waffen von der Wand: den Bogen und das Schwert, gute, königliche Waffen, Jonatan hatte sie ihm geschenkt.

„Wo wirst du hingehen?“

„Zu Samuel nach Rama.“

Sie gab ihm die Schuhe und kauerte sich neben ihn, während er sie anzog. Tränen stiegen ihr in die Augen. „Sehen wir uns wieder?“

Er sah sie an: „Ich werde bad zu dir zurückkehren, Michal.“ 

Mit vor Traurigkeit zitternden Fingern knüpfte sie Tücher aneinander. „Sing noch einmal für mich.“ Als sie merkte, dass er die Stirn runzelte, sagte sie rasch: „Wenn du for bist, zupfe ich weiter die Zither, und sie werden glauben, du bist noch hier. Das gibt dir einen Vorsprung.“

„Meine kluge junge Frau.“ Er strich mit den Fingerspitzen über ihre Wange. „Du wirst mir sehr fehlen.“

David nahm die Zither, setzte sich auf die Truhe und schlug einige Töne an. Auch in seinen Augen sammelten sich Tränen. Er sang leise.

Ich aber will von deiner Macht singen
und des Morgens rühmen deine Güte
denn du bist mir Schutz und Zuflucht in meiner Not.
Meine Stärke, dir will ich lobsingen;
denn Gott ist mein Schutz, mein gnädiger Gott.

Behutsam setzte er die Zither ab. Sie übernahm das Instrument und zupfte weiter. Währenddessen schlich David zum hinteren Fenster. Still betete Michal: Lass es wahr werden, Gott. Sei ihm Schutz und Zuflucht. Sie ahnte, dass böse Tage auf sie und ihn zukamen. Aber sie mussten Gottes Versprechen vertrauen. Eines Tages würde er König sein.

aus: Titus Müller, die Stimme des Schöpfers, S.110+111.

Lebendige Geschichten

Wow! Geht es dir auch so? Ich finde, so werden biblische Geschichten zum Leben erweckt. Zu noch mehr Leben, als sie ohnehin schon in sich tragen. Und das ist nur ein kleiner Auszug aus einem ganz wunderbaren Buch.

Hast du dich schon einmal gefragt, wie für Adam und Eva wohl die Geburt ihres ersten Sohnes war? Und dann erst der Anblick nach der Geburt? Geschweige denn die ersten Wochen und Monate – irgendwie ein Mensch, aber laufen und sprechen kann er nicht. Was macht man mit so einem kleinen Bündel Leben, für das ihre Erfahrung keinerlei Analogie findet? „Die Stimme des Schöpfers“ beschreibt diesen Moment auf ganz besondere Weise.

Titus Müller schafft es mit „Die Stimme des Schöpfers“, biblischen Geschichten, die oft sehr vereinfacht und sachlich dargestellt sind, Bilder, Farben und Gestalt zu geben, wie ich es bisher noch nicht erlebt habe. Er erzählt die Geschichten hinter den Geschichten, die Gedanken und ungeschriebenen Worte der menschlichen Charaktere und nicht zuletzt:

Er lässt in seinen Geschichten Gott so nahbar erscheinen, den Menschen so zugewandt, dass man nicht anders kann, als der biblischen Wahrheit aus 1. Johannes 4,16 zu glauben: „Gott ist die Liebe!“

Theologie zwischen den Zeilen

„Die Stimme des Schöpfers“ lässt sich zwischen den Zeilen hoffentlich immer wieder hören, denn ich unterstelle Titus Müller einfach einmal, dass er nicht einfach nur Geschichten nacherzählen wollte. Ganz subtil, aber auf sehr angenehme Weise platziert er theologische Gedanken – vor allem Beschreibungen Gottes. Sie wirken weder aufgesetzt noch gezwungen – man überliest sie fast, hält inne, liest noch einmal – und lässt sich von den Gedanken inspirieren.

In „Die Stimme des Schöpfers“ erzählt Müller die „Klassiker des Alten Testaments“ auf packende, lebensnahe, bildreiche und lebensnahe Weise nach. Abraham, Noah, Mose und Josef – Batseba, Jona, Simson und David sind nur ein paar wenige der Protagonisten, um die sich die 29 Erzählungen drehen. 

Natürlich finden sich am Ende des Buches alle verwendeten Bibelstellen sowie die „Original“-Bezeichnungen der Geschichten, denn „Beim zweiten Besuch des Engels“, „Du wirst ein einsamer Mann sein“ oder „Hunderttausend, die rechts nicht von links unterscheiden können“ wird man vergeblich als Überschriften in der Bibel suchen.

Ich kann dieses Buch nur wärmstens empfehlen. Sowohl zur eigenen Lektüre, um biblische Geschichten noch lebendiger werden zu lassen als beispielsweise auch in literarischen Gottesdiensten oder Andachten hat das Buch des C.S.Lewis-Preisträgers Titus Müller seinen Platz.

Infos:
176 Seiten
14,00 EUR
ISBN: 9783957345271
Gerth Medien
Mehr Infos über Titus Müller:
www.titusmueller.de


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Zwischen Trauer und Hoffnung

Es gibt nichts, was uns die Abwesenheit eines uns lieben Menschen ersetzen kann und man soll das auch garnicht versuchen; man muß es einfach aushalten und durchhalten; das klingt zunächst sehr hart, aber es ist doch zugleich ein großer Trost; denn indem die Lücke wirklich unausgefüllt bleibt, bleibt man durch sie miteinander verbunden. Es ist verkehrt, wenn man sagt, Gott füllt die Lücke aus; er füllt sie garnicht aus, sondern er hält sie vielmehr gerade unausgefüllt, und hilft uns dadurch, unsere echte Gemeinschaft – wenn auch unter Schmerzen – zu bewahren. Ferner: je schöner und voller die
Erinnerungen, desto schwerer die Trennung. 

Aber die Dankbarkeit verwandelt die Qual der Erinnerung in eine stille Freude. Man trägt das vergangene Schöne nicht wie einen Stachel, sondern wie ein kostbares Geschenk in sich. Man muß sich hüten, in den Erinnerungen zu wühlen, sich ihnen auszuliefern, wie man auch ein kostbares Geschenk nicht immerfort betrachtet, sondern nur zu besonderen Stunden und es sonst nur wie einen verborgenen Schatz, dessen man sich gewiß ist, besitzt; dann geht eine dauernde Freude und Kraft von dem Vergangenen aus. (Dietrich Bonhoeffer, Widerstand und Ergebung, DBW Band 8, Seite 255f)

Ich liebe diese Gedanken von Dietrich Bonhoeffer, weil sie so zutreffend sind. Weder romantisieren sie den Tod, noch verbannen sie ihn, wie das beides heute leider immer wieder geschieht.

Ein großartiger Mann Gottes…

Am 5. August 2018 hat ein großartiger Mann Gottes seinen irdischen Lauf vollendet und darf nun sehen, was er geglaubt und leidenschaftlich verkündigt hat.
Ich bin meinem Vater, Wolfgang Brunner, für vieles aus tiefstem Herzen dankbar. Aber wenn ich einzelnes benennen müsste, dann sind es vor allem zwei Dinge.
Zum einen lehrte er mich, Gott zu vertrauen in allen Lebenslagen. Sein ganzes Leben war geprägt von Gottvertrauen. Auch und gerade in den Zeiten als Pfarrer und Dekan. Und erst jetzt, wo ich selbst Pfarrer bin, kann ich mehr und mehr erahnen, was er alles durchstehen und durchkämpfen musste.
Bei allem strahlte er ein unglaubliches Gottvertrauen aus, das ihm eine ganz, ganz tiefe „geistliche Weisheit“ gab, durch die er mich und viele andere Menschen prägte.
Und zum anderen ist es das Bekenntnis zu Jesus Christus. Auf eine so liebevolle und werbende Art hat er andere Menschen zum Glauben an Jesus – und nicht nur an eine nebulöse Floskel namens „Gott“ eingeladen. Und in vielen, vielen Gesprächen sagte er mir immer wieder, wie sehr es ihm ein Anliegen ist, dass Menschen durch seinen Dienst zum Glauben an Jesus kommen. Auch und gerade in der Landeskirche, wo der Boden manchmal doch sehr hart und steinig ist.

…mit einer tiefen geistlichen Weisheit

Beide Dinge vereint spiegeln sich wider in einer Begebenheit ein paar Wochen vor meiner Konfirmation vor weit über 20 Jahren. Ich hatte mir den Konfirmationsvers „Rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten und du sollst mich preisen“ (Psalm 50,15) ausgesucht.
In seiner großartigen Weisheit und seiner väterlichen Liebe und Fürsorge war mein Vater aber nicht so ganz einverstanden damit und meinte: „Das ist schon sehr speziell auf Notlagen hin ausgesucht. Ich will dir einen Vers aussuchen, der das ganze Leben prägt.“
Mein Vater konnte nicht wissen (oder vielleicht doch?), dass er mit dem Vers, den er für mich aussuchte, mir ein Lebensmotto schenkte, das bis heute Gültigkeit hat. Mehr noch: Dieser Vers begleitet mich seit meiner Konfirmation in den Höhen und Tiefen meines Lebens, er ist mehr als ein Motto. Er hat mich geformt und geprägt und ich lebe aus seiner Tiefe und Kraft – und bin meinem Vater unglaublich dankbar, dass er ihn für mich ausgesucht hat:

Unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat!“ (1. Johannes 5,4)

Und deswegen habe ich ihm aus tiefster Überzeugung gesagt: „Wir sehen uns wieder – und darauf freue ich mich!“

Natürlich ist das nur ein Bruchteil von dem, was ich über meinen Vater berichten könnte. Und viele, die ihn kennen, werden noch viele andere Dinge zu erzählen haben. 

Ich für mich möchte neben vielem, was ich gar nicht in aller Öffentlichkeit „breit treten“ will, aber genau diese beiden Dinge teilen, um einen Menschen zu ehren, der wundervoll, liebevoll, fürsorglich, einzigartig, sehr weise, tief geistlich, hoch gebildet, sehr humorvoll, elegant, treu, zuverlässig, vertrauensvoll, sportlich, akribisch und vielseitig interessiert war. Wir sprechen oft von einem „ehrenden Andenken“ im Blick auf einen Verstorbenen – dazu soll dieser Beitrag seinen Dienst leisten.

Von Hoffnung getragen

Als Christ habe ich die begründete Hoffnung, dass es ein Leben nach dem Tod geben wird, in dem nichts Schlechtes mehr Platz haben wird. Nur Gutes. Nur Göttliches. Nur Gott-nahe-sein. Und in dieser Realität werde ich meinen Vater (und alle anderen, die im Vertrauen auf Jesus Christus gestorben sind) wiedersehen. Diese Hoffnung trägt. Diese Hoffnung gibt mir Kraft, nicht in der Trauer zu versinken, die oft genug sich meldet – alleine in dieser kurzen Zeit seit seinem Tod. Die Erfahrung, wenn der eigene Vater stirbt, ist brutal schmerzhaft!

Diese Hoffnung aber trägt und hält – und ist das einzige, was angesichts des Todes wirklich Bestand hat. Dies kommt auch zum Ausdruck in einem Brief des bekannten Dichters Matthias Claudius – einer der Lieblingsdichter meines Vaters. Ein Teil dieses Briefes zitierte mein Vater in einer Andacht, die er nannte: „Jesus und die Stars“. Darin verglich er Jesus mit den Stars unserer heutigen Zeit und zeigte auf wunderbare Weise auf, wie viel mehr doch Jesus für uns getan hat und immer noch tut als die vermeintlichen Stars dieser Welt.

Ich und du können ohne Christus nicht leben. Wir brauchen jemand, der uns hebt und hält, solange wir leben, und uns die Hand unter den Kopf legt, wenn wir sterben sollen; und das kann Christus überschwänglich, nach dem, was von ihm geschrieben steht, und wir wissen keinen, von dem wir es lieber hätten.

Er ist eine heilige Gestalt, die dem armen Pilger wie ein Stern in der Nacht aufgeht und sein innerstes Bedürfnis, sein geheimstes Ahnden und Wünschen erfüllt. Wir wollen an ihn glauben, Andres, und wenn auch niemand mehr an ihn glaubte. (Matthias Claudius)

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5 Gründe, sich an Gott zu freuen

Es war neulich in einem Gespräch mit einem Freund. Wir hatten uns länger nicht mehr gesehen und erzählten uns also dies und das. Dann kam die Sprache natürlich auch auf unseren Glauben und dass wir beide es in letzter Zeit immer mal wieder verlernt haben, uns einfach so an Gott zu freuen.

Nicht an dem, was wir für ihn tun; nicht an dem, was er an Segen in unserem Leben schenkt; nicht an dem, was er an Fähigkeiten in uns gelegt hat. Sondern schlicht und einfach: sich an Gott freuen. 

Also habe ich mir ein paar Gedanken gemacht und möchte dir 5 Gründe nennen, dich an Gott zu freuen. 

1Gott ist großzügig

Stell dir mal vor, es gäbe Gott nicht. „Etsi deus non daretur“ würde der Lateiner sagen, In der Kirchen- und Theologiegeschichte war und ist das immer wieder ein beliebtes Gedankenspiel: Was wäre, wenn Gott nicht wäre?

Ehrlich gesagt kann ich es mir so gar nicht so richtig vorstellen. Zu sehr spielt Gott in meinem Leben eine so dominierende Rolle, dass ich es mir schon gar nicht mehr vorstellen möchte. Aber wäre Gott nicht, was wäre dann mit dem Guten auf dieser Erde? Woher würde das kommen? Wohl kaum vom Menschen, der an sich doch böse und egoistisch ist. 

Was wäre mit der wunderbaren Natur? Wer würde in unzähligen Rottönen einen Sonnenuntergang an den Himmel malen, die Wellen des Meeres rau und wild an die Klippen peitschen und den Adler majestätisch durch luftige Höhen schweben lassen?

Der Mensch hat schon vieles produziert – aber was die Natur betrifft, ist der Mensch lediglich in der Lage zu re-produzieren, zu „klonen“ (an dieser Stelle möchte ich keine ethische Debatte führen) – aber nicht zu produzieren, zu kreieren, zu erschaffen.

Die Schönheit und Einzigartigkeit der Schöpfung ist ein deutlicher Hinweis auf den Schöpfer. Für Gott wäre es sicherlich einfacher gewesen, alles in schwarz-weiß zu erschaffen oder nur 10 verschiedene Tierarten, 5 Baumarten und 3 verschiedene Blumen. Würden wir Menschen es nicht anders kennen – wir würden nichts vermissen. 

Aber nein. Gott hat sich nicht lumpen lassen. Er hat alles wunderschön, einzigartig und mannigfaltig kreiert und ins Dasein gerufen. Er ist verschwenderisch und großzügig. Warum? Die Antwort gibt der zweite Grund.

2Gott ist Liebe

Würden wir Menschen doch nur ansatzweise jemals ergründen können, was Liebe ist. Ich glaube, wir würden noch mehr über Gott staunen und uns an ihm freuen, von dem es heißt:

Gott ist die Liebe.Die Bibel, 1. Johannes 4,16

Leider verbinden wir Menschen mit Liebe immer mehr lediglich ein Gefühl und bestimmte romantisch-verklärte Vorstellungen. Liebe ist aber mehr. Ich glaube wiederum aber auch nicht, dass sich Liebe in der Beschreibung erschöpft, dass sie eine Entscheidung ist. Sicherlich: das ist ein ganz wesentlicher Punkt. Liebe ist Emotion. Liebe ist Entscheidung. Liebe ist aber mehr.

Liebe ist die stärkste Verbindung, die zwischen Menschen und zwischen Mensch und Gott besteht. 

Als meine Kinder geboren wurden, habe ich das sehr deutlich gemerkt. Natürlich bereitet man sich in gewisser Weise 9 Monate während der Schwangerschaft vor. Und doch: die Geburt und die Gegenwart des kleinen Bündel Lebens übersteigt alles, was ich mit Worten beschreiben kann. Diese Liebe, wie ich sie zu meinen Kindern empfinde, ist eine ganz besonders starke. Das Verrückte daran ist, dass sie „von jetzt auf nachher“ kommt. Die 9 Monate Vorbereitung können letzten Endes nicht darauf vorbereiten, weil das kleine Menschlein nicht sichtbar ist. Aber wenn es dann da ist – dann ist es um mich geschehen. 

Weder saß ich mit meinem neugeborenen Sohn oder meiner neugeborenen Tochter schon händchenhaltend am Strand, habe den Sonnenuntergang beobachtet oder wir lagen uns schluchzend in den Armen. Nichts dergleichen. 

Mein Sohn wurde geboren – und es war um mich geschehen.

Meine Tochter wurde geboren – und es war um mich geschehen.

Dieses Band, das uns verbindet, nennt sich Liebe. 

Wenn ich nun bedenke, dass dieses Band Gott und mich verbindet, dass er mich schon erdacht und kunstvoll geplant hat (Psalm 139) ehe er mich in dieses Leben liebte – dann kann ich nicht anders als mich an ihm zu freuen; an ihm, dem Gott, der Liebe ist – der nicht nur liebt, der nicht nur Liebe empfindet, sondern Liebe in Reinform ist.

Und dieser Gott, der allmächtig, barmherzig, gnädig, treu und ewig ist – liebt mich, weil er Liebe ist. 

Ehrlich – freu dich darüber! Denn diese Liebe ist – und das ist für mich ehrlich gesagt noch verrückter – vollkommen unabhängig davon, wie ich mich Gott gegenüber verhalte; oder ob ich mich „liebenswürdig fühle“; oder ob ich gerade Gott liebe oder nicht.

Gott ist Liebe. 24 Stunden am Tag. 7 Tage in der Woche. 

Das alles gipfelt darin, dass Gott seinen Sohn Jesus Christus für mich hat am Kreuz sterben lassen. Gottes Liebe zu mir ist kein seichtes Blabla, sondern eine Entscheidung am Kreuz, auf die ich mich im Leben und Sterben verlassen kann. Aus Liebe gab Gott sich komplett hin, damit ich leben kann.

Der Apostel Paulus beschreibt in seinem Brief an die Gemeinde in Korinth, was es mit dieser Liebe auf sich hat.

Ich wünsche dir, dass diese Worte ganz tief in dein Herz rutschen, wenn du sie jetzt liest. Ich wünsche dir, dass du dir einen Moment dir die Zeit nimmst, sie in Ruhe zu lesen und wahrzunehmen, dass Gott dich in genau dieser Weise liebt:

Liebe ist geduldig und freundlich. Sie ist nicht verbissen, sie prahlt nicht und schaut nicht auf andere herab. Liebe verletzt nicht den Anstand und sucht nicht den eigenen Vorteil, sie lässt sich nicht reizen und ist nicht nachtragend. Sie freut sich nicht am Unrecht, sondern freut sich, wenn die Wahrheit siegt. Liebe nimmt alles auf sich, sie verliert nie den Glauben oder die Hoffnung und hält durch bis zum Ende. Die Liebe wird niemals vergehen.Die Bibel, 1. Korinther 13,4-8a

3Gott ist gut

Nicht wenige Menschen würden das anzweifeln. Und es gibt sicherlich Momente und Phasen im Leben, da ist es so, dass wir das anzweifeln. Aber für ein generelles Infragestellen der Aussage „Gott ist gut“ gibt es keine stichhaltigen Hinweise oder gar Beweise. Im Gegenteil. In letzter Zeit kommt es immer wieder vor, dass meine Kinder von ihren Freunden und Klassenkameraden erzählen, die keine Christen sind. Dann kommen wir schnell darauf zu sprechen, ob diese Freunde auch etwas Glauben und wenn ja, an wen, an welchen Gott, auf welche Weise und so weiter.

Für mich sind solche Gespräche sehr besonders. Nicht nur deswegen, weil ich dadurch mit meinen Kids darüber reden kann, was „wir“ eigentlich so glauben. Vielmehr erinnern mich diese Gespräche immer und immer wieder – ja fast ausnahmslos – daran, dass Christen an einen Gott glauben, der gut ist. Punkt. Und in diesem Gut-sein findet sich nicht ein Hauch Schlechtes, Unberechenbares oder Zerstörerisches. 

Dabei spielt es keine Rolle, dass unsere Wahrnehmung von Gott manchmal getrübt ist und wir ihn nicht als „gut“ empfinden. Das ist in der Kindererziehung genauso: Kinder mögen ihre Eltern nicht immer als „gut“ empfinden, weil sie Entscheidungen treffen, welche die Kids nicht wirklich mögen. Das ändert aber nichts daran, dass die Eltern ihren Kindern gegenüber „gut“ sind – soweit es eben als Mensch möglich ist.

Es ist Gott nicht egal, ob du glaubst, dass er gut ist. Was du aber glaubst, ändert nichts an der Tatsache, dass er gut ist. Denn dieses Wissen über Gottes Gut-sein beruht nicht auf biografischen Erlebnissen sondern biblischen Erkenntnissen. 

Alles, was Gott uns gibt, ist gut und vollkommen. Er, der Vater des Lichts, ändert sich nicht; niemals wechseln bei ihm Licht und Finsternis. Die Bibel, Jakobus 1,17

Es fällt uns Menschen natürlich sehr viel leichter, das zu glauben, wenn wir es auch autobiografisch verortet sehen. Wo das nicht geschieht, kommt der Zweifel, der sich immer aus der Diskrepanz zwischen „Theorie und Praxis“ nährt. 

Unter anderem deswegen liebe ich die Psalmen so sehr, da die Beter darin immer und immer wieder zum Ausdruck bringen, wie sehr sie an Gott festhalten – trotz allem Leid, aller Not, Verfolgung und aller Ungerechtigkeit, die sie erleben.

Gott ist gut. Zu dir. Zu mir. Zu uns Menschen. Er will nicht das Schlechte, er ist nicht schlecht – er ist gut. Durch und durch und unwandelbar gut. 

Das ist ein Grund, sich an Gott zu freuen.

4Gott segnet

Das alles gipfelt für mich darin, dass Gott segnet. Dass er gut und die Liebe ist – alles schön und nett, aber was würde es bringen? Dass Gott segnet ist der ureigenste Ausdruck dafür, dass er die Beziehung zu uns Menschen sucht. „Segen“ ist biblisch gesehen weit mehr als nur ein nettes Wort. Das haben wir in unserer Kirchengeschichte oft missverstanden. 

Segen heißt, dass Gott handelt. Dass er seine Liebe und seine Güte in unserem Leben verwirklicht sehen will. Das geschieht nicht selten materiell, aber darüber hinaus natürlich auch im geistlichen Bereich. 

Als wir vor kurzem Freunde besucht haben, machten wir ihnen ein Geschenk. Das hat uns ein bisschen was gekostet (wie jedes Geschenk), aber ich habe mich selbst total gefreut, ihnen damit eine Freude machen zu können (also hoffe ich zumindest, dass wir das geschafft haben mit dem Geschenk). 

So ist das mit dem Segen: Gott freut sich daran, dein Leben zu segnen, das heißt: Dir Geschenke zu machen. Dir Dinge zukommen zu lassen, die dein Leben aufblühen lassen. Und jetzt wird’s spannend. 

Wie wir unsere eigene Vorstellungen von Gott nicht als Maßstab dafür nehmen dürfen, wie Gott wirklich ist, so darf auch unser Maßstab dafür, was „aufblühen“ oder „Geschenk“ ist, nicht bestimmend dafür sein, wie Gott unser Leben segnet. 

Ich glaube, dass wir nur ansatzweise verstehen (können?) wie Gottes Zuwendung zu uns Segen bedeutet, auch wenn wir ihn manchmal als solchen gar nicht wahrnehmen. 

Mir kommt dabei das bewegende Lied „Blessings“ von Laura Story in den Sinn. 

Sie singt: 

What if your blessings come through raindrops? What If your healing comes through tears? What if a thousand sleepless nights are what it takes to know you are near? What if trials of this life are your mercies in disguise?Laura Story 'Blessings'

Und schon sehen wir: Segen ist weit, weit mehr als Wohlstand, Glück und Zufriedenheit.

Segen bedeutet, das Leben aus der Hand Gottes zu nehmen und immer und immer und immer wieder seine Spuren in meinem Leben zu erkennen. Aber nicht irgendwelche, sondern Spuren der Liebe, der Güte und der Zuwendung eines Gottes, der mich liebt und dem es alles andere als egal ist, wie es mir geht. Dem ich aber deswegen auch getrost überlassen kann, in welcher Form seine Segnungen „daherkommen“. Und das ist genau der schwierige Punkt bei der Sache, weil wir eine Vorstellung von Segen haben, der mit Wohlstand, Glück und Heil(ung) identisch zu sein scheint. Ja, das ist eine Art des Ausdruckes von Segen – aber nicht die einzige. 

Schauen wir in die Bibel, stellen wir genau das fest: Alle „Großen“ in der Bibel haben alles andere als eine geradlinige Biografie. Aber alle haben eines gemeinsam: Sie wussten ihr Leben von Gott gesegnet und reich gemacht. In manchen Momenten fiel es ihnen sicherlich leichter, in anderen schwerer. Aber es gilt: Gott segnet. Weil er gut ist. Weil er dich liebt. Und er tut das großzügig. Darüber können wir uns freuen – und sollten das auch tun!

5Gott kommt nicht zu spät 

Das ist eine Tatsache, die sich leider oft erst im Rückblick auf gewisse Ereignisse erschließt.

Sören Kierkegaard sagte einmal: „Wir müssen das Leben vorwärts leben, aber wir verstehen es rückwärts.“

So ist es. Aber wenn ich im Rückblick auf so manche Situationen schaue, erkenne ich: Gott kam nie zu spät. Sein Eingreifen, sein Wirken, sein Reden, sein Heilen, sein Handeln – all das war rechtzeitig. Niemals zu spät!

Darüber freue ich mich – nicht weil ich ein Pünktlichkeitsfanatiker bin (ok, vielleicht ein bisschen), sondern vielmehr, weil es mir einen Wesenszug Gottes zeigt, über den ich mich sehr freue.

Gott kommt nämlich deswegen nicht zu spät, weil er kein Interesse daran hat, seine Kinder warten und zappeln zu lassen.Vielmehr hat er Interesse daran, dass wir unser Leben so gestalten, dass seine Fülle und sein Segen darin sich widerspiegeln.

Ja, er mutet uns manchmal Dinge zu, die nicht einfach sind, die uns sogar herausfordern – aber nicht über das Maß hinaus, das wir schaffen.

Und by the way: Wer sagt eigentlich immer, dass es Gott ist, der uns die Dinge zumutet? Sind wir es nicht vielleicht manchmal selbst, die wir uns Dinge zumuten – und weil wir merken, dass wir aus der Nummer nicht mehr so leicht rauskommen, schieben wir es Gott in die Schuhe, machen ihn dafür verantwortlich oder zweifeln an ihm. Anderes Thema.

Wenn Gott nicht zu spät kommt, heißt das für mich: Ich vertraue ihm. Ich vertraue ihm, dass er meine Gebete hört, mein Schreien, mein Klagen, mein Jammern und meinen Dank. Und darüber freue ich mich. Sehr sogar.

Wo gibt es schon einen Gott, der gerne zuhört und der sich fast schon in die Abhängigkeit der Menschen begibt, um ihnen zu helfen?

Es gibt mit Sicherheit noch mehr Gründe. Aber gerade dieses Bewusstmachen dessen, wer Gott ist und wie sehr ich mich an ihm freuen darf, tut mir immer wieder gut. Deswegen liebe ich auch die Anbetungsabende in unserer Gemeinde. Immer wieder tragen sie dazu bei, dass ich mich mehr und mehr an Gott freue. 

Und das wünsche ich dir auch! Christen glauben an einen Gott, der sich freut und über den wir uns freuen können.


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Jesus – der einzig wahre Gott?

Jesus – einzig wahrer Gott? Schon der Titel des Buches als ernstgemeinte Frage ist für die meisten Zeitgenossen Provokation pur: Ein einzig wahrer Gott? Haben nicht alle irgendwie recht? Ist das nicht intolerant, zu behaupten, dass es nur einen einzig wahren Gott gibt?

Biografisch, ehrlich, facettenreich

Ravi Zacharias stellt die richtige Frage! Und er gibt eine fulminante Antwort – aber keine einfache oder gar schlichte Antwort. Seine Antwort ist ein ganzes Buch, das genauso facettenreich ist wie Jesu Leben und Lehre selbst.

Zacharias‘ Antwort kann gar nicht simpel und schlicht sein, da er sich selbst auf eine Reise über viele, viele Jahre begeben hat, um herauszufinden, was die Antwort auf diese Frage ist.

In seinem Buch schildert er seine eigene Glaubensreise und kombiniert irgendwie alles miteinander, was ihm zwischen die Zeilen kommt – und das macht das Buch so einzigartig: seine eigenen Glaubenserfahrungen, sein Suchen in den unterschiedlichen Religionen, seine biografischen Erlebnisse, die bis in die Kindheit zurückreichen, biblische Aussagen über Jesus Christus, Aussagen anderer Religionen über Jesus Christus bis hin zu Aussagen, Zitaten, Interviews und (lyrischen) Texten von Religionskritikern und Philosophen.

Ein Zitat (fast) aus der Mitte des Buches gilt sowohl für sich – aber irgendwie ist es auch sinnbildlich für das ganze Buch:

Wenn jemand mit prophetischem oder göttlichem Anspruch auftritt, muss man sein ganzes Leben beobachten, ob es mit der vorgebrachten Lehre übereinstimmt. Etliche historische und philosophische Fragestellungen kommen ins Spiel, wenn man einen solchen Anspruch ernsthaft zu bewerten versucht.

Genau das macht Jesus so einzigartig. Die ganze Bandbreite seines Lebens und seiner Lehre kann dem Test der Wahrheit unterzogen werden. Jeder Aspekt seiner Lehre ist ein Glied im Gefüge des Ganzen. Wie bei einem Diamanten, der langsam gedreht wird, fängt jede Facette das Licht ein.Jesus - der einzig wahre Gott? S. 73

Ich empfehle diese Buch allen, welche wirklich auf der Suche sind nach einer Antwort auf die Frage „Ist Jesus der einzig wahre Gott?„. Aber auch jeder, der diese Frage eigentlich schon längst für sich beantwortet hat, wird fündig – spätestens dann, wenn der eigene Glaube, die eigene Überzeugung angezweifelt wird und gar nicht mehr so fest dasteht, wie man das mal glaubte.

Jesus? Keine billigen Antworten

„Jesus – der einzig wahre Gott?“ gibt keine billigen Antworten – es vertröstet aber auch nicht oder bleibt schleierhaft. Im Gegenteil. Es wir sehr klar und deutlich – und das fundiert.

Ich würde diesem Buch gerne noch mehr Punkte geben, aber ich muss leider im Erscheinungsbild und in der Lesbarkeit ein wenig abziehen. Der Grund ist aber lediglich der, dass der ohnehin „starke Tobak“ durch ein schöneres und besser gegliedertes Erscheinungsbild leichter lesbar wäre.

Denn eines ist klar: Dieses Buch ist keine leichte Kost. Das liest sich nicht „mal zwischendurch“. Ja ich würde sogar sagen, dass man die einzelnen Kapitel auch erst einmal ein wenig verarbeiten muss.

Das liegt auch daran, dass Ravi Zacharias eben keine (rein) theologische oder philosophische Abhandlung führt über die Frage nach der Exklusivität Jesu. Vielmehr sind es seine Verbindungen und Verknüpfungen mit seinem Leben, welche diesem Buch und der Frage eine besondere Tiefe verleihen.

Die Antwort auf diese Frage betrifft die Leserin und den Leser existentiell und ist eben nicht rein philosophisch zu beantworten – wenn sie es denn auf einer solchen Ebene überhaupt sein kann. Existentiell jedoch ist sie auf jeden Fall zu beantworten – und dies tut Ravi Zacharias auf einerseits intellektuelle aber andererseits auch ganz nahbar-persönliche Weise.

Wer dieses Buch mit dem ernsthaften Suchen nach der Antwort auf diese Frage angeht, der wird fündig werden. Denn wie sagte Jesus? Wer sucht, der findet!

Infos:
240 Seiten
16,00 EUR
ISBN: 978-3-7655-1249-0
Brunnen-Verlag

Mehr Infos über Ravi Zacharias:


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